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DVD-Besprechung - Django - Kreuze im blutigen Sand
Story:
Django (Ivan Rassimov) gewinnt beim Pokern 2 Säcke Gold, die ihm von einer Bande gleich wieder abgenommen werden. Die Rädelsführer dabei sind Don Pablo (Livio Lorenzon) und der „Tiger“ (Piero Lulli). Die beiden zerstreiten sich jedoch und um wieder an sein Gold zu kommen, das inzwischen allein der „Tiger“ hat, schließt sich Django der Bande von Don Pablo an. Nebenbei kümmert er sich noch um den kleinen Manuel (Giusva Fioravanti), der von seinen Dorfmitbewohnern gemieden wird, weil er angeblich die Pest hat.
Meinung zum Film:
„Django – Kreuze im blutigen Sand“ wurde 1967 von Edoardo Mulargia („Ein Fressen für Django“) inszeniert. Mulargia präsentiert dem Zuschauer einen harten Italowestern, der in der deutschen Fassung durch die Synchro von Rainer Brandt („Die 2“) durch einige lockere Sprüche aus dem Munde des Helden Django zusätzlich aufgewertet wird. Brandt hält sich hier aber zurück, so dass aus diesem ernsten Genrebeitrag kein künstlicher Klamauk wird. Das Drehbuch stammt von Fabio Piccioni, der im Westerngenre für Filme wie z.B. „Sartana – Bete um Deinen Tod“ und „Django – Ein Sarg voll Blut“ verantwortlich zeichnet.
Wie so oft, ist auch dieser Beitrag zumindest in der deutschen Fassung eine Mogelpackung, denn im Original gibt es weit und breit keinen „Django“ zu sehen, sondern nur einen „Cjamango“, wie der Held in Wahrheit heißt – zumindest klingen aber beide Namen ähnlich. Ansonsten gibt Hauptdarsteller Rassimov („Lebendig gefressen“) einen guten Django-Verschnitt ab und sieht Franco Nero in seiner Paraderolle durchaus ähnlich. Inhaltlich gibt es den klassischen und bewährten Handlungsrahmen, in der der Held 2 Banden gegeneinander ausspielt, um seinen eigenen Vorteil daraus zu ziehen, in diesem Fall handelt es sich um Gold, das Django ohnehin schon gehört. Außerdem kümmert er sich noch um den kleinen Manuel, der in seinem Heimatdorf gemieden und einmal sogar versuchsweise in der Wildnis ausgesetzt wird, weil seine Mitmenschen seine Verbrennungen als Pest missinterpretieren. Den unvermeidlichen weiblichen Part übernimmt Hélène Chanel („Die Stunde der harten Männer“) in der Rolle der Carla, die vergleichsweise groß ausgefallen ist.
Darstellerisch ist der Film ebenfalls ein Leckerbissen. Django, bzw. Cjamango wird von Ivan Rassimov dargestellt. Als Gangster geben sich Livio Lorenzon („Django der Rächer“) und Pierro Lulli („Töte Django“) die Klinke in die Hand, die ihre Schurkenrollen überzeugend böse spielen. Der kleine Manuel wird von Giusva Fioravanti („Shangos letzter Kampf“, ebenfalls von Edoardo Mulargia inszeniert) gespielt, der später ein faschistischer Terrorist wurde und nach seiner Ergreifung zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Insgesamt ist „Kreuze im blutigen Sand“ ein harter und sehr unterhaltsamer Italowestern, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Mit seinen nur etwas mehr als 80 Minuten Laufzeit konzentriert sich dieser Beitrag darüber hinaus auf das Wesentliche und weist keine Längen auf.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist leider alles andere als gut gelungen. Die Farben wirken zeitweise etwas blass und man muss beim Zuschauen mit Unschärfen leben. Die Bildqualität kommt insgesamt leider nie über die bekannte Grabbeltischware hinaus. Das gleiche gilt für den deutschen Ton, der sehr dumpf klingt. Leider konnte Koch Media für diesen Film kein besseres Master auftreiben, so dass man mit der gebotenen Qualität wohl oder übel leben muss.
Kernstück der Extras ist die Featurette „Ein Kreuz für Django“, in der Filmhistoriker Antonio Bruschini Hintergundinformationen zum Film zum Besten gibt. Den Abschluss auf der Disc bilden der deutsche und der englische Trailer, sowie eine Bildergalerie mit Aushangfotos. In den Klappen des Digipaks befinden sich außerdem auf 3 Seiten Hintergrundinformationen zum Film, die –natürlich- von Christian Kessler verfasst wurden, der unter dem Pseudonym „Cjamango“ in verschiedenen Internet-Filmforen ein gern gesehener Gast ist.
Fazit:
„Django – Kreuze im blutigen Sand“ ist ein sehr guter, unterhaltsamer und harter Italowestern, der durch seine gute Besetzung und nicht zuletzt durch die deutsche Synchronfassung von Rainer Brandt einen ordentlichen Eindruck hinterlässt. Schade, dass die Bild- und Tonqualität da nicht mithalten können, aufgrund der schlechten Ausgangsmaterial-Lage kann man hier aber ein Auge zudrücken.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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82:33 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Italienisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Feature "Ein Kreuz für Django"
- Trailer deutsch/englisch
- Bildergalerie
- Hintergrundinformationen als Klappentext
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Django - Kreuze im blutigen Sand
Cjamango
Cjamango ist nicht Django, klingt aber so ähnlich
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 1967 Regie: Edoardo Mulargia Drehbuch: Fabio Piccioni Darsteller: Ivan Rassimov, Mickey Hargitay, Hélène Chanel, Livio Lorenzon, Ignazio Spalla, Piero Lulli
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 03.06.2009
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