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DVD-Besprechung - Das Muttersöhnchen
Story:
Noah Cooper (Dax Shepard) hat gerade seinen Job als Psychiater verloren. Als er glaubt, dass der Tag eigentlich nicht schlimmer werden kann, steht seine Mutter (Diane Keaton) vor der Haustür. Und es kommt noch besser: Die herrische Lady schaut nicht nur auf einen kurzen Spontanbesuch vorbei, sondern zieht gleich samt ihren fünf Hunden bei ihm ein. Noah muss also nicht nur mit dem Stress umgehen, einen neuen Job zu finden, sondern auch mit einer neuen Dauermieterin, die seine Nerven gewaltig strapaziert. Ganz zu schweigen von seiner Ehefrau (Liv Tyler), die sich nichts mehr wünscht als ein Baby - und zwar sofort!
Meinung zum Film:
Ja, mit "Das Muttersöhnchen" gibt es schon wieder mal eine neue romantische Komödie. Und ja, schon wieder mal fällt diese nicht unbedingt in die Kategorie "realistisch", sondern greift lieber auf das mittlerweile total ausgelutschte und bereits in hundert verschiedenen Varianten gesehene Thema "total nervige/überdrehte Schwiegermutter/Mutter" zurück. In diesem Film hat es nun Diane Keaton ("Der Stadtneurotiker") erwischt, die in den sauren Apfel beißen und ihre zweifellos vorhandenen schauspielerischen Fähigkeiten einer albernen, belanglosen Storyline opfern muss. Nun ja, man kann eben nicht immer mit Woody Allen oder Francis Ford Coppola drehen ... und selbst Oscar-Preisträger Ben Kingsley spielt ja bekanntlich neuerdings immer öfter in Filmen zweifelhafter Qualität mit ...
Die Story von "Das Muttersöhnchen" lässt sich schnell zusammenfassen. Noah ist Therapeut in einem Fitnessstudio und wird direkt zu Beginn des Films gefeuert, da er sich weigert, seinen Patienten die von seinem Chef geforderten überhöhten Kosten in Rechnung zu stellen. Natürlich ist das aber für eine zünftige überdrehte Romance-Comedy noch nicht genug - und so wartet daheim nicht nur plötzlich Myron (Mike White), der supernerdige Cousin seiner Frau, auf ihn, der mit einer "genialen" Drehbuchidee beim in der Stadt stattfindenden Autorenkongress punkten will. Nein, sein Frauchen (Liv Tyler) selbst hat auch noch ganz überraschend einen ganz dringenden Kinderwunsch ... und zu allem Überfluss zieht zudem kurzerhand seine Mutter (Diane Keaton) bei ihm ein, da sie ihren Mann der Untreue verdächtigt. Im Gepäck hat sie, wie könnte es anders sein, sämtliche ihrer fünf Hunde - und so kommt es aufgrund der menschlichen und tierischen Figurenkonstellationen zu allerlei genretypischen (und völlig innovationslosen) Irrungen und Wirrungen.
Wäre der ganze Film nicht derart hoffnungslos überzeichnet, dass es den Zuschauer irgendwann einfach nur noch nervt, ließe sich der Story durchaus irgendwo noch ein bisschen Charme abgewinnen, zumal schließlich auch einige namhafte Stars mitspielen. Doch weder Liv Tyler (die hier - freiwillig oder unfreiwillig? - mit furchtbarem Heidi-Klum-Gedächtnispony zu sehen ist) noch Diane Keaton schaffen es, den Film aus dem Belanglosen herauszureißen, zumal die Charakterzeichnungen, die das Drehbuch vorgegeben hat, dazu auch keinerlei Spielraum lassen. Kein Wunder also, dass es "Das Muttersöhnchen" (der im Vorspann, warum auch immer, als "Super-Mom Returns" bezeichnet wird, obwohl der Originaltitel "Smother" ist) weder bei uns noch in den USA ins Kino geschafft hat, sondern als Direct-to-DVD-Premiere veröffentlicht wurde. Hardcore-Fans der mitspielenden Darsteller werden sicher einen Kauf in Erwägung ziehen - wer allerdings lediglich eine nette romantische Komödie sehen will, ist mit so gut wie jedem beliebigen anderen Genrevertreter besser bedient.
Digitale Aufarbeitung:
Aus technischer Sicht leistet sich die DVD von Koch keine großen Schwächen. Der Transfer wirkt klar und sauber, analoge Defekte oder Verschmutzungen lassen sich nicht ausmachen. Die Schärfe liegt im befriedigenden bis guten Bereich, auch wenn die Detailzeichnung etwas besser sein könnte. Die Farben wirken leicht blass, aber natürlich. Das Bild weist einen beständigen Rauschschleier auf, der aber nicht allzu störend in Erscheinung tritt. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1 vor. Beide Spuren bieten gute Dialogverständlichkeit, bleiben allerdings genrebedingt extrem frontlastig.
Als Bonusmaterial gibt es einen mehr oder weniger interessanten Audiokommentar des Regisseurs, den Trailer zum Film sowie ein so genanntes "Making of", das sich allerdings in Wahrheit als siebeneinhalbminütiger Zusammenschnitt von Interviews mit Cast und Crew herausstellt. Nichts Spektakuläres also von der Extras-Front. Zumindest verfügt die DVD aber über ein Wendecover ohne Riesen-FSK-Logo.
Fazit:
"Das Muttersöhnchen" fällt in die Kategorie "Filme, die die Welt nicht braucht". Die Story ist albern, belanglos und viel zu überzogen, die Grundidee hat man auch schon tausend Mal irgendwo gesehen. Da helfen leider auch Diane Keaton und Liv Tyler nicht mehr weiter ... Zumindest technisch gibt es bei der DVD wenig zu beanstanden, auch wenn die Extras etwas mager sind.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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88:49 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar des Regisseurs
- Behind the Scenes
- Trailer
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Das Muttersöhnchen
Smother
Belanglos alberne Komödie mit vergeudetem (Darsteller-)Potenzial
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Vince Di Meglio
Drehbuch: Vince Di Meglio, Tim Rasmussen Darsteller: Diane Keaton, Dax Shepard, Liv Tyler, Mike White, Ken Howard
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 21.08.2009
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