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DVD-Besprechung - Hope Springs

Story:
Der britische Portrait-Zeichner Colin Ware (Colin Firth) ist vom britischen Eiland in das kleine amerikanische Städtchen New Cardiff geflüchtet. Ziel der Reise ist es, die Erinnerungen an seine Ex-Verlobte Vera (Minnie Driver), die ihm wegen eines anderen den Laufpass gab, verblassen zu lassen. In dem verträumten Städtchen lernt er die liebenswerte und lebensfrohe Mandy (Heather Graham) kennen, welche die Lösung seiner Probleme darstellt und ihn schnell vergessen lässt. Doch dann taucht auf einmal Vera auf und gesteht, dass es gar keinen neuen in ihrem Leben gibt und sie Colin nur einen Streich spiele wollte, damit dieser ihr endlich den ihrer Meinung nach schon lang überfälligen Heiratsantrag macht. Von nun an werden die Dinge kompliziert.

Meinung zum Film:
Die Geschichte von "Hope Springs" handelt von einem britisch-zurückhaltenden Gentleman, der für sein Liebesglück so manches Hindernis überwinden muss und kann mit den Worten "typische, britische, romantische Liebeskomödie in der Tradition von "Notting Hill" oder "Bridget Jones"" zusammengefasst werden. Unterlegt mit leichter Pop Musik und in herrlich verträumten Bildern der farbenfrohen Herbstlandschaft von New Cardiff schwelgend, stört es nur am Rande, dass die Geschichte seicht vor sich hin plätschert, nur sehr wenig Tiefsinnigkeit und Charakterisierung zu bieten hat und zeitweise richtig weit am wahren Leben vorbei zielt. Und das, obwohl "Hope Springs" auf dem Roman "Nachsitzen" von Charles Webb basiert, von dem bereits eine Romanverfilmung in die "Hall of Fame" des Films aufgenommen wurde - "Die Reifeprüfung" mit Dustin Hoffmann und Anne Bancroft.

Die im Film agierenden Personen sind fast durchweg mit bekannten Gesichtern besetzt. Allen voran gefällt Colin Firth ("Was Mädchen wollen") als liebeskranker Brite und er schafft es, diesen mit der gebührenden Mischung aus Humor und "Hab-mich-Lieb"-Gesichtsausdrücken zu verkörpern. Ihm zur Seite steht eine vor Herzenswärme sprühende Heather Graham ("From Hell"), die gekonnt das "Everbody's Darling" verkörpert, das mit ihrer unkonventionellen Art zwangsläufig nicht nur das Herz von Colin Ware erwärmt. Wenn das Tandem Firth-Graham auf dem Bildschirm zusammen auftritt, sind dem Zuschauer heitere und verträumte Momente garantiert. Aber auch in den Nebenrollen ist der Film gut besetzt. Oliver Platt ("Sag kein Wort") spielt herrlich komisch den hektischen Bürgermeister. Minnie Driver ("Grosse Pointe Blank") schafft es, der spießigen und intriganten Ex-Verlobten ein Gesicht zu verleihen, dass es dem Zuschauer leicht macht, die aus seiner Sicht richtige Wahl für Colin zu treffen. Abschließend gibt es noch Mary Steenburgen ("Das Haus am Meer") und Frank Collision ("O brother, where art thou") in der Rolle des netten Hotelbesitzer-Paares Fisher.

"Hope Springs" ist sicherlich kein Meisterwerk, das einen ähnlichen Stellenwert wie "Die Reifeprüfung" einnehmen wird, dafür ist das Drehbuch schlichtweg zu platt und die Charakterentwicklung und -glaubwürdigkeit einfach nicht vorhanden. Aber zu unterhalten weiß der Film mit seiner leichten, fröhlichen Art allemal. Es gibt genügend Momente, die einfach nur zum Schmunzeln anregen. Als Zuschauer sollte man einfach nicht zu viel Tiefgang erwarten, sondern vielmehr für den Augenblick schauen. Dann klappt es auch mit der Unterhaltung. Spätestens am Ende wird jeder, der für die romantischen Momente in Filmen empfänglich ist, seinen Gefallen am Film finden.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild sticht mit seinen natürlichen kräftigen Farben gleich positiv ins Auge. Auch der Kontrastwert ist gut gewählt und die Konturen können auch überzeugen. Da Bildrauschen ebenfalls so gut wie nicht zu sehen ist, kann die Umsetzung des Bildes als gelungen angesehen werden. Der Ton bietet ebenfalls eine klare und saubere Stereofront, der hintere Bereich wird fast nur für die Musik genutzt. Allerdings besteht durch das Filmgeschehen auch keine Notwendigkeit für weitere Nutzung.

Ein wenig mager ist die Bonusausstattung. Neben einem rund 7-minütigen Making Of, das über einen groben Überblick der Dreharbeiten nicht hinaus kommt, gibt es in dieser Sektion nichts zu finden.

Fazit:
"Hope Springs" ist eine lockere Liebeskomödie mit guten Darstellern, die dem Film die notwendige Wärme und den erforderlichen Humor verleihen. Freunden von diesem Genre, die über Schwächen im Drehbuch und magere Bonusausstattung hinwegsehen können, kann die DVD nur wärmstens empfohlen werden.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
2,35:1
2,35:1
88:22 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Türkisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch
Bonusmaterial:
  • Making Of
Hope Springs - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Hope Springs - Die Liebe deines Lebens
Hope Springs

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Seichte-Leichte Liebeskomödie mit bekannten Gesichtern


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK / USA, 2003
Regie:
Mark Herman
Drehbuch:
Mark Herman (basierend auf dem Charles Webb Roman "Nachsitzen")
Darsteller:
olin Firth, Heather Graham, Minnie Driver, Oliver Platt, Mary Steenburgen

Label Deutschland :
Buena Vista Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
22.04.2004