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DVD-Besprechung - WWE - The best of "Saturday Night's Main Event"

Story:
Am 11. Mai 1985 wurde zum ersten Mal die „Saturday Night’s Main Event“-Show auf dem US-Sender NBC ausgestrahlt. Hierbei mussten sich die WWE-Superstars nicht wie sonst außerhalb der großen Veranstaltungen üblich mit Jobbern beschäftigten, sondern stiegen gegeneinander in den Ring. Nach einem Wechsel von NBC zu FOX, wo letzten Endes aber nur 2 Shows produziert wurden, endete die „Saturday Night’s Main Event“-Ära am 14. November 1992. Die WWE ließ am 18. März 2006 die Show zwar wieder auferstehen, konnte damit aber nicht einmal ansatzweise an die Erfolge aus dem vergangenen Jahrhundert anknüpfen.

Meinung zum Film:
„Saturday Night’s Main Event“ entstand 1985 auf Initiative des “Saturday Night Live”-Produzenten Dick Ebersol, der das Potential des Wrestling-Franchises schon früh erkannte und mit Vince McMahon einen Vertrag für die Produktion einer Samstagabend-Show abschloss. Nachdem WrestleMania am 31.03.1985 zum ersten Mal auf die Wrestlingfans losgelassen wurde, nahm „Saturday Night’s Main Event“ die dadurch geschürfte Euphorie auf und präsentierte der lechzenden Gemeinde das nächste Wrestling-Highlight. Das bei „Silver Vision“ erschienene 3-DVD-Set „The best of Saturday Night’s Main Event“ nimmt sich der Geschichte der Show an und zeigt sehr unterhaltsam einzelne Storylines und das ganze Drumherum, das SNME von anderen Wrestling-Shows unterschied. Im Vergleich zum heutigen Wrestling-Geschäft wird dabei schon sehr früh klar, dass in den späten 80ern und frühen 90ern die gesamte Show noch deutlich mehr auf Unterhaltung ausgelegt war, während heute mehr auf halsbrecherische Aktionen und Brutalitäten gesetzt wird. Anstatt mehrere Whipins in die Seile zu zeigen, springen die Athleten heute von halsbrecherischen Höhen, wo seinerzeit ein Schlag mit einem Klappstuhl für Aufsehen sorgte, fließt heute Blut.

Wo “Saturday Night’s Main Event“ etwas ganz besonderes war, war im Einsatz von bestimmten Themens. Das Kurioseste in dieser Hinsicht dürfte sicherlich der Oktoberfest-Abend sein, bei dem man Jim „The Anvil“ Neidhart beim Schuhplattlern sieht und sich die Athleten bei Weißwurscht und einem Maßbier prächtig amüsierten. Auch die Hochzeit von Landei Uncle Elmer, hat auch heute noch so einiges an Unterhaltungswert und macht mit deutlich, warum die Show von 1985-1992 erfolgreich lief und auch warum diese seit dem Neustart in 2006 nur eine unter vielen ist. Im letzten Jahrhundert wurde sehr viel Mühe dafür verwendet, der Show einen besonderen Flair zu geben. Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Abgesehen von der Tatsache, dass die drei Brands vereint in den Shows präsentiert werden, gibt es nichts, was sie ansonsten von den wöchentlichen Shows unterscheidet. Etwas besonderes war seinerzeit auch das Kommentatorenpaar bestehend aus Vince McMahon, der dort noch die Rolle des Face-Kommentators ausfüllen musste, und Jesse „The Body“ Ventura, der durch seine aufgedrehte und direkte Art so manches verbales Highlight vom Stapel lässt.

Was die Kämpfe selbst anbetrifft, so wird das athletische Ausmaß heutiger Kämpfe nicht mal im Ansatz erreicht. Oftmals gibt es längere Sequenzen, in denen nur aufeinander eingeprügelt wird oder der Gegner eine gefühlte Ewigkeit im Würgegriff hängt. Doch ausgeglichen wird dieses immer wieder durch legendäre Manager wie Million-Dollar-Man Ted DiBiase, Senastionel Sherry und natürlich Bobby „The Brain“ Heenan, die durch ihr Eingreifen für den richtigen Schub Adrenalin sorgen. Aber auch bei den Kämpfen gibt es natürlich einiges an interessanten Auftritten geboten. Im Kampf zwischen den „Rockers“ und der „Hart Foundation“, stehen sich Shawn Michaels und Bret „The Hitman“ Hart, beide noch relativ am Anfang ihrer Karrieren stehend, gegenüber. Bob Orton steigt in einem Boxkampf mit Mr. T in den Ring. Jake „The Sanke“ Roberts macht ordentlich Gebrauch von der Angst Andre „The Giants“ vor Schlangen. Und als Krönung gibt es dann auch noch den Beginn eines der beliebtesten Tag Teams seinerzeit, den „Mega Powers“ zu sehen. Angereichert werden die Bilder der Shows immer wieder durch aktuelle Aussagen über die „alten Recken“ und als Host ist niemand geringerer zu sehen, als der altehrwürdige Mean Gene Okerlund, dem Anchorman der WWE, der aktuell auch die Vintage-Shows im TV präsentiert. Wrestling-Freunde können also getrost zugreifen, denn wenn Okerlund vor der Kamera steht, kann im Grunde gar nichts mehr schief gehen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wird von den üblichen Kompressionsspuren begleitet, ist hinsichtlich des Einsatzes von Archivaufnahmen aber ansonsten sehr ansehnlich gelungen und dürfte Wrestling-Freunde problemlos zufrieden stellen. Als auswählbare Tonspur gibt es Englisch und Französisch. Auf deutsche Kommentatoren muss diesmal verzichtet werden. Auf Grund des Unterhaltungswertes des englischen Originalkommentars sollte dies aber keinerlei Verlust darstellen.

Die Extras des Sets sind gleichmäßig auf den 3 DVDs verteilt. Auf der ersten findet sich das aller erste Match, das beim "Saturday Night's Main Event" statt fand und bei dem Ricky Steamboat und der U.S. Express gegen den Iron Sheik, Nikolai Volkoff und George "The Animal" Steele antrafen. Des Weiteren gibt es hier noch das "Real American" Musikvideo zur Titelmusik des Hulksters und einen Bericht über den Junkyard Dog und seine Mutter. Auf der zweiten Disk gibt es neben einem Brother Love-Interview mit Hulk Hogan noch ein Match zwischen Dusty Rhodes und dem Big Boss Man, bei dem Sapphire debütierte. Abschließend folgen auf der letzten DVD noch ein Bericht über Alfred Hayes' und Gene Okerlunds auf Safari, ein Beitrag über den ersten Intercontinental Titelgewinn von Shawn Michaels und ein paar Eindrücke über Matt Hardys Boxkampf gegen Evander Holyfield.

Fazit:
„The Best of Saturday Night’s Main Event“ ist eine sehr unterhaltsame Zusammenstellung einer seinerzeit beliebten Veranstaltung, die nicht nur für Nostalgiker interessant sein dürfte. Es gibt zwar in Sachen Ringaction etwas weniger zu sehen als heutzutage, doch die Einlagen am Rande sorgen für ausreichend Entschädigung. Wrestling-Fans sollten hier unbedingt zugreifen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,33:1
1,33:1
466:52 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Französisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Französisch
Bonusmaterial:
  • The first ever Match on "Saturday Night's Main Event": Ricky Steamboat and U.S. Express vs. Iron Sheik, Nikolai Volkoff and George "The Animal" Steele  
  • "Real American" music video  
  • Junkyard Dog & his mother
  • Brother Love interviews Hulk Hogan
  • Sapphire's debut - Dusty Rhodes vs. Big Boss Man
  • Alfred Hayes & Gene Okerlund go on Safari
  • Shawn Michaels talks about winning his first Intercontinental Championship
  • Matt Hardy talks about boxing Evander Holdyfield
WWE - The best of "Saturday Night's Main Event" - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Best of Saturday Night's Main Event
Best of Saturday Night's Main Event

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein Blick zurück in die gute alte Zeit des Wrestlings, der nicht nur wegen des Nostalgie-Faktors überzeugt


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009
Regie:
-
Drehbuch:
-
Darsteller:
Gene Okerlund, Hulk Hogan, Bob Orton, Uncle Elmer, Roddy Piper, Paul Orndorff, Terry Funk, Mr. T., Jake Roberts, Ricky Steamboat, Randy Savage, Jim Neidhart, Bret Hart, British Bulldog, Honky Tonk Man, King Kong Bundy, Andre the Giant, Ted Dibiase, Harley Race, Jim Duggan, Ultimate Warrior, Brutus Beefcake, Ron Bass, Big Bossman, Shawn Michaels, Brother Love, Dusty Rhodes, Sapphire, Mr. Perfect, The Genius, Vince McMahon, Jesse Ventura, Tito Santana, Undertaker, Ric Flair, Sid Justice, The Mountie, Shane McMahon, Edge , John Cena

Label Deutschland :
SilverVision
Verkaufsstart Deutschland :
29.05.2009