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Kino-Besprechung - Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten

Story:
Paris, während der "Belle Epoque" Ende des 19. Jahrhunderts. Die alternde, aber schöne Edelkurtisane Léa de Lonval (Michelle Pfeiffer) beginnt eine intensive Affäre mit dem viel jüngeren Chéri (Rupert Friend), dem Sohn einer Kollegin (Kathy Bates). Die Beziehung hält ganze sechs Jahre an, in denen sich Chéri von der pensionierten Kurtisane verwöhnen lässt. Als der junge Mann sich dann jedoch plötzlich dem Vorschlag seiner Mutter beugt, eine jüngere Frau zu heiraten, trifft dies Léa sehr hart.

Meinung zum Film:
"Chéri" ist bereits die vierte Verfilmung des beliebten gleichnamigen Roman-Klassikers von Colette aus dem Jahr 1920, wobei jedoch keiner der früheren Filme besonderen Erfolg hatte. Dies könnte diesmal anders aussehen, denn Stephen Frears ("Gefährliche Liebschaften") Film ist exzellent besetzt und ziemlich gut gemacht, wenn auch vielleicht kein Meilenstein des Genres. Der Stil der Epoche wird sehr gut eingefangen, die Thematik wurde jedoch in anderen Filmen schon ebenso gut oder besser umgesetzt.

Wunderschön sind die Kameraführung, die Sets und Dekors, die Kostüme und auch die Schauspieler selber. Wer Kostümfilme wie die Jane-Austen-Verfilmungen oder Frears eigenen "Gefährliche Liebschaften" mochte, wird sicher viel Spaß an „Chéri“ haben. Aber gerade im Vergleich zu letztgenanntem Klassiker schneidet Stephen Frears neueste Regiearbeit nicht allzu gut ab. Nach den sehr gelungenen Filmen "Die Queen" und "Lady Henderson präsentiert" liefert der Regisseur zwar einmal mehr in vielen Bereichen solide Arbeit ab, schafft es aber nicht, den Film insgesamt zu etwas besonderem zu machen.

Die Schauspieler sind allesamt ziemlich gut, auch wenn sich Michelle Pfeiffer ("Stardust") und Kathy Bates ("Titanic") in der Originalfassung mit dem britischen Akzent etwas schwer tun. Aber eigentlich macht es ohnehin nicht viel Sinn, dass sie Englisch sprechen, denn sie sollen ja Franzosen sein. Abgesehen davon reicht ihr Spiel bei keiner der beiden Star-Schauspielerinnen an ihre Bestleistungen heran, ist aber doch unterhaltsam. Der junge Rupert Friend ("Stolz und Vorurteil") ist hingegen auf jeden Fall eine echte Entdeckung und spielt den ziellosen Schönling Chéri in mehreren Altersstufen sehr überzeugend.

Fazit:
"Chéri" ist eine beschwingte und elegante Komödie für Kostümfilm-Fans, die jedoch wohl niemanden besonders beeindrucken wird, der mit dem Genre oder der Epoche nichts anfangen kann.

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Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten
Chéri

Bild unseres Mitarbeiters Adrian vom Baur
Eine beschwingte Komödie für Kostümfilm-Liebhaber


Autor der Besprechung:
Adrian vom Baur

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK / Frankreich / Deutschland, 2009
Regie:
Stephen Frears
Drehbuch:
Christopher Hampton
Darsteller:
Michelle Pfeiffer, Kathy Bates, Rupert Friend, Felicity Jones, Frances Tomelty

Verleiher:
Prokino
Kinostart Deutschland :
27.08.2009