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DVD-Besprechung - Living Hell

Story:
Als die US-Army eine alte Militärbasis schließen will, reist Zivilist Frank Sears (Johnathon Schaech) an und berichtet von einem gefährlichen Experiment, welches seine Mutter Elenore (Darlene Kegan) vor Jahren auf dieser Basis durchgeführt hat. Damals wurde das Projekt nach einer Katastrophe aufgegeben und bis heute geheimgehalten. Wissenschaftlerin Carrie Freeborn (Erica Leerhsen) geht Franks Erzählungen auf den Grund und entdeckt ein versiegeltes Gefäß, welches nach der Öffnung einen wuchernden Organismus freisetzt, der sich rasend schnell ausbreitet und bald zur tödlichen Bedrohung wird.

Meinung zum Film:
"Living Hell" präsentiert sich in klassischer B-Film-Manier: Im Kindesalter erfährt Frank Sears (Johnathon Schaech / "Prom Night") durch seine Mutter von ihren gefährlichen Versuchen als Wissenschaftlerin des Militärs. Mittlerweile erwachsen, entschließt sich Frank den mysteriösen Experimenten nachzugehen. Auf der Basis angekommen, will ihm niemand glauben, bis auf sein Drängen Forscherin Carrie Freeborn (Erica Leerhsen / "Wrong Turn 2: Dead End) in die Kellertiefen des Stützpunktes hinabsteigt und dort einen verborgenen Raum findet, in dem ein verschlossenes Gefäß versteckt liegt. Darin entdeckt sie eine verweste Menschenleiche aus der ein sonderlich algenartiges Lebewesen wächst. Carrie erkennt die Bedrohung, die von den tödlichen, rasch wuchernden Tentakeln ausgeht, zu spät. Sie kann nicht mehr verhindern, dass sich der Organismus, dem herkömmliche Waffen natürlich nicht schaden können, seinen Weg nach außen bahnt, die Basis zerstört und das nahe gelegene Städtchen bedroht.  

"Living Hell" präsentiert also das in vergleichbaren Horrorfilmen immer wiederkehrende Thema der (künstlich) mutierten Monster oder die durch unvorsichtige Wissenschaftler erschaffene Gefahr durch Pflanzen, Menschen, Tiere, Viren oder Bakterien. Zumeist von der Kritik verschrieen, unterhalten Filme diesen Genres im Rahmen ihrer Möglichkeiten seit jeher aber exzellent und erfreuen sich einer stetig wachsenden Fangemeinde. In die Reihe dieser Genrefilme kann sich "Living Hell" getrost und zurecht einreihen. Allerdings gehört dieser Tentakel-Horror nicht zu den Höhepunkten des Genres, dazu ist die Story insgesamt gesehen zu dünn und der Mutanten-Organismus nicht furchtsam genug. Im Verlauf des Films entdeckt Carrie einen Weg, das Ungetüm mit Franks Hilfe unschädlich zu machen – und das ist auch schon des Rätsels Lösung. Der Handlungsbogen ist also recht eingeschränkt und es passiert einfach nicht viel mehr als das simple Schema hergibt: Katastrophe passiert, irgendwer kommt, der das Gegenmittel hat und gegen das Ungetüm zu Felde zieht.  

Auf Inhaltsebene also nur bedingt gelungen, ist diese DVD-Premiere in einigen Szenen durchaus überzeugend. Vor allem atmosphärisch ist "Living Hell" in einigen Situationen sehr packend. Der enge, gefährlich dunkle Kellertrakt wird durch die gekonnte Inszenierung förmlich spürbar. Die klebrigen Tentakeln des Organismus schwingen sich geräuschvoll um die Personen, so dass man beim bloßen Zusehen nach Luft ringt. Ekel und Unbehagen rufen vor allem die aus der Vogelperspektive aufgenommenen Totalen hervor, welche die gesamte Ausbreitung des Ungetüms zeigen. Und auch das Ende hat es in sich: Carrie und Frank müssen alleine ins Innere der zugewucherten Basis zurückkehren und sich durch einen Tentakel-Dschungel quälen.

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist zum größten Teil sehr ordentlich, aber an einigen Stellen recht körnig geraten. Allzu viel mindert dies den Filmgenuss aber nicht, da auch in den dunklen Nachtsequenzen alle Details gut erkennbar bleiben. Auf der Disc sind Dolby Digital 5.1-Tonspuren auf Deutsch und Englisch vorhanden. Allerdings fehlt jegliche Untertitelung.

Die magere Ausstattung bei den Extras, die nur den Originaltrailer auf Deutsch und Englisch sowie eine Bildergalerie enthalten, mindert den Gesamteindruck dieser DVD. Es gibt kein Wendecover somit muss mit dem blauen FSK-16 Logo vorlieb genommen werden.

Fazit:
"Living Hell" bietet im Rahmen einer typischen B-Produktion viel Spaß und Unterhaltung. Die Effekte sind überwiegend gelungen und lassen den Zuschauer das ein oder andere mal vor Ekel zusammen zucken. Für Fans des Genres eine solide Produktion, die jedoch in ihren engen Grenzen bleibt und daher nicht aus der Masse gleichartiger Produktionen herausstreicht.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,40:1
2,40:1
88:07 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Originaltrailer auf deutsch und englisch
  • Bildergalerie
Living Hell - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Living Hell
Living Hell

Bild unseres Mitarbeiters Marcus Offermanns
Trashiger B-Film-Horror über einen schleimigen Tentakel-Organismus


Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Richard Jefferies
Drehbuch:
Richard Jefferies
Darsteller:
Johnathon Schaech, Erica Leerhsen, James McDaniel, Jason Wiles, Diego Joaquin Lopez, Charissa Allen

Label Deutschland :
3L
Verkaufsstart Deutschland :
20.08.2009