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DVD-Besprechung - Der unsichtbare Agent
Story:
Frank Griffin (John Hall) hat einen bekannten Großvater, denn dieser erfand eine Chemikalie, die Menschen unsichtbar machen kann. Da das Mittel aber gefährliche Nebenwirkungen hat, weigert sich Griffin um jeden Preis es zu verkaufen. Als der Zweite Weltkrieg in eine entscheidende Phase tritt, beschließt er das Mittel zu nehmen, um die Amerikaner im Kampf gegen Deutschland zu unterstützen. Als Unsichtbarer lässt er sich nach Deutschland einschleusen, um dem Krieg eine entscheidende Wendung zu geben. Der Unsichtbare zieht in den Krieg.
Meinung zum Film:
„Der unsichtbare Agent“ basiert von seiner Grundidee her auf dem Film „Der Unsichtbare“ aus dem Jahr 1933. Ein Mensch, der durch eine chemische Droge unsichtbar wird, das ist nicht nur eine interessante Idee, sondern auch eine Herausforderung an einen Filmemacher. Da der Protagonist nicht gesehen werden kann, er aber existiert bzw. existieren soll, müssen seine Handlungen bzw. deren Auswirkungen sichtbar gemacht werden. Dazu bedarf es zweierlei wichtiger Dinge: zum einen müssen die anderen Schauspieler mit einem unsichtbaren Kollegen schauspielern können und zum anderen müssen Gegenstände wie von Geisterhand bewegt werden. Letzteres ist der eigentlich „Star“ des Films, denn die Handlung und die Charaktere sind eher sekundär.
Im Mittelpunkt stehen die Spezialeffekte, über die man sich aus heutiger Sicht eher ein wenig amüsiert. Schwebende Bücher, Türen, die sich scheinbar von alleine öffnen und schließen oder Fallschirme ohne Besatzung, das sind die damaligen Highlights des Kinos gewesen. Zum Zeitpunkt des Filmdrehs gab es bereits eine Fortsetzung des Unsichtbaren, aber vor dem Hintergrund des zweiten Weltkriegs und vor dem Trauma von Pearl Harbor, war vermutlich eine cineastische Aufarbeitung notwendig. Kurzerhand wird dann der Enkel des ursprünglichen Unsichtbaren von Nazischergen aufgesucht und man will von ihm die Formel seines Großvaters. Doch Frank Griffin denkt nicht daran, sie überhaupt jemandem zu geben, da die Nebenwirkungen wie Wahnsinn für jeden Menschen zu gefährlich sind.
Hier stellt sich die Frage, warum ausgerechnet er meint, eine solche Nebenwirkung bei sich ausschließen zu können, doch im Grunde spielt das kein Rolle. Der gute Frank steigt also in den zweiten Weltkrieg ein, um das Spionagenetz von Deutschen und Japanern aufzudecken. Die haben nämlich seit geraumer Zeit Agenten in Stellung gebracht, um mit gezielten Anschlägen einen deutschen Luftangriff auf Amerika vorzubereiten. Die Handlung spielt in Berlin, doch zu keinem Zeitpunkt wird dies optisch deutlich. Die Kulissen zeigen eher eine nette Kleinstadt mit urigen Häusern und Fachwerkcharme. Die Handlung ist teils spannend und teilweise auch ein wenig lustig. Sie ist seichte Kriegsunterhaltung für ein Publikum, das damals dringend aufgemuntert werden musste.
Digitale Aufarbeitung:
Das überarbeitete Bild kann sich sehen lassen, auch wenn es hier und da nicht ganz so gründlich ausgefallen ist. Gelungen ist es die Körnung weitgehend einzuschränken, jedoch gibt es permanent leichte Helligkeitsschwankungen, vor allem bei den Bildhintergründen. Der Kontrast ist in Ordnung und die Graustufen sehen gut aus. Der Ton ist sauber und verzerrungsfrei. Die Dialoge sind gut verständlich.
Als Extras gibt es den Originaltrailer und eine Bildergalerie mit Werbematerial.
Fazit:
„Der unsichtbare Agent“ ist ein sehenswertes Sequel der „Unsichtbaren“-Reihe und für nostalgisch veranlagte Cineasten ein Muss. Mainstream-Filmfans werden dem Film nichts abgewinnen können, obwohl der Film gut umgesetzt wurde. Die technische Überarbeitung ist nicht fehlerfrei gelungen, aber schon nett anzuschauen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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77:47 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Originaltrailer
- Bildergalerie
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Der unsichtbare Agent
Invisible Agent
Unsichtbar fürs Vaterland
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1942 Regie: Edwin L. Marin Drehbuch: H. G. Wells, Curt Siodmak Darsteller: John Hall, Peter Lorre, Ilona Massey, Cedrik Hardwicke, J. Edward Bromberg
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 11.09.2009
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