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DVD-Besprechung - WWE - Macho Madness: The Ultimate Randy Savage Collection
Story:
Randall Mario Poffo wurde am 15.11.1952 in Columbus, Ohio als Sohn des recht beliebten Wrestlers Angelo Poffo, der seinen Sohn später für das Wrestlinggeschäft trainierte, geboren. In kleineren Divisions begann Poffo 1973 unter dem Namen „The Spider Friend“ zu kämpfen, bei seinem Wechsel zur damals aufstrebenden WWE nahm er den Namen Randy „Macho Man“ Savage an, der später für eine zeitlang in Randy „Macho King“ Savage geändert wurde. 2000 endete Savages Wrestling-Vertrag mit der WCW und damit auch seine Karriere, sieht man einmal von einem kurzen Intermezzo bei TNA-Wrestling ab.
Meinung zum Film:
Mit dem 3-DVD-Set „Macho Madness: The Ultimate Randy Savage Collection“ bietet die WWE den Fans endlich die Möglichkeit, einen Blick auf eine der glitzerndsten Karrieren aller Zeiten zu werfen und dabei einige herausragende Kämpfe zu sehen. Randy „Macho Man“ Savage war sicherlich eine der schillerndsten Figuren, die in den Anfangszeiten der WWE im Ring standen. Zusammen mit „Nature Boy“ Ric Flair verkörperte er den Glamour des Wrestlinggeschäfts wie kaum ein Dritter. Doch während Flair wie ein versnobter Sonnyboy in Erscheinung trat, spielte Savage den ausgeflippten Hippie, der mit wilden Haaren, verrückten Sonnenbrillen und bunten Farben für Abwechslung im Ring sorgte. Schon alleine sein Einzug in den Ring, zu den erhabenen Klängen von „Pomp and Circumstance“ von Sir Edward Elgar war eine Show der Extraklasse und eine Präsentation der Kontraste. Zum Klang, der ein Sinnbild für elitäre Fakultäten ist, kam er als zappelnder Freak zum Ring, der es wir kaum ein Zweiter liebte, mit ausgebreiteten Armen und wilden Zuckungen in den Fingern an den Fans entlang zu schreiten. Legendär waren auch seine Interviews, in denen er wild mit den Fingern gestikulierte, während er mit tiefer, heiserer und kräftiger Stimme wilde Statements zum Besten gab und dabei seinen Trademark „Oh yeah!“ verlauten ließ.
In den ersten Tagen in der WWE wurde Savage noch zum großen Heel aufgebaut, der es sehr gut verstand, die Gemüter der Fans aufzuheizen. Doch dies änderte sich recht schnell und der Macho Man wurde zum großen Liebling der Fans. Ziemlich früh zu Beginn seiner Karriere holte er seine Ehefrau Elizabeth Ann Hulette als Managerin mit ins Boot und sorgte dabei für den großen Kontrast. Beim Einzug sah das Gespann aus wie eine Präsentation von „The Lady and the Tramp“, und was für eine Lady Miss Elisabeth war! Sorgen Valets und Managerinnen heutzutage dadurch für Aufsehen, dass sie möglichst knapp bekleidet ihre oftmals nachgebesserten Reize präsentieren, verkörperte Elizabeth die elegante „First Lady of Wrestling“. Zurückhaltend und voller Würde kam sie wie eine Ehrendame zum Ring, als würde sie sich gleich mit Krystle Carrington auf einen Kaffeeplausch treffen. Randy Savage traf während dieser Zeit auf die größten Wrestler und als er zusammen mit Hulk Hogan die „Mega Powers“ gründete, waren die damals wohl beliebtesten Kämpfer, aber auch die größten Egos in einem Team vereint. Und wie nicht anders zu erwarten stieg die Spannung zwischen den beiden unterschiedlichen Charakteren und das Tag Team zerbrach am Ende über Miss Elizabeth. Auch im wahren Leben zerbrach die Ehe zwischen Randall Poffo und Elizabeth Hulette. Hulette heiratete später das „Total package“ Lex Luger, verstarb aber schon kurze Zeit danach im Alter von nur 42 Jahren unter unglücklichen Umständen mit einem erhöhtem Blutalkoholspiegel. Die Stelle als Managerin von Elizabeth nahm später Sensationell Sherry ein, die zwar ähnlich durchgeknallt wie der Macho Man war und dadurch bestens zu ihm passte, aber trotzdem nie auch nur ansatzweise an die Klasse von Miss Elyzabeth heranreichen konnte.
Die Kämpfe, die auf den 3 DVDs gezeigt werden bieten eine sehr gute Auswahl. Natürlich ist es bei einer langjährigen Karriere wie der von Randy Save kaum möglich, jedes wichtig erscheinende Aufeinandertreffen zu präsentieren. Von daher wird es immer wieder Kämpfe geben, die der ein oder andere schmerzlich vermissen wird. Was allerdings nicht gut gelungen ist bei diesem DVD-Set ist das fehlende Eingehen auf Hintergründe und informelle Statements. Als Zuschauer sieht man so zum Beispiel zwar die überraschende Präsentation von Miss Elizabeth als Managerin, aber das ganze Drumherum wird eher schlecht als recht gezeigt und erst mit dem Bonusmaterial ein klein wenig vertieft. Auch fehlt es dem Set eindeutig an realen Hintergründen. Wo beim „Nature Boy Rick Flair“ einige Stimmen von Weggefährten und Flair selbst zu hören waren, bleibt es bei Randy Savage in dieser Hinsicht ruhig. So bleibt unter anderem die Verbindung von Savage und Huelette im wahren Leben ebenso im Dunkeln, wie auch die Gründe für den späteren Wechseln von Savage zur WCW. Die Einführungen zu den einzelnen Matches werden vom Ex-Wrestler und aktuellen RAW-Kommentator Matt Striker und von WWE-Diva Maria (Kanellis) moderiert, was allerdings mächtig in die Hose ging. Konnte Gene Okerlund noch jüngst beim „The Best of Saturday’s Night Main Event“-DVD-Set glänzen, wirken die Kommentatoren hier nur peinlich gezwungen auf lustig getrimmt und dadurch wenig authentisch. Alleine auf die Kämpfe und die Ringfigur Randy Savage begrenzt gesehen, ist dieses 3er-DVD-Set beste Unterhaltungsost für Freunde von Wrestling-Action. Das ganze Drumherum wurde allerdings leider recht stiefmütterlich behandelt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist in der gewohnten WWE-Qualität gelungen. Es ist weiterhin generell im guten Durchschnitt für Produktionen mit Archivaufnahmen einzuordnen, leidet aber weiterhin unter den üblichen Kompressionsartefakten. Es gibt die Möglichkeit, entweder dem englischen Originalkommentar oder den deutschen Sprechern zuzuhören. Allerdings wurden die deutschen Kommentare frisch eingesprochen, weswegen es ihnen an nostalgischem Flair fehlt. Verständlich sind beide Varianten gut.
Die Extras wurden auf die 3 Disks verteilt. Auf der ersten Disk findet sich das „Match made in Heaven“, bei dem vom Heiratsantrag bis zur Trauungszeremonie beim SummerSlam die Hochzeit von Randy Savage und Miss Elisabeth gezeigt wird. Auf der 2. DVD gibt es noch einmal den Ausschnitt zu sehen, in dem sich der Macho Man für Miss Elisabeth entscheidet und zahlreichen namhaften Managern einen netten Korb gibt. Anschließend gibt es noch die Krönung des Macho Mans aus einer Superstar-Show, inkl. einer Rede von „The Genius“, dem Bruder von Randall Poffo. Abschließend folgen auf Disc 3 noch 17 Interviews mit dem Macho Man, die, wie nicht anders zu erwarten, einen großen Unterhaltungswert haben.
Fazit:
Wären bei „Macho Madness: The Ultimate Randy Savage Collection“ die Hintergründe zum Menschen Randall Mario Poffo ein wenig mehr im Fokus und wäre die Anmoderationen der Kämpfe weniger platt und gestellt, das Set wäre sicherlich ein echter Hit. So ist es zwar immer noch deutlich über dem Durchschnitt, aber mit eindeutiger Luft nach oben. Wrestling-Fans sollten trotzdem unbedingt zugreifen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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472:29 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Ein Match, das im Himmel festgesetzt wurde: Die Hochzeit von Randy "Macho Man" Savage und Elizabeth
- Elizabeths Debüt
- Die Krönung des Macho King
- 17 Interviews mit dem Macho Man
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WWE - Macho Madness: The Ultimate Randy Savage Collection
WWE - Macho Madness: The Ultimate Randy Savage Collection
Eine der schillerndsten Figuren der WWE-Geschichte im Kampf-Portrait
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: "Macho Man" Randy Savage, Rick McGraw, Ricky "The Dragon" Steamboat, Hulk Hogan, Tito Santana, Bruno Sammartino, Honky Tonk Man, "Million Dollar Man" Ted Dibiase, Andre The Giant, Senstional Sherri, Dusty Rhodes, Saphhire, Ultimate Warrior, Jake "The Snake" Roberts, Ric Flair, Shawn Michaels, Bret "Hitman" Hart, Yokuzuna, Diamond Dallas Page, Kevin Nash, Sting, Sid Vicious, Matt Striker, Maria Kanellis
Label :
SilverVision
Verkaufsstart : 19.06.2009
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