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Das TodesspielEine ganz heiße NummerDas Haus der Geheimnisse

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DVD-Besprechung - Gespensterjäger GmbH

Story:
Kurz nachdem Familie Lopez in einem alten Mietshaus in Barcelona eingezogen ist, geschehen die seltsamsten Dinge: Möbelstücke setzen sich von selbst in Bewegung, elektrische Geräte aktivieren sich wie von Geisterhand und die neuen Nachbarn verhalten sich mehr als merkwürdig. Als die 10-jährige Sara (Elisa Drabben) zudem geisterhafte Erscheinungen im Haus bemerkt, ist der Fall klar: Es spukt im alten Gemäuer! Nur Ihre Freunde Madhi (Azzdine Benaji) und John (Jasper Harris) glauben ihr und begeben sich mit der eigens entwickelten Geister-Zerstörungsmaschine, dem "Totenwacker" auf Gespensterjagd.

Meinung zum Film:
 Es könnte doch alles so schön sein: Endlich ziehen Sara, ihre Schwester und ihre Eltern in eine schöne neue Wohnung in einem alten Mietshaus irgendwo in Barcelona. Doch nicht nur die Wohnung hat so ihre Macken - beispielsweise gibt es tagelang kein warmes Wasser -, sondern auch mit dem Haus insgesamt scheint etwas nicht zu stimmen. Am Tag ihrer Ankunft sieht Sara nämlich, wie die Hausbesitzerin Salgado (Geraldine Chaplin) von einem Auto angefahren wird. Und als sie dann wie tot auf der Straße liegt, passiert etwas noch Unheimlicheres: Aus dem Keller dringt ein grünes Leuchten und fährt direkt in die ältere Dame hinein. Doch das ist noch nicht alles: Kurz darauf fängt Sara an, in dem Haus Gespenster zu sehen - die Geister verstorbener Mieter. Was hat es damit auf sich? Und warum kann sie sonst niemand sehen? Verliert sie den Verstand? Doch zum Glück gibt es noch ihren besten Freund Mahdi von nebenan und den seltsamen John, der plötzlich wie aus dem Nichts bei ihnen auftaucht. Gemeinsam ergründen die drei das Geheimnis des Spuks und machen sich auf Gespensterjagd.

"Gespensterjäger GmbH" hat gleich mehrere Probleme. Zum einen wären da die minimalistischen schauspielerischen Leistungen. Geraldine Chaplin gibt zwar eine herrliche Gegenspielerin ab, aber das war es dann auch schon. Das Spiel der anderen Darsteller beschränkt sich größtenteils auf vorgelesen wirkende Dialoge und nicht vorhandenes Mienenspiel. Zudem sind die Figuren so übertrieben klischeehaft angelegt, dass es fast schon schmerzt: Sara ist natürlich das unschuldige kleine Mädchen mit total verpeilten Eltern und einer nervigen älteren Schwester im Teenager-Alter. Na gut, das wäre noch auszuhalten, aber die restlichen Grundvoraussetzungen lassen den Zuschauer einfach nur mit fragendem Blick zurück. Warum hat das Mädchen beispielsweise bereits am Tag seiner Ankunft in dem neuen Haus einen superguten besten Freund aus der Nachbarschaft? Sich vorher erst mal kennenzulernen, wäre doch schon irgendwo logisch gewesen ...

Noch schlimmer ist da lediglich "Profi-Geisterjäger" John Knole. Wieso, um alles in der Welt, läuft ein Zehnjähriger in einem komischen Sherlock-Holmes-Outfit herum, hat eigene Visitenkarten und lebt allein in einem riesigen Büro voller Bücher, seltsamer Apparaturen und mit einem Telefon aus dem vorvorletzten Jahrhundert? Wer denkt sich nur solche Figuren aus? Ein bisschen Realismus hat selbst einer Fantasy-Geschichte noch nie geschadet - und das, was hier geboten wird, ist einfach lachhaft absurd. Da überrascht es auch kaum noch, dass der Film für die eigentliche Zielgruppe (Kinder im Grundschulalter) völlig ungeeignet ist und wegen der für junge Zuschauer doch teilweise extrem gruseligen und angsteinflößenden Darstellungen eine FSK-12-Freigabe erhalten hat. Somit wird "Gespensterjäger GmbH" in Deutschland wohl kaum eine nennenswerte Zahl an Fans finden, denn wer älter als 12 ist, wird schon nach kurzer Zeit genervt abschalten, weil das Gebotene einfach zu übertrieben lächerlich und albern ist.

Digitale Aufarbeitung:
Der Transfer von "Gespensterjäger GmbH" ist befriedigend. Zwar kann die Schärfe einigermaßen gefallen, doch ist das Bild insgesamt zu extrem dunkel und kontrastarm. Gelegentlich sind Verschmutzungen zu erkennen, ansonsten wirkt der Transfer größtenteils relativ klar. Rauschen fällt nicht zu stark auf und die Kompression verhält sich unauffällig. Als Tonspur gibt es lediglich die deutsche Synchronisation in Dolby Digital 5.1. Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich, allerdings bleibt alles leider sehr frontlastig. Gerade in den unheimlichen Szenen hätte man hier gern auch die Rears einbeziehen dürfen.

Als Bonusmaterial gibt es lediglich den Trailer zum Film. Ein Wendecover ohne FSK-Logo auf der Front ist nicht vorhanden.

Fazit:
"Gespensterjäger GmbH" ist ein Film, der wohl kaum Zuschauer finden wird. Für die eigentliche Zielgruppe zu gruselig, für alle älteren Zuschauer zu albern und dumm, dürfte der sowohl schlecht geschriebene als auch schlecht inszenierte Streifen hierzulande weitestgehend ungesehen bleiben. Auch die technische Qualität der DVD sowie die nicht vorhandenen Extras hauen einen nicht vom Hocker.


Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,85:1
1,85:1
85:54 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine Untertitel vorhanden.
Bonusmaterial:
  • Trailer
Gespensterjäger GmbH - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Gespensterjäger GmbH
Los Totenwackers

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Alberner Kinderfilm, der für die Zielgruppe viel zu unheimlich ist


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Spanien / Großbritannien, 2007
Regie:
Ibón Cormenzana
Drehbuch:
David Muñoz, Antonio Trashorras
Darsteller:
Elisa Drabben, Jasper Harris, Azzdine Benaji, Geraldine Chaplin, Natalia Sánchez

Label Deutschland :
3L
Verkaufsstart Deutschland :
23.07.2009