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DVD-Besprechung - C'est la vie

Story:
Marie-Jeanne (Zabou Breitman) und Robert (Jacques Gamblin) haben drei Kinder: Albert (Pio Marmaï), Raphaël (Marc-André Grondin) und Fleur (Déborah François). Eine ganz normale Familie, aber auch fünf unterschiedliche Menschen an jeweils anderen Wendepunkten ihres Lebens. Mit Albert, Fleur und Raphaël verliebt man sich und wird erwachsen, mit Marie-Jeanne und Robert durchlebt man die Höhen und Tiefen als Ehepaar und Eltern. Entscheidende Tage, nach denen nichts mehr so ist, wie es einmal war.

Meinung zum Film:
"C'est la vie - So sind wir, so ist das Leben" ist ein Episodenfilm, der exemplarisch fünf Tage im Leben der Familie Duval zwischen den Jahren 1988 und 2000 zeigt. Alles beginnt damit, dass im Jahr 1988 Albert, der älteste Sohn von Taxifahrer Robert und Hausfrau Marie-Jeanne, von daheim auszieht. Klar, seine eigenen vier Wände sind nur eine winzige Wohnung im Obergeschoss des Hauses des Großvaters, aber immerhin ist er dadurch unabhängig. Und wo es zunächst noch den Anschein hat, dass Albert der Rebell der Familie sei, stellt sich bald heraus, dass er in Wirklichkeit der Vernünftigste der Duvals ist. Er studiert erfolgreich Medizin, wird Arzt und heiratet. Sein Bruder Raphaël ist da schon etwas weniger energisch bei der Sache. Zwar studiert auch er, doch weiß er, wenn man ihn fragt, nicht mal, wie sein Studienfach überhaupt heißt, und wird dadurch zum Gespött des Opas. Der sieht in ihm nämlich einen ähnlichen "Versager" heranwachsen wie in seinem taxifahrenden Vater.

Umso größer ist natürlich die Überraschung, als im Laufe der Zeit ausgerechnet "Loser" Raphaël ein Näschen für gute Weine entwickelt und dadurch zum Liebling des Winzer-Großvaters wird, der ihn in die Welt des Weinbaus einführt. Unterdessen wächst seine Schwester Fleur, die der Auszug von Albert damals sehr mitgenommen hatte, zu einem rebellischen Teenager heran, der gern laute Musik hört und zerrissene Jeans trägt. Eines Tages wird sie sogar von der Mutter beim Joint-Rauchen erwischt. Natürlich wird das Gras von der Erziehungsberechtigten gleich konfisziert, allerdings nur, um es dann selbst zu rauchen. Denn Mutter Marie-Jeanne steckt mitten in einer Midlife-Crisis, weil sie denkt, dass ihr Mann das Interesse an ihr verloren hat. Doch vielleicht hilft ja eine Brustvergrößerung oder ein Gesichtslifting, weswegen sie sich hilfesuchend an ihren Mediziner-Sohn wendet.

Die Story hört sich vielleicht zunächst etwas albern an, doch Regisseur und Autor Rémi Bezançon gelingt es, den Humor nicht Überhand nehmen zu lassen, sondern durch gelungen pointierte Dialoge und liebenswürdige Charaktere eine ebenso unterhaltsame wie auch tiefgründige Geschichte zu schaffen. Der Film ist keine Aneinanderreihung von Klischees, sondern bietet dem Zuschauer - trotz der teilweise etwas extrem gezeichneten Figuren - genug Möglichkeiten, sich selbst in der Handlung wieder zuerkennen. Auch optisch weiß die Inszenierung zu gefallen und der gelungene Soundtrack passt sich immer dem jeweiligen Zeitpunkt an, zu dem der Film gerade spielt.

Digitale Aufarbeitung:
Die technische Qualität der DVD weiß zu gefallen. Das Bild ist klar und sauber, im Hintergrund ist minimales Rauschen auszumachen. Die Detailschärfe könnte etwas besser sein. Die Farben wirken natürlich, der Kontrast ausgewogen. Die Kompression verhält sich größtenteils unauffällig. Der Ton liegt auf Deutsch und Französisch in Dolby Digital 5.1 vor und bietet klar verständliche Dialoge. Genrebedingt bleiben beide Spuren allerdings recht frontlastig.

Als Bonusmaterial gibt es neben dem Trailer zum Film einen interessanten Audiokommentar des Regisseurs und der Darsteller. Des Weiteren enthält die Scheibe Interviews mit Deborah Francois, Jacques Gamblin, Pio Marmai und Zabou Breitman sowie knapp vier Minuten an "Videoaufnahmen der Familie Duval", wobei es sich um mit Musik unterlegt Super-8-Homevideo-Szenen handelt.

Fazit:
"C'est la vie - So sind wir, so ist das Leben" erzählt eine unterhaltsame und trotzdem tiefgründige Familiengeschichte, die zwar einerseits sehr komisch, andererseits aber auch bodenständig genug ist, um dem Zuschauer genug Möglichkeiten zu bieten, sich selbst in den liebenswerten Figuren wieder zuerkennen. Die technische Qualität der DVD bewegt sich auf gutem Niveau, das Bonusmaterial ist zwar nicht super tiefgründig, aber dennoch ganz interessant ausgefallen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,35:1
2,35:1
108:27 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Französisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Interviews
  • Audiokommentar des Regisseurs und der Darsteller
  • Trailer
  • Videoaufnahmen der Familie Duval
C'est la vie - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
C'est la vie - So sind wir, so ist das Leben
Le premier jour du reste de ta vie

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Liebenswerte Tragikomödie aus Frankreich


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2008
Regie:
Rémi Bezançon
Drehbuch:
Rémi Bezançon
Darsteller:
Jacques Gamblin, Zabou Breitman, Déborah François, Marc-André Grondin, Pio Marmaï

Label Deutschland :
Arthaus
Verkaufsstart Deutschland :
04.09.2009