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DVD-Besprechung - Californication - Staffel 1
Story:
Bestsellerautor Hank Moody (David Duchovny) lebt seit der Trennung von seiner Frau Karen (Natascha McElhone) nur noch in den Tag hinein und wechselt die Frauen häufiger als seine Unterwäsche. Lediglich gegenüber seiner Tochter Becca (Madeleine Martin) wahrt er noch einen gewissen Anstand, bei Karens zukünftigen Ehemann Bill Lewis (Damian Young) lässt er jedoch keine Chance aus, um ihn mit freundlichen Worten zu beleidigen. Das Pikante an der Sache ist, dass Hank sich schon mit Bills 16-jähriger Tochter Mia (Madeline Zima) in den Laken gewühlt hat, ohne dabei jedoch zu wissen, wie alt sie ist.
Meinung zum Film:
„Californication“ war ein wichtiger Baustein im Portfolio von David Duchovny, der für viele trotz des längst erfolgten Endes von „Akte X“ noch immer den „Fox Mulder“-Stempel trug. Er teilte damit das Schicksal von manch anderem Kollegen, der mit einer großen Rolle in einer erfolgreichen TV-Serie auf ewig auf diese Beteiligung begrenzt zu sein schien. Der Schritt Duchovnys, die Hauptrolle in „Californication“ zu übernehmen war sicherlich mutig, doch letzten Endes hat es sich gelohnt, da er mit der Rolle des Hank Moodys nachhaltig das Fox-Mulder-Stigmata besiegte. Hank Moodys ist das genaue Gegenteil des introvertierten, stets auf den nächsten Schritt bedachten FBI-Agenten. Er lebt in den Tag hinein, macht sich keine Gedanken über das Morgen und was Zurückhaltung und Schüchternheit betrifft, so muss er beides wohl erst einmal im Lexikon nachschlagen, um deren Bedeutung zu begreifen. Die einzige Ablenkung in einer für höchst depressiven Welt sind die flüchtigen Bekanntschaften mit immer neuen Frauen, die so gut wie immer im Bett enden. Dabei lernt er, und natürlich auch der Zuschauer, so manch interessante Verhaltensweise des weiblichen Geschlechts kennen.
Wer von besonders zarter Natur ist und bei Wörtern wie Muschi oder Blowjob gleich rot anläuft, sollte sich von vornherein im Klaren darüber sein, dass er wahrscheinlich die ganze Zeit über wie eine knallrote Tomate vor dem Bildschirm sitzen wird. Besonders in der ersten Episode geht es höchst derbe zur Sache. Neben reichlich nackter Tatsachen gibt es auch Verbalerotik (fast) nonstop geboten. Allerdings verkommt die Inszenierung dabei nie zu einer plumpen, billigen Zotenreißerei, sondern behält sich stets einen großen Wert an Sympathie. Zu Beginn wird Hand Moody zwar als treuloser, verantwortungsloser und heruntergekommener Weiberheld skizziert. Doch in den weiteren Folgen wird seine harte Schale immer weiter durchbrochen und immer mehr die liebenswerte Seite Moodys heraus gekehrt. Verzichten muss man als Zuschauer aber auch später nicht auf seine direkten Worte und seine teils durchaus verletzenden Scherze, die einen großen Teil des Unterhaltungswertes ausmachen.
Und auch wenn es zu Beginn für nicht möglich gehalten wird, bekommt die Serie mit der Zeit auch immer mehr ihre ernsten und rührseligen Momente, in denen Moody den Tränen Nahe ist. Es wird schnell klar, dass er die Trennung von Karen nie überwinden konnte. Er weiß genau, dass er das Beste, das ihm im Leben widerfahren ist, leichtsinnig durch seine unreife Art verspielt hat. Die ganzen Frauengeschichten sind für ihn nur eine Ablenkung, seine ganze Liebe gilt weiterhin einzig und alleine Karen. Seine ganzen Sprüche und direkten verbalen Angriffe sind nicht mehr als ein Schutzwall, um nicht noch weiter verletzt zu werden. Mit penetranter Art kämpft er um seine große Liebe und Bills Fehler ist es, ihn wegen seines unreifen Verhaltens nicht ernst zu nehmen. Hank kann seinen Rivalen wegen dessen nüchternen Auftretens aber ebenfalls nicht ernst nehmen und macht sich vielmehr Sorgen darum, dass Bill von seiner Nacht mit dessen Tochter erfahren könnte. Moody hatte es zwar sofort bereut, mit der 16-jährigen geschlafen zu haben, nur erfuhr er erst weit nach der körperlichen Aktivität von ihrem richtigen Alter und wer ihr Vater ist. Und nun spielt Früchtchen Mia die Sex-Karte immer wieder aus, wenn sie Hank um eine Gefälligkeit bitten will. Wenn man „Californication“ etwas vorwerfen kann, dann nur, dass die knapp 25 Minuten pro Folgen viel zu schnell vorbei sind. Ansonsten hat das männliche Gegenstück zu „Sex and the City“ all das zu bieten, was unverklemmten Zeitgenossen beste Unterhaltung bieten kann.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist auf einem guten TV-Standard, fällt zu keiner Minute negativ ins Auge und weiß zu überzeugen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 steht dem guten Bild kein bisschen nach und liefert ebenso durchgehend gute Werte, findet aber meist nur in der Front statt.
Als Extra sind auf der 2. DVD ein paar Interviews mit den Darstellern enthalten.
Fazit:
„Californication“ ist das männliche Gegenstück zum weiblich geprägten „Sex and the City“. Vieles ist hier sicherlich direkter ausgesprochen, aber im Grunde handelt es sich dabei nur um die maskuline Sichtweise von Carrie & Co. Wer nicht allzu verklemmt ist und über sexuelle Themen lachen kann, sollte unbedingt mal einen Blick riskieren.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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12 Episode à ca. 27 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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Californication - Staffel 1
Californication - Season 1
Hank Moody ist das gelungene männliche Gegenstück zu Carrie Bradshaw
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: David Von Ancken, Bart Freundlich, Scott Winant, John Dahl, Stephen Hopkins, Ken Whittingham, Drehbuch: Tom Kapinos, Gina Fattore, Daisy Gardner, Eric Weinberg Darsteller: David Duchovny, Natascha McElhone, Madeleine Martin, Evan Handler, Madeline Zima, Damian Young, Pamela Adlon, Amy Price-Francis
Label :
Paramount Home Entertainment
Verleihstart : 10.09.2009 Verkaufsstart : 10.09.2009
Vertrieb :
Rainbow Home Entertainment AG Verleihstart : 10.09.2009 Verkaufsstart : 10.09.2009
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