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DVD-Besprechung - South Park - Staffel 11
Story:
Die vier Jugendlichen Stan Marsh, Kyle Brofslovski, Eric Cartman und Kenny McCormick fristen weiterhin ihre Jugend in dem beschaulichen US-Bergkaff South Park. Trotz ihres kindlichen Alters müssen sie sich aber ständig mit "erwachsenen", gesellschaftlichen Problemen und Phänomenen eines veränderten, liberaleren Zeitgeistes auseinandersetzen. In der 11. Staffel rettet Cartman Hillary Clinton vor vermeintlich arabischen Terroristen, Stan entdeckt das wahre Geheimnis des christlichen Osterfestes, Mrs. Garrison mutiert zur standhaften Kampflesbe, Stans Vater, Randy, produziert einen Kothaufen für das Guiness Buch der Rekorde und Kyle wird von seinen weiblichen Mitschülerinnen zum hässlichsten Jungen der Schule gewählt, was heftige Depressionen bei ihm auslöst.
Meinung zum Film:
Paramount drückt bei der Veröffentlichung der verbliebenen "South Park"-Staffeln weiter aufs Tempo. Nach der Veröffentlichung von Staffel 10 der Serie im April 2009 und dem nachgeschobenen Director's Cut von "Imaginationland" im Juni 2009, folgt nun im Juli bereits die vorliegende Veröffentlichung der 11. Staffel von "South Park", erneut als deutsche DVD-Premiere. Die 11. Staffel umfasst vierzehn Folgen mit einer Laufzeit von jeweils rund 23 Minuten und wurde in den USA vom 7. März bis zum 14. November des Jahres 2007 ausgestrahlt. In Deutschland feierte diese Staffel ab Februar 2008 auf dem Musiksender MTV ihre Fernsehpremiere. Der deutsche Ableger von "Comedy Central" hat in der Zwischenzeit bereits die Erstausstrahlung der 12. Staffel vollendet, bis zur Deutschlandpremiere der momentan aktuellen, 13. Staffel wird es allerdings noch etwas dauern, da von dieser erst sieben Folgen in den USA ausgestrahlt wurden. Die vorliegende Staffel enthält auch die ursprüngliche, dreiteilige Serienfassung des bereits erwähnten, leicht aufgebohrten DC von "Imaginationland". Die genauen Unterschiede der beiden Fassungen finden Interessierte unter folgendem Link.
Nachdem sich mit der 9. Staffel eine gewisse Stagnation der Serie einstellte, zeigte bereits die 10. Staffel wieder einen deutlichen Aufwärtstrend und beinhaltete mit der "WoW"-Verarschung "Make Love, Not Warcraft" sogar eine der besten Episoden überhaupt. Mit der 11. Staffel wird dieser erfreuliche Trend weiter fortgesetzt. In gewisser Weise heißt es hier aber auch trotzdem "Back to the roots", denn Kenny wird tatsächlich mal wieder versehentlich getötet, auch wenn er sonst weiterhin eher Staffage darstellt. Außerdem bestätigt Jesus seinen Ruf als "Auferstehungsexperte" schlechthin und zelebriert ein ziemlich blutiges Comeback. Ein wichtiger Bestandteil dieser Staffel sind eine immense Zahl von Film- und TV-Parodien. Die Folge "Hillary 2.4" spielt beispielsweise komplett im "24-Stil", ein herunterlaufender Zähler, viele Splitscreen-Aufnahmen und natürlich überall Terroristen und Geheimdienstler. Hinsichtlich der Identität der Terroristen gibt es allerdings am Ende eine große Überraschung. Die Episode "Der Osterhasen-Code" verballhornt Ron Howards "The Da Vinci Code" und hat als Stargast auch Joseph "Wir sind Papst" Ratzinger, alias Benedikt XVI., mit an Bord, dessen Thron aber nach typisch verquerer "South Park"-Logik eigentlich einem heiligen Hasen zustehen müsste. In der Folge "Die Nacht der Lebenden Obdachlosen" wird South Park von eben jenen titelgebenden Obdachlosen überrannt, die sich allerdings nicht von Menschenfleisch, sondern von Kleingeld ernähren. Natürlich verschanzt man sich stilecht im, bzw. auf dem Einkaufszentrum, George A. Romeros "Dawn of the Dead" lässt schön grüßen!
Die Themenwahl dieser Staffel ist aber sehr breit gefächert. In der blutrünstigen Öko-Parabel "Laustrophobie" kämpft die Kopflaus Travis gegen die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und die Vernichtung der eigenen Population durch Shampoo. Ein Highlight ist sicherlich auch die Episode "Ein Bisschen Tourette", in der Cartman als Tourette-Syndrom-Simulant endlich eine Möglichkeit gefunden zu haben glaubt, seine Hasspredigten gegen Juden ungestraft verbreiten zu dürfen. Das ganze geht aber für den "Jungen mit den schweren Knochen" fatal nach hinten los, denn irgendwann kontrolliert seine gefakte Krankheit ihn und er beginnt fortwährend Peinlichkeiten über sich selbst zu verbreiten. Ausgerechnet Kyle ist es aber vorbehalten, ihn versehentlich zu retten, was mit einem Massenselbstmord von Pädophilen einhergeht. In "Das Große Geschäft" hat auch Stans Vater Randy endlich entdeckt, dass Großes in ihm steckt, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nach dreiwöchiger Verstopfung setzt Randy einen rekordverdächtigen Haufen in die Schüssel und muss sich fortan mit dem dadurch übertrumpften U2-Sänger Bono auseinandersetzen, der jedoch ohne die ständige Überhäufung mit Auszeichnungen nicht mehr leben kann.
Digitale Aufarbeitung:
Technisch ist auch bei dieser Veröffentlichung aus der Reihe wieder alles beim alten. Die "South Park"-Box zur 11. Staffel von Paramount bietet wie gehabt eine überzeugende Bildqualität. Die Bildschärfe ist erneut gut ausgefallen und die Farben wirken kräftig-bunt. Auch das Blockrauschen im Hintergrund ist kaum wahrnehmbar. Weiterhin bieten beide Tonspuren zu jeder Zeit eine einwandfreie Verständlichkeit.
Die 11. Staffel wird wie gewohnt als ansprechend illustriertes Digipak im schrillbunten Schuber ausgeliefert. Etwas störend wirkt lediglich der große FSK-Flatschen auf der Front des Schubers, der auch schon bei der Veröffentlichung von "Season 10" präsent war. Der Bonusbereich besteht leider erneut nur aus den knappen, einleitenden Audiokommentaren von Trey Parker und Matt Stone zu jeder Episode.
Fazit:
Die 11. Staffel von "South Park" folgt, wie auch schon die 10. Staffel, einem deutlichen Aufwärtstrend und macht die schwächere 9. Staffel vergessen. Die Serie ist dabei immer dicht am Zeitgeist, persifliert Blockbuster, demaskiert Prominente und schert sich letztendlich einen feuchten Kehricht um Political Correctness, ohne dabei in niveaulose Gefilde abzutauchen. Gerade Cartman hat in dieser Staffel wieder einige starke Auftritte, Fans freuen sich aber auch über Comeback-Auftritte von Jesus, Mrs. Garrison sowie darüber, dass Kenny endlich wieder sterben "darf". Technisch ist die Box erneut überzeugend und stellt somit einen klaren Pflichtkauf für Fans der Serie dar.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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14 Folgen à ca. 23 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Dänisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch |
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Bonusmaterial:
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- Kurzer Episodenkommentar von Trey Parker und Matt Stone zu jeder Folge
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South Park - Staffel 11
South Park - Season 11
"South Park" ist böser und despektierlicher denn je, weshalb die 11. Staffel für Fans einen Pflichtkauf darstellt!
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Trey Parker Drehbuch: Trey Parker, Matt Stone
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 09.07.2009
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