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DVD-Besprechung - Human Power
Story:
Auch wenn es manchmal einen anderen Eindruck erwecken mag, unterliegen auch die talentiertesten Sportler den Gesetzen der Natur. Ein Forschungsteam hat unterschiedliche Spitzensportler in ihr Sportlabor gebeten, um Untersuchungen über ausgeführte und einwirkende Kräfte zu machen und die Abläufe bei verschiedensten Aktionen genauestens unter die Lupe zu nehmen.
Meinung zum Film:
„Human Power“ ist eine in Deutschland beim Spartensender DMAX ausgestrahlte Dokumentations-Serie, die sich mit physikalischen Einflüssen auf Sportlern und den Einsatz ihrer Muskeln und entstehenden Kräften beschäftigt. So wird in der ersten Folge geschaut, wie Basketballer bei Slam Dunks ihre Muskeln einsetzen und welche Naturkräfte ihre Flugbahnen berechenbar machen. Anschließend wird geschaut, welche Unterschiede es im Flugverhalten eines Running Back oder Wide Receivers im American Football gibt und wie diese Leistung im direkten Vergleich mit einem Basketballer zu sehen ist. Der nächste Vergleich ist der des Beines eines Fußballspielers beim Fallrückziehers, zum Drehen eines Rotors eines Helikopters. Und wenn es um Sprünge geht, dürfen Street Runner zur Abrundung ebenfalls nicht fehlen, da diese durch ihre waghalsigen Aktionen und Aufstiege ganz besondere Anforderungen an Muskeln und Knochen stellen. Bei diesen Extremsportlern wird vor allem darauf geschaut, welche Kräften auf den Körper beim Sprung aus großen Höhen einwirken und wieso die Sportler sich trotz der großen Sprunghöhe nicht verletzen.
Bereits mit der ersten von insgesamt 11 Episoden werden vor allem - aber nicht nur - sportbegeisterte Menschen erstaunt darüber sein, welches Leistungsvermögen Spitzensportler besitzen, wie unterschiedlich und doch ähnlich ihre Spezialitäten sind und wie der eine sich in der Paradedisziplin des anderen verhält. Die Sportler werden in Versuchsaufbauten in ihren jeweiligen Disziplinen getestet und unterschiedliche Leistungswerke wie Krafteinwirkungen oder Reflexe gemessen. Anschließend gibt es eine auch für Laien leicht verständliche Einordnung dieser Werte, die dann auch dank Vergleiche leicht eingeordnet werden können. Teilweise werden die Leistungen dann noch einmal unter anderen Bedingungen wiederholt und das Ergebnis erneut ausgewertet und dann verglichen. Dabei helfen dann oftmals Computeranimationen, in denen beide Versuche parallel dargestellt werden, wodurch sehr bildlich zu erkennen ist, wie einzelne Faktoren auf die Leistungskraft einwirken. Der Aufbau der Versuche erinnert immer ein wenig an die Aufbauten, wie man sie aus TV-Serien wie „CSI“ kennt. Detaillierte Zeitlupenaufnahmen, Animationen und Überblendungen von Realsituationen in CGI-Nachbildungen sorgen zum Einen für Abwechslung, zum Andern aber vor allem zu leicht verständlichen Erklärungen. Das ein oder andere Experiment kommt dabei zwar als Wiederholung vor, vor allem in den späteren Folgen, doch wird dieses dabei immer in anderen Vergleichen eingesetzt, weswegen es trotz des bekannten Ausgangs immer noch neue Erkenntnisse bringt.
Doch es geht nicht immer nur um Leistungen, sondern auch um Kräfte die schmerzhaft auf den Körper einwirken. Bereits in der zweiten Episode geht es um schmerzhafte Verletzungen und es wird zum Beispiel bildlich an Hand einer Schweinemilz gezeigt, wie das Organ bei einem Faustaufschlag reißen und zu einer tödlichen Verletzung führen kann. Und mit diesem Ekelfaktor geht es die gesamte Episode dann auch weiter, in der sehr detailliert auf unterschiedlichste Verletzungen eingegangen und diese sehr genau aufgeschlüsselt und in Vergleichen näher erklärt werden. Am dramatischsten in dieser Episode ist sicherlich der Kufenschnitt den Clint Malachuk während eines NHL-Eishockeyspiels erhielt und der seine Hauptvene am Hals durchtrennte. Abschließend wird hier dann auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass man als Zuschauer nicht nur sprichwörtlich mitleidet und mitfühlt, wenn große Verletzungen auf dem Bildschirm zu sehen sind. Wer die Episode bis dahin gesehen hat braucht aber gar keinen wissenschaftlichen Beweise mehr dafür, da er bereits selbst schon einiges an Stress hinter sich hat.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist für eine Dokumentation mit Archivaufnahmen auf einem durchschnittliche guten Level und lässt keine Wünsche offen. Gleiches gilt auch für den deutschen Ton in Dolby Digital 2.0, der durchweg gut zu verstehen ist.
Extras gibt es keine auf den DVDs zu finden, was aber auch nicht vermisst wird, da die Dokumentation an sich bereits alle wünschenswerten Antworten und Hintergründe bereit hält.
Punktabzug gibt es allerdings für das Keepcase, da die 3 DVDs direkt übereinander liegen – ein absoluter Horror für alle Sammler.
Fazit:
„Human Power“ ist eine Dokumentation, die sportbegeisterte Menschen gleichermaßen begeistern und überraschend wird. Auf unterhaltsame Weise werden unterschiedliche Aspekte von sportlichen Höchstleistungen detailliert unter die Lupe genommen. Durch wissenschaftliche Versuche und Vergleiche werden dabei verblüffende Parallelen aufgezeigt. Für Sportinteressierte ist die DVD-Box eine uneingeschränkte Empfehlung, aber auch für Sportmuffel sicherlich äußerst interessant.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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460:20 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Human Power - Der menschliche Körper im Leistungstest
Sports Science - Season 1
Faszinierende Show über Abläufe im menschlichen Körper beim Sport
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: John Brenkus Drehbuch: Murray Oden, Eric Mazer, David Story Darsteller: John Brenkus, Chad Johnson, Jerry Rice, Ben Roethlisberger, Paul Darnell, Quinton 'Rampage' Jackson, Dan Kalbfleisch
Label :
Discovery Channel
Verkaufsstart : 26.06.2009
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