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DVD-Besprechung - WWE - The Bash 2009
Story:
Die WWE-Großveranstaltung „The Bash“ ist aus dem „Great American Bash“-PPV entstanden, das die WWE nach der Übernahme der WCW in den Kalender aufnahm, und wurde von Ende Juli auf Ende Juni vorverlegt. Das erste „The Bash“-PPV fand am 28.06.2009 in der ARCO Arena in Sacramento, Kalifornien statt.
Meinung zum Film:
Ob es wirklich eine gute Entscheidung seitens der WWE gewesen ist, zusätzlich zum „Extreme Rules“-PPV Anfang Juni, nun zusätzlich „The Bash 2009“ am Ende des Monats zu präsentieren, darf bezweifelt werden. Natürlich spielen die Einnahmen einen Rolle und ein PPV bringt nun einmal mehr Geld ein als eine wöchentliche Show, allerdings leidet unter den engen Terminen auch die Qualität der Storylines, da das Ausarbeiten von Fehden in deutlich kürzerer Zeit geschehen muss, oder aber alte Fehden weiter am Leben gehalten werden müssen. Als besonderen Einstieg zu „The Bash“ überlegten sich die Booker ein Scamble-Match um den „ECW Championship“-Titel, an dem Jack Swagger, Christian, Mark Henry, Tommy Dreamer und Finlay teilnahmen. Zunächst standen sich Christian und Swagger im Ring gegenüber und später kamen die anderen Kämpfer einzeln im 3 Minuten Abstand in den Ring. Gewinner dabei ist, wer am Ende den letzten Pinfall schafft. Während der Kampf es eher nur selten schaffte, großen Emotionen hervorzurufen, brachte er es zumindest auf guten Durchschnitt. Es gab zwar schon deutlich bessere Starts bei PPVs der WWE, aber auch schon deutlich schlechtere. Was folgte war das Match um den „Intercontinental Champion“-Titel zwischen Chris Jericho und Rey Mysterio, bei dem Mysterio im Falle einer Niederlage seine Maske für immer ablegen würde. Obwohl der Kampf erst die Nummer 2 auf der Matchcard war, stellte er bereits den Höhepunkt der Veranstaltung dar. Was hier an Action, Moves, Countermoves und Artistik geboten wurde ist atemberaubend. Selten war der IC-Titel so viel Wert, wie an diesem Abend. Nach diesem erstklassigen Match kam dann aber gleich der erste große Stinker des Abends.
Wer auch immer der Meinung war, dass ein Match zwischen Dolph Ziggler und The Great Khali auf eine PPV-Karte gehört, sollte noch einmal seine Berufung zum Booker von Grund auf überdenken. Selbst die darin erfolgte Rückkehr von Kane, die wohl der einzige Grund für die Ansetzung des Kampfes von Anfang an war, konnte da nicht viel retten. Das folgende Match um den Tag-Team-Titel zwischen den Colóns und der Legacy schien im Vorfeld viel versprechend, wurde durch die Betteleien von Edge, einen Titelkampf zu bekommen aber vor dem Gong noch grundlegend in seinem Charakter verändert. Denn das Duell wurde durch ein Team bestehend aus Edge und Chris Jericho nicht nur zu einem Triple-Thread-Match erweitert, sondern darüber hinaus auch zu einer Personaliy-Show der beiden Einzelwrestler Edge und Y2J. Fans der beiden Athleten waren sicherlich erfreut über den Twist, dem Tag-Team-Titel hat der Auftritt aber wohl eher geschadet. Was anschließend folgte, war das Match um den Woman’s-Title, in dem sich Michelle McCool und Melina gegenüber standen. Die Reaktionen der Fans hielten sich wie gewohnt in Grenzen und das Geschehen im Ring verkam wie so oft bei Damenkämpfen zu einem Schaulaufen mit spitzen Schreien. Wenn die WWE wirklich mal Fanreaktionen in so einem Match erreichen will, sollte sie auf vielleicht weniger attraktive, dafür aber wrestlerisch talentiertere Damen setzen. Oder aber gleich so konsequent sein und eine Stange in die Mitte des Ringes postieren, an denen sich die Athletinnen dann räkeln können.
Das folgende Match zwischen CM Punk und Jeff Hary um den „World Heavyweight Titel“ wurde von den Fans im Vorfeld als Kracher angesehen. Doch hier wurden die Erwartungen maßlos enttäuscht. Die meiste Zeit über dominierten Haltegriffe das Geschehen, Tempo und Akrobatik blieben über weite Strecken Mangelware. Im Grunde diente die Paarung nur dazu, CM Punk möglichst viel Heat erzeugen zu lassen und dadurch einen Push in die schon längst angetretene Reise zum Heel zu beschleunigen. Der anschließende Kampf zwischen John Cena und The Miz war verdammt kurz. The Miz kommt gewohnt überdreht daher und schafft zwar mehr Aktionen gegen Cena als erwartet, geht aber trotzdem weitgehend in Cenas Dominanz unter. Warum die Auseinandersetzung eine Nettolaufzeit von unter 6 Minuten hatte, ist nicht zu verstehen. Dass der Kampf zwischen Ziggler und Khali so kurz laufen würde war zu erwarten, dass der Kampf zwischen Cena und Miz aber kürzer als das Damenschaulaufen war lässt die Vermutung aufkommen, dass die Zeitplanung der WWE an diesem Abend mächtig durcheinander kam. Abschließend folgte noch das „3 Stages of Hell“-Match zwischen Randy Orton und Triple H um den „WWE Championship“-Titel. Da die beiden Kämpfer sich in letzter Zeit bereits gefühlte Tausendmal im Ring gegenüberstanden, gab es nicht wenige, bei denen das Interesse an die Ansetzung gelinde gesagt überschaubar war. Der Kampf war dann letzten Endes zwar ganz okay und routiniert geführt, für das Main Event des Abends reicht aber auch die Match-Form nicht aus, um wirklich mitreißen zu können. Und so endete der Abend, wie sich der gesamte Verlauf des Events darstellte – höchst durchschnittlich.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kommt im gewohnten Look daher. In eher ruhigen Szenen ist alles bestens und vor allem die Schärfe kann überzeugen. Sobald es aber zu schnelleren oder großflächigen Bewegungen kommt, gibt es Unschärfen und vor allem Blockartefakte zu sehen. Wrestlingfans haben sich mittlerweile garantiert daran gewöhnt und dürften sich von daher auch nicht mehr daran stören. Der Ton ist gewohnt gut gelungen und kommt vielsprachig daher. Das deutsche Kommentatoren-Team Schäfer & Zapf ist eine mögliche Wahl, die bessere ist sicherlich die der Kollegen aus den USA.
Als Extra gibt es lediglich einen kurzen Clip, in dem Tony Atlas versucht, Mark Henry nach dessen Match zu trösten.
Fazit:
„The Bash 2009“ ist ein sehr durchschnittliches PPV, das vor allem unter dem schlechten Booking zu leiden hat. Nachdem bereits Anfang des Monats ein PPV stattfand und in der Zwischenzeit zwei Wochenshows größer als üblich aufgezogen wurden, fehlte es am Ende ganz offensichtlich an zündenden Ideen. Das Match zwischen Chris Jericho und Rey Mysterio ist aber Grund genug, sich das Event auf jeden Fall anzusehen. Denn dieses ist allerfeinste Wrestlingkost.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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175:11 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
Italienisch Dolby Digital 2.0 | Spanisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch |
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Bonusmaterial:
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- Tony Atlas versucht, Mark Henry aufzumuntern
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The Bash 2009
The Bash 2009
Ein durchschnittlicher Start des neuen PPV-Events, mit lediglich einem wirklich erstklassigen Match
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Regie: - Drehbuch: - Darsteller: Tommy Dreamer, Jack Swagger, Christian, Mark Henry, Finlay, Rey Mysterio, Chris Jericho, Dolph Ziggler, The Great Khali, Edge, Carlito, Primo, Cody Rhodes, Ted DiBiase, Michelle McCool, Melina, Jeff Hardy, CM Punk, John Cena, The Miz, Randy Orton, Triple H
Label :
SilverVision
Verkaufsstart : 19.10.2009
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