 |
DVD-Besprechung - Cyborg Soldier - Die finale Waffe
Story:
In einem geheimen Labor des amerikanischen Militärs finden unglaubliche Experimente statt. Menschen werden dort zu einer Mischung aus Mensch und Maschine umgebaut, um einen perfekten Soldaten zu schaffen, der seinen Gegnern mehr als überlegen ist. Das Projekt heißt I.S.A.A.C. und einer Tages flüchtet das Top-Modell (Rich Franklin), sehr zum Unwillen der Militärs. Eine Hetzjagd auf Leben und Tod beginnt.
Meinung zum Film:
Hochrangige Militärs scheinen, zumindest nach Auffassung der Filmemacher, immer daran interessiert zu sein, den gemeinen Soldaten zu einer schier unbesiegbaren Allzweckwaffe zu machen. „Cyborg Soldier“ nimmt diesen Faden auf und so werkeln Wissenschaftler an Menschen herum, um den perfekten Soldaten zu schaffen. Das Verfahren heißt I.S.A.A.C. und verwandelt den Menschen in ein selbst heilendes Wesen ohne Schmerzempfinden. Solange er nicht zu viele Treffer auf einmal bekommt, kann sich ein derart optimierter Organismus zügig selbst heilen und sogar Extremitäten nachwachsen lassen. Die Mediziner und Forscher haben einen verurteilten Mörder komplett modifiziert und hoffen auf einen großen Erfolg, damit der Rubel so richtig rollen kann, doch ihr Musterexemplar entwickelt einen eigenen Willen und macht sich aus dem Staub.
Der Film ist ein Actionstreifen aus dem B-Movie-Bereich. Als Hauptdarsteller wird Rich Franklin präsentiert, der zwar keine wirkliche Schauspielerfahrung hat, dafür aber kämpfen kann. Kein Wunder, ist er doch ehemaliger Mittelgewichtschampion des Ultimate Fighting und somit ein beinharter Knochen. Bei dem umstrittenen Wettkampf in Köln Mitte Juni war er ebenfalls mit von der Partie. Franklin agiert recht ordentlich, was aber auch an der Rolle an sich liegt, denn diese verlangt mehr körperliche Präsenz und nicht so viel Charakterdarstellung. Sein Spitzname ist übrigens „Ace“, denn er sieht dem Komiker Jim Carrey („Ace Ventura“) sehr ähnlich. Die übrigen Rollen zeichnen sich durch eine klassische Gut und Böse Konstellation aus. Die fiesen Typen halten sich vor niemandem zurück und nehmen auch Polizistenmord in Kauf. Die guten Leute sind dann entweder auf der Flucht oder im Vergleich zu den Bösewichten im Hintertreffen.
Die Filmsets sind nicht die schönsten und es wirkt fast ein wenig so, als hätte man genommen, was sich notgedrungen angeboten hat. Dadurch verstärkt sich natürlich der B-Movie-Eindruck, allerdings nicht unbedingt zum Nachteil. Es wirkt halt nur nicht edel. Die Actionsequenzen sind ordentlich und die Ballerelemente haben einen recht hohen Blutfaktor. Da diese Szenen recht konsequent und absolut humorlos umgesetzt wurden, ist die Freigabe nur für erwachsene Zuschauer vollkommen in Ordnung. Sie erinnern ein wenig an die kernigen B-Movies aus den 70er Jahren, in denen recht freizügig von den Feuerwaffen gebrauch gemacht wurde. „Cyborg Soldier“ begründet zwar nicht das Genre neu, ist aber ein akzeptabler Vertreter seiner Zunft, der für eine Spielfilmlänge für Kurzweil sorgen kann.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist überraschend gut und es ergibt sich eine sehr detailreiche Optik, bei der sogar die Fältchen der Darsteller erkennbar sind. Es ist sehr klar und ein Rauschen ist nicht erkennbar. Der Ton ergänzt das Bild passend und harmonisch, auch wenn der räumliche Klang nicht zu üppig bedient wird.
Das Making Of hat eine Laufzeit von rund einer Viertelstunde und wurde mit deutschen Untertiteln versehen. Es ist informativ und unterhaltsam. Hinzu kommen noch zwei Trailer und eine Bildergalerie.
Fazit:
„Cyborg Soldier“ bietet harte B-Movie-Action und kann Freunde des Genres durchaus flüssig unterhalten. Bild und Ton sind für eine Videoproduktion erstaunlich gut ausgefallen.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,78:1
|
84:48 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
|
Untertitel:
|
|
Deutsch |
|
Bonusmaterial:
|
- Making Of
- Trailer deutsch
- Trailer englisch
- Fotogalerie
|
|  |
Cyborg Soldier - Die finale Waffe
Cyborg Soldier
Deftige B-Action
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: John Stead Drehbuch: John Flock, Christopher Warre Smets Darsteller: Rich Franklin, Wendy Anderson, AaronAbrams, Jim Annan, Brian Frank
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 18.09.2009
|