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DVD-Besprechung - Zombies Hell's Ground
Story:
Fünf junge Leute wollen in Pakistan zu einem Rockkonzert. Da die Eltern ein wenig veraltete Ansichten haben, erfinden sie Ausreden, wie z.B. einen Schulausflug und machen sich auf den Weg. Bei einem Zwischenstopp gerät die Gruppe in Gefahr, als sie plötzlich von einer Horde Zombies angegriffen werden. Auf der Flucht geraten sie aber in noch größere Gefahr, denn ihr Fluchtweg führt sie in das Territorium eines wahnsinnigen Mörders der auch gleich die Hatz eröffnet.
Meinung zum Film:
„Zombies Hell’s Ground“ ist ein Horrorfilm aus Pakistan. In der internationalen Filmwelt ist Pakistan zwar nun nicht sonderlich bekannt, aber warum sollten dort keine Horrorfilme gedreht werden? Eines sollte vielleicht vorweg bemerkt werden: da der westliche Zuschauer eher hierzulande übliche Wohnungsausstattungen kennt, werden ihm die im Film gezeigten Einrichtungen ein wenig befremdlich vorkommen. Das ist nichts Negatives, nur der übliche vertraute Look stellt sich nicht ein. Mit Pakistan wird viel Traditionalismus und eine strenge islamische Grundhaltung verbunden, doch in diesem Film spielen diese Werte eine untergeordnete Rolle. Das eine oder andere landestypische Element ist natürlich vorhanden wie z.B. die deutlich orientalische Hintergrundmusik. Es ist aber ein waschechter Horrorstreifen mit Höhen und Tiefen und mindestens einen Hingucker wert.
Was nicht so gelungen ist, ist zunächst der Plot. Im Bemühen, dem Zuschauer möglichst viel Abwechslung zu bieten, werden die Protagonisten nicht nur mit einer Horde Zombies konfrontiert, sondern auch noch mit einem degenerierten Killer. Hinzu kommen noch ein paar durchaus bekannt wirkende Szenen, die stellenweise gut eingebaut wurden. Die Freigabe nur für ein erwachsenes Publikum ist ein wenig hart, denn in den blutigen Szenen wird mehr angedeutet, als tatsächlich explizit gezeigt. Hier wird auch teilweise etwas holperiges Filmhandwerk gezeigt. So gibt es z.B. eine Szene, in welcher der Mond blutgetränkt für Horror sorgen soll, dabei wird der Mond einfach durch eine Glasscheibe gefilmt, während eine blutrote Flüssigkeit über die Scheibe geträufelt wird. Das ist aber beileibe nicht das einzige trashige Element von „Zombies Hell’s Ground“.
Hinzu kommen noch die bemüht wirkenden Schauspieler, die allerdings nicht immer in Gestik und Mimik sattelfest wirken. Es entstehen einige Szenen, die mehr oder weniger beabsichtigt komisch wirken, ohne dass der Film eine Horrorkomödie ist. Wenn es im Film ernst wird, dann passt sich die Inszenierung an und versucht eine gespannte Stimmung aufzubauen. Weitgehend gelingt dies auch mit wackeligen Kamerafahrten und fokussierenden Linsenaufsätzen, die das Blickfeld einengen. Grotesk sind die Szenen mit dem blutgierigen Killer-Baby, der eine weiße Burka trägt.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist ein bisschen mau und bietet gerade noch VHS-Niveau. Die Farben sind nicht sonderlich frisch und wirken ein wenig stumpf, wie durch einen weißen Schleier. Der Kontrast ist nicht sehr ausgeprägt. Der Ton ist ebenfalls keine Referenz und bietet kaum Detailreichtum.
Die Extras bieten ein Making Of, welches in englischer Sprache vorliegt, aber keine deutschen Untertitel aufweist. Davor steht allerdings der Originaltrailer auf dem Programm. Das nächste Feature zeigt die Überraschungspremiere des Films und wie ihn das Publikum aufgenommen hat. Den Abschluss bildet ein Musikvideo zum Film.
Fazit:
Zombiekost aus Pakistan wie "Zombies Hell's Ground" ist eine seltene Frucht und diese kann den Horrorfan schon zu einem kleinen filmischen Experiment herausfordern. Der Film ist besser als man zunächst annehmen mag und er hat einen gewissen Charme, trotz der kleineren Fehler. Technisch ist der Film kein Highlight.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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77:41 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Urdu Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Dokumentation
- Filmpremiere
- Musikvideo
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Zombies Hell's Ground
Zibahkhana
Bunte Horrormischung aus Pakistan
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Pakistan, 2007 Regie: Omar Khan Drehbuch: Omar Khan, Pete Tombs Darsteller: Kunwar Ali Roshan, Rooshani Ejaz, Rubya Chaudrie, Haider Raza, Osman Khalid Butt
Label :
Mr. Banker Films Verkaufsstart : 30.09.2009
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