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DVD-Besprechung - Zombie Killer - Sexy as Hell

Story:
 Dr. Sugita (Tarô Suwa) entwickelt ein Virus, durch das Verstorbene zu aggressiven Zombies mutieren. Epidemieartig breiten sich die Untoten aus und infizieren immer mehr hilflose Menschen. Einzig Aya (Eri Otoguro) verfügt als Erbin ihres Familienclans über mächtige Kräfte. Sie ist die Auserwählte, die gegen die Zombies antreten kann, um die Menschheit zu retten. Entschlossen zieht Aya zusammen mit ihren Freunden Katsuji (Tomohiro Waki) und Reiko (Manami Hashimoto) los, um Sugitas Wahnsinn zu stoppen.

Meinung zum Film:
 Durch die typische Zombie-Film-Story, Wissenschaftler forschen an Verstorbenen und erschaffen Zombies die sich rasch ausbreiten, wirkt "Zombie Killer" zunächst wie eindimensionaler Standard-Trash. Doch Regisseur Yôhei Fukuda fügt mit der schwertkämpfenden Heldin Aya (Eri Otoguro / "Kung Fu Girl") ein Martial Arts Element hinzu, woraus ein Mix aus "Kill Bill" und "Planet Terror" resultiert. Aus Rache sucht Aya zunächst nach Ihrer Schwester Saki (Chise Nakamura), die schuldig am Tod des gemeinsamen Vaters ist. Erst als sie Reiko (Manami Hashimoto) trifft, die berichtet, dass Saki und Dr. Sugita (Tarô Suwa / "Ring 2") gemeinsame Sache machen, ändern sich Ayas Ziele. Der Film verfolgt zwei Handlungsstränge und wird zum Genre-Mix: Kampfkunstamazone Aya will den Tod ihres Vaters vergelten, indem Sie ihre Schwester im Duell besiegt (Martial Arts) und zusammen mit ihren Mitstreitern die Zombie-Population auslöschen (Zombiefilm).

Leider ist der Film dann aber doch nicht so unterhaltsam, wie es die Story vermuten lässt. Die Gruppe um Aya kämpft sich von einer Zombieattacke zur nächsten, ohne dass große Handlungs- oder Charakterentwicklungen stattfinden. Natürlich soll Fun-Splatter in erster Linie unterhalten. Der bereits erwähnte "Planet Terror" präsentiert sich beispielsweise durch variierende Schauplätze, verrückte Nebencharaktere und diverse Action-Elemente deutlich abwechslungsreicher als "Zombie Killer". Deren Hauptakzente sind fast ausschließlich monotone Metzeleien, die allerdings sehr ansehnlich umgesetzt wurden. Gerade Ayas Schwertkampfkunst ist visuell beeindruckend inszeniert. Sie springt durch die Luft, verteilt blitzschnelle Hiebe, schlägt und tritt gezielt zu, so dass selbst die Aggro-Zombies kaum eine Chance gegen sie haben. Diese Stilelemente aus dem Martial-Arts-Kino bereichern den Film um einige erstaunliche Szenen.

Nach gut zwei Dritteln des Films gelangt das Trio ans Ziel, Dr. Sugitas Laborkomplex. Dort wird dem Zuschauer das absolute Highlight geboten: Der Zweikampf zwischen Aya und ihrer Schwester Saki, die durch ein Gemisch von Sugita ähnliche magische Kräfte einsetzten kann. Die ebenbürtigen Amazonen liefern sich eine spektakuläre Prügelei, bei der sie fast ausschließlich ihre besonderen Kräfte einsetzten. An dieser Stelle des Films wird zum ersten Mal deutlich, dass "Zombie Killer" auf dem Videospiel "ONECHANBARA - Bikini Samuraii Squad" basiert. Das visuelle Design der Kampfsequenzen sowie deren Inszenierung sind förmlich aus dem Spiel heraus kopiert. Dieser fast hyperreale körperliche Infight beschließt den optisch unterhaltsamen, inhaltlich doch eher eintönigen Pop-Trash-Film, wie "Zombie Killer" auf dem DVD-Klappentext kategorisiert wird.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist an einigen dunklen Stellen gerade am Filmbeginn schlecht zu erkennen, da das Schwarz sehr dominant ist. Der Ton ist ordentlich, gerade bei den Schwertkämpfen zischen und klirren die Klingen. Die Synchronisation ist an manchen Stellen etwas holprig und wirkt unmotiviert.

Die Extras sind für eine derartige Produktion sehr umfangreich. Die Featurette von den Filmpremiere und das Making of erreichen mit einer Laufzeit von ca. 45 Minuten eine gute Länge. Mehrere Teaser und Trailer füllen die Disc zusätzlich auf. Die DVD wird mit Wendecover, auf dem das FSK ab 18-Logo nicht erscheint, ausgeliefert.

Fazit:
 "Zombie Killer" ist ein unterhaltsamer Genre-Mix, der aber erst am Ende richtig sehenswert wird. Der fulminante Finalkampf zwischen den Schwestern ist gerade für Martial Arts Anhänger empfehlenswert und wertet den bis dahin recht eintönigen Film merklich auf. Dieses Werk wäre deutlich unterhaltsamer, hatte man in den ersten beiden Filmdritteln mehr storytechnische Variationen eingebaut als das Aneinanderreihen mehrerer Angriffe der Untoten.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
85:47 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Japanisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Featurette Filmpremiere in Japan (Japanisch ohne UT)
  • Japanischer Trailer mit dt. UT
  • Japanischer DVD Spot
  • Japanischer TV Spot
  • Japanischer Teaser
Zombie Killer - Sexy as Hell - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Zombie Killer - Sexy as Hell
Onêchanbara: The Movie

Bild unseres Mitarbeiters Marcus Offermanns
Spektakulär inszenierte Zombie-Prügelei, die erst nach zähem Beginn Fahrt aufnimmt


Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 2008
Regie:
Yôhei Fukuda
Drehbuch:
Yôhei Fukuda, Yasutoshi Murakawa
Darsteller:
Eri Otoguro, Chise Nakamura, Tomohiro Waki, Satoshi Hakuzen, Manami Hashimoto, Ai Hazuki, Hiroaki Kawatsure, Sari Kurauchi, Tomoya Nagai, Tarô Suwa, Tetsu Watanabe

Label Deutschland :
I-On New Media
Verkaufsstart Deutschland :
26.06.2009