 |
DVD-Besprechung - Shark in Venice
Story:
Venedig gilt als die Stadt der Liebenden und ist geschichtlich als Machtzentrale der Medici bekannt. Die Stadt der 1000 Kanäle lebt mit dem Wasser, auch wenn es regelmäßig Überschwemmungen gibt. Gegen das Wasser können sich die Bewohner wehren, doch nicht gegen das was in ihm lauert. Als drei Taucher getötet werden deuten alle Anzeichen auf einen Haiangriff. Der Sohn eines Getöteten ist der Archäologe David Franks (Stephen Baldwin) und er macht sich auf die Suche nach dem Hai und einem Schatz aus dem Mittelalter.
Meinung zum Film:
Wenn Filmemacher nur Geld machen wollen, dann ist ihnen jede noch so krude Idee recht und im Fall von „Shark in Venice“ haben sie einen Film geschaffen, mit dem der Zuschauer an der Nase herum geführt wird. Das fängt schon einmal mit dem Wasser in der Lagunenstadt an. Wenn die Venezianer so ein klares Wasser hätten, dann würden sie dem Herrgott täglich Dankesgottesdienste feiern. Statt einer bräunlichen Plörre schwimmen die Taucher durch sauberes Wasser mit einer tollen Sicht. Der nächste Witz ist der Funkverkehr zu Beginn des Films zwischen den Tauchern in den Kanälen und der als Zentrale dienenden Yacht. Die Taucher haben nämlich ganz normale Atemgeräte, mit denen sie lediglich atmen können. Würden sie damit anfangen zu parlieren, wäre der Ertrinkungstod vorprogrammiert.
Wenigstens würden sie dann nicht von den weißen Haien gefuttert, die dann der Gipfel der Einfallslosigkeit sind. Die Total-Aufnahmen der Fische sind simpel und scheinen aus einer Hai-Dokumentation zu stammen, jedenfalls wirken sie nicht so wie die Aufnahmen mit der ansonsten eingesetzten Unterwasserkamera. Auch die Angriffe sind alles andere als spannungsgeladen, denn es wird ein Wust an unübersichtlichen Bilder angeboten, der von einer Blutwolke gekrönt wird. Auch der Rest der Geschichte ist fade, denn die Story ist nur ein fader Aufguss von bereits bekannten Rahmenhandlungen. Der blasse Stephen Baldwin („Die üblichen Verdächtigen“) wirft einen eher schmalen Schatten in diesem schlechten Filmwerk.
Es ist immer wieder ein Ärgernis, dass solche Filme gedreht werden und dafür auch Geld ausgegeben wird. Viel dürfte es nicht gewesen sein, denn die trostlosen Szenerien wirken belanglos. Kombiniert mit der drögen Geschichte, der dargestellten schauspielerischen Unlust und den Filmfehlern gehört dieser Film zu der großen Menge an Filmen, die die Welt nicht braucht. Nicht einmal das Genre des Trash kann sich dieses Films erbarmen. Trashfilmer gehen wenigstens mit Herzblut an die Sache heran und schaffen gewollt ihre Werke. Hier gibt es zwar Filmblut zu sehen, aber keinen wirklichen Willen etwas Unterhaltsames zu schaffen.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist als durchschnittlich anzusehen. Der Kontrast ist in Ordnung, doch die Farben wirken stellenweise bei Innenaufnahmen etwas künstlich. Das Bild zeigt weiterhin ein durchgehendes Rauschen. Der Ton ist eher unauffällig und hat keine Höhepunkte im Hinblick auf den Raumklang.
Als Extra gibt es den Originaltrailer.
Fazit:
„Shark in Venice“ klingt nicht nur abenteuerlich schlecht, der Film ist auch so. Es gibt nicht ein Argument sich diesen Streifen anzusehen, es sei denn man möchte davon lernen wie es nicht gemacht wird. Bild und Ton sind akzeptabel, aber weniger als man aus einer DVD herausholen kann.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,78:1
|
84:15 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
|
Untertitel:
|
|
Keine |
|
Bonusmaterial:
|
|
|
|  |
Shark in Venice
Shark in Venice
Der Film kloppt dem Hai die Zähne aus dem Maul
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Danny Lerner Drehbuch: Danny Lerner, Les Weldon Darsteller: Stephen Baldwin, Vanessa Johansson, Hilda van der Meulen, Giacomo Gonnella, Rolando Casenas
Label :
3L
Verkaufsstart : 30.09.2009
|