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DVD-Besprechung - Albino Farm
Story:
Vier Studenten sollen eine Studienarbeit fertig stellen, in der es um die Gechichte des Landes geht. Unter anderem sollen sie darauf eingehen, was die jeweiligen Landstriche ausmacht und ob es prägende Ereignisse in deren Historie gab. Dummerweise kennen sie nicht das Geheimnis des Ozark-Gebirges und werden schnell neugierig, was es mit der Gegend auf sich hat. Doch die Einwohner einer nahe gelegenen kleinen Stadt mauern bei jeder Nachfrage und so steigert sich die Neugier, bis sie ein paar Typen finden, die sie zur sogenannten „Albino Farm“ bringen. Zu spät erkennen sie das Geheimnis und stehen einer grausigen Übermacht gegenüber.
Meinung zum Film:
Mit „Albino Farm“ bekommt der Zuschauer ein weiteres Produkt aus der Reihe Backwood-Terror geboten und somit ein weiteres Derivat eines in den letzten Jahren recht strapazierten Genres. Der Film bietet, soviel vorab, nichts Neues. Es darf ein mittelgroßes „Aber“ eingeworfen werden, denn das was geboten wird, ist durchweg ordentlich inszeniert und verfügt über einen adäquaten Spannungsaufbau. Verschiedene Örtlichkeiten bieten abwechslungsreiche Szenarien und die Inzestfiguren toben nicht von Beginn an durch das Bild und morden die kleine studentische Reisegruppe. Das wurde auf später verschoben. Stattdessen gibt es nette Landschaftsaufnahmen und eine kleine verträumte Stadt in Missouri mit einer ländlichen Ausstrahlung, ohne dörflerisch zu wirken.
Erst später kommt das unheimliche Areal mit seinen verkrüppelten Bewohnern ins Spiel. Die Art und Weise ist allerdings ein wenig merkwürdig und wirkt konstruiert. Da nuschelt ein ungepflegter Tankwart und Werkstattbesitzer etwas von einer gefährlichen, örtlichen Legende vor sich her und niemand fragt, worum es geht. Stattdessen will das Quartett wissen, wo sie sich befindet. Etwas merkwürdig ist auch der Filmtitel, denn mit der Krankheit des Albinismus hat dies nichts zu tun. Statt eines Defekts in der Pigmentierung, welche zu hellblonden, fast weißen Haaren und der ungewöhnlich blassen Haut führt, wird der Zuschauer mit durch Inzucht degenerierten Kannibalen konfrontiert. Die Maskenbildner haben ganze Arbeit geleistet und mit viel Fantasie Kreaturen entworfen, denen man so nicht begegnen möchte.
Seitens der Schauspieler haben die Produzenten auf etwas Erfahrung gesetzt und so haben die Akteure bereits in Fernsehserien und kleineren Filmprojekten agiert. Sicherlich ist bei einem solchen Film nicht das Charakterfach gefragt, aber ein wenig Können macht die Sache dann schon viel glaubhafter. Das Ergebnis passt sich dem durchaus ordentlichen Gesamteindruck an und der Zuschauer bekommt einen guten Genre-Aufguss geboten. Die blutigen Spezialeffekte sind gut gelungen und der Ausschluss von Kindern und Jugendlichen ist gerechtfertigt. Zudem wird die Härte nicht über Gebühr beansprucht, wodurch sich dieses Element nicht zu stark verbraucht. Das Ende mag vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein, doch letztlich ist es logisch.
Digitale Aufarbeitung:
Die Farben des Bildes sind satt, aber nicht überfrachtet. In dunkleren Filmabschnitten bleibt alles erkennbar und nichts entgeht dem Auge des Betrachters. Allerdings ist in genau diesen Szenen ein leichtes Rauschen erkennbar, welches auch bleibt. Der Ton ist gut und kann auch im Surroundbereich die Boxen beschäftigen.
Extras sind nicht vorhanden.
Fazit:
Mit dem Griff nach „Albino Farm“ macht man keinen echten Fehlgriff, denn es wird eine solide Inszenierung geboten, die recht abwechslungsreich ist. Echte Innovation ist zwar nicht vorhanden, doch Plot und Schauspieler sorgen für Kurzweil. Bild und Ton sind in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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85:11 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Albino Farm
Albino Farm
Urbane Legenden sollte der Besucher meiden
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Joe Anderson, Sean McEwen Drehbuch: Joe Anderson, Sean McEwen Darsteller: Tammin Sursok, Chris Jericho, Richard Christy, Duane Whitaker, Sunkrish Bala
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 24.07.2009
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