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DVD-Besprechung - Henry 2 - Serienkiller Nr. 1
Story:
Der unerkannte Serienmörder Henry (Neil Giuntoli) ist wieder da und bekommt einen Job bei einem mobilen Toilettenverleiher. Er findet einen gemütlichen Unterschlupf und fristet sein Dasein, doch ein Nebenjob als professioneller Brandstifter bringt ihm gutes Geld ein. Doch Henry hat sich nicht verändert und ist selbst für neu gewonnene Freunde eine tödliche Bedrohung. Nur…sie wissen es noch nicht.
Meinung zum Film:
1986 sorgte „Henry – Portrait of a Serial Killer“ für Furore und Michael Rooker („The Replacement Killers“) gab ein eindringliches Hauptrollendebüt. Als psychopathischer Mörder ließ er den Zuschauer erahnen, was in ihm vorging und dies war etwas Monströses. 12 Jahre später folgte dann „Henry 2“ der zwar mit Neil Giuntoli („Waterworld“) einen optische ähnlichen Killer bietet, jedoch deutlich am Original vorbei geht. Der deutsche Titel der Fortsetzung lautet „Henry – Serienkiller Nr.1“. Im Prinzip handelt es sich um ein Remake mit einer etwas veränderten personellen Konstellation. Nicht mehr Otis und seine Schwester Becky sind es, sondern das Ehepaar Kai und Cricket und deren mental leicht angeschlagene Nichte Louisa. Mit letzterer fängt Henry eine leichte platonische Beziehung an, in deren Verlauf sich eine dramatische Entwicklung ergibt.
Der Nachfolger bietet somit nichts wirklich Neues. Die Darstellung des Henry ist nicht so intensiv gelungen, obwohl immer noch deutlich wird, dass er eine tickende Bombe ist, die selbst nicht ahnt, wann die Mordlust wieder zu einer Gewaltexplosion führt. Dies ist immerhin einer der Kernaspekte gewesen. Henry ist unberechenbar, aber er denkt nach und so müssen bei einer Brandstiftung zwei zufällig anwesende Streuner als potentielle Zeugen ihr Leben lassen. Dies ist auch die Szene, die eine deutliche Brücke zum ersten Teil schlägt, denn sie ist eine Parallele zu dem ersten Mord, den Otis begeht. Die dargestellten Morde sind hart, erbarmungslos und eiskalt. Ihre Inszenierung passt zu dem verworrenen Hauptcharakter und bei harmonieren auf eine bedrohliche Art und Weise.
Atmosphärisch springt leider der Funke nicht über, was sicherlich daran liegt, dass der erfahrene Zuschauer automatisch den Vergleich mit dem ersten Teil sucht. Bietet dieser eine unheimliche und realistische Szenerie, so liegt der Schwerpunkt des zweiten Teils gefühlsmäßig mehr auf dem Erzählkino. Der Zuschauer bekommt den Film präsentiert und kann sich nicht so in das Thema hineinfühlen und die Bedrohung durch Henry fürchten. Die Darsteller geben sich Mühe, doch es reicht nicht gegen die viel beachtete Vorlage anzukommen. Es ist ein Paradebeispiel für eine Fortsetzung, die nicht die an sie gestellten Anforderungen erfüllt. Nicht ganz schlecht, aber auch nicht gut.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild bietet kräftige Farben und zeigt kaum ein Bildrauschen. Der Kontrast hätte eine Spur besser ausfallen können, ist aber insgesamt betrachtet noch in Ordnung. Der Ton ist in Ordnung aber unauffällig, ebenso wie Henry in der Öffentlichkeit.
Der Film kann mit einem Audiokommentar von Produzent David Gregory und Regisseur Chuck Parello angesehen werden, leider ohne deutsche Untertitel. Selbiges gilt für die gut 29 Minuten an geschnittenen und verpatzten Szenen, die sich so nicht vollends dem Zuschauer eröffnen. Hinzu kommen noch zwei Trailer zum Hauptfilm.
Fazit:
„Henry – Serienkiller Nr.1“ ist ein lauwarmer Aufguss des ersten Teils und kann dem Original nicht das Wasser reichen. Der Fehler liegt in der nicht vorhandenen Fortsetzung der Handlung und da hätte es etliche Spielarten gegeben. Zu nah befindet sich die Szenerie am überragenden Erstling. Bild und Ton sind in Ordnung, den Extras fehlt die Lokalisierung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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81:19 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar
- Featurette
- Entfallene Szenen und Pannen
- Trailer
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Henry 2 - Serienkiller Nr. 1
Henry: Portrait of a Serial Killer 2 – Mask of Sanity
Ein Remake mit deutlichen Schwächen
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1998 Regie: Chuck Parello Drehbuch: Chuck Parello Darsteller: Neil Giuntoli, Rich Komenich, Kate Walsh, Carri Levinson, Daniel Allar
Label :
Epix
Verkaufsstart : 24.07.2009
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