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DVD-Besprechung - Freitag, der 13.
Story:
Whitney Miller (Amanda Righetti) ist zusammen mit ein paar Freundin auf einem Wochenendtrip nahe dem berüchtigten Camp Crystal Lake. Als sie nach ein paar Wochen noch immer nicht zurück ist, macht sich ihr Bruder Clay (Jared Padalecki) auf die Suche nach ihr, ohne dabei jedoch viel Erfolg zu haben. Anstatt auf seine Schwester trifft er auf eine Gruppe Jugendlicher, die das Wochenende in einem Haus am Crystal Lake verbringen wollen. Doch schon bald machen die ersten ihre Bekanntschaft mit Jason Voorhees (Derek Mears), für den die Ausflügler nichts anderes als Eindringlinge in sein Revier darstellen.
Meinung zum Film:
Mit „Freitag, der 13.“ brachte der deutsche Regisseur Marcus Nispel nach „The Texas Chainsaw Massacre“ das nächste Remake eines Horror-Klassikers auf die Leinwand und verhalf so nach Leatherface auch Jason Voorhees zu einem Facelifting. Bei der Umsetzung beschränkten sich das Autorenteam, bestehend aus Damian Shannon („Freddy vs. Jason“), Mark Swift („Freddy vs. Jason“) und Mark Wheaton („The Messengers“) allerdings nicht auf den ersten Film, sondern nahm wichtige Ereignisse aus den ersten drei Filmen und garnierte das ganze zusätzlich noch mit Anspielungen auf weitere Teile. Eine Beschränkung auf den ersten Teil wäre dabei sicherlich ohnehin alles andere als im Interesse des Publikums gewesen, da Überkiller Jason hier nicht mehr als eine klitzekleine Nebenrolle hatte. Teil 1 und 2 werden vom Remake gleich in den ersten Minuten in den wesentlichen Dingen abgehandelt. Jason läuft dabei zunächst noch mit einem Kartoffelsack über dem Schädel durch die Gegend, bevor er im weiteren Verlauf die für ihn zum Sinnbild gewordene Hockeymaske aufsetzt. In den klassischen Filmen hatte er die Maske auch erst im dritten Teil angelegt, den kompletten zweiten Teil versteckte er sein Antlitz ebenfalls unter einem Sack.
Regisseur Marcus Nispel hatte sich im Vorfeld viele Gedanken darüber gemacht, wie er die Wünsche und Erwartungen der Fans am ehesten erfüllen konnte. Die dabei entstandene Formel scheint merklich einfach: Teenager + Camp Crystal Lake + Jason & Gore-Effekte = Freitag, der 13. Zu Beginn mögen sich bei dem ein oder andere Sorgen breit, da sich ledig 5 Jugendliche auf dem Ausflug befinden, die sicherlich nicht über die volle Laufzeit für hinreichend Kanonenfutter für den Maskenmann sorgen können. Da diese aber bereits nach rund 20 Minuten aufgebraucht sind und ein weiterer Wagen mit neuem, frischen Material angeliefert wird, ist die Welt für den Horrorfan mit einem Schlag wieder mehr als nur in Ordnung. Auch wenn das Wort Material im Zusammenhang mit Menschen in einem Film hart oder gar zynisch klingen sollte – viel mehr stellen die Protagonisten im Film kaum dar. Bei den meisten ist recht schnell klar, dass ihre einzige Funktion für den Film, die des möglichst kreativen Ablebens ist. Vorher gibt es natürlich noch Sex, Drogen und Alkohol in rauen Mengen, denn es war schon seit jeher so, dass wer diesen Dingen ausschweifend frönt, ein eindeutiger Kandidat für die Abschussliste von Jason ist. Somit dürfte aber auch schnell klar sein, dass ein näheres Hinterfragen der Geschehnisse in Verbindung mit einem „Freitag, der 13.“-Film nicht funktionieren kann. Entweder erfreut man sich als Zuschauer an dem schnellen Horror für den Moment, oder verteufelt das Ganze von der ersten bis zur letzten Minute.
Neben den zahlreichen Verknüpfungen zu den Originalteilen gibt es auch einige Neuerungen zu sehen. Vor allem Jason wurde ein wenig mehr aktives Handeln beigebracht. War er in den alten Filmen noch eine reine Killermaschine, die alles zu töten schien, was irgendwo in seine Quere kam, verhält er sich nun wie ein wildes Tier mit Revierverhalten. Tauchte Jason vormals scheinbar immer aus dem Nichts auf, hat er nun das alte Crystal-Lake-Camp als sein Territorium erklärt, in dem er jeden Eindringling gnadenlos jagt und erlegt. Dies nimmt dem einst düsteren Erscheinen Jasons sicherlich ein wenig an Kraft, schadet der Spannung aber nicht sonderlich, da es auch so zahlreiche Angriffe der hünenhaften Gestalt auf die vermeintlichen Eindringlinge gibt, was hinreichend für das alte „Freitag, der 13.“-Gefühl sorgt. Was allerdings schmerzhaft vermisst wird, ist das unverwechselbare musikalische Thema von Komponist Harry Manfredini, das es bis auf zwei kurze Andeutungen nicht in den Film geschafft hat. Doch davon abgesehen, gibt es von der schier unbezwingbaren Killermaschine Jason, über dumpfbackige Teenagerklischees bis hin zur platten, nicht mal ansatzweise logiksicheren Story all das geboten, was die ersten „Freitag, der 13.“-Filme ausmachte. Freunde der alten Slasher-Filmen sollten von daher ihren Ausflug zum Camp Crystal Lake buchen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck. Vor allem die kräftigen, aber keinesfalls unnatürlich Farben und die gesunde Schärfe fallen positiv ins Auge. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 bietet einige gute Schockeffekte, die allerdings im Vergleich zur Sprache ein wenig zu stark ausgesteuert sind, wodurch es entweder etwas schwieriger ist, den Gesprächen zu folgen, oder aber teils übertrieben laute Schockeffekte hinzunehmen sind.
Die Extras bilden sich aus drei Beiträgen. In der ersten von insgesamt zwei Dokumentation beschäftigt man sich über rund 11 Minuten mit der Wiedergeburt von Jason, was die Figur ausmacht und wie man sie im Remake präsentieren wollte. Darin enthalten ist unter anderem auch eine alternative Szene, wie Jason an seine Hockeymaske kommt. Weiter geht es mit weiteren 11 Doku-Minuten, die sich mit dem zentralen Element der "Freitag, der 13."-Filmreihe befasst - den Effekten. Allerdings hat diese nur wenig wirklich interessantes aufzubieten und besteht zu einem großen Teil darin, dass jeder einmal sagen darf, wie unheimlich und blutig die Filme sind. Abschließend gibt es noch rund 8 Minuten nicht verwendeter, bzw. erweiterter Szenen, die neben einer etwas längeren Version der bereits im ersten Special gezeigten Maskenszene kaum nennenswertes zu bieten hat. Insgesamt fällt das Bonusmaterial somit sicherlich etwas enttäuschend aus.
Fazit:
Die „Freitag, der 13.“-Filme haben noch nie in Verdacht gestanden, sich sonderlich viel Zeit beim Erzählen einer Geschichte zu geben. Im Vordergrund stand, zumindest ab dem 2. Teil, Jason Voorhees und sein Vorgehen beim Dezimieren der Teenager-Bevölkerung Amerikas. Genau dies bietet auch das Remake, das Freunden der alten Filme sicherlich unterhaltsame rund 1,5 Stunden präsentieren dürfte.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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93:12 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Die Wiedergeburt von Jason Voorhees
- Hinten Hacken / vorne Schlitzen
- Alternative Szenenwahl
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Freitag, der 13.
Friday, the 13th
Jason is back - mit noch mehr Opfern, aber genauso wenig Story
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Marcus Nispel Drehbuch: Damian Shannon, Mark Swift, Mark Wheaton (basierend auf Characteren von Victor Miller) Darsteller: Jared Padalecki, Danielle Panabaker, Amanda Righetti, Derek Mears, Arlen Escarpeta, Travis Van Winkle, Aaron Yoo, Jonathan Sadowski, Julianna Guill, Ben Feldman, Ryan Hansen, Willa Ford, Nick Mennell, America Olivo, Kyle Davis, Richard Burgi
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 30.07.2009
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