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Das TodesspielEine ganz heiße NummerDas Haus der Geheimnisse

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Blu-ray-Besprechung - Frozen - Etwas hat überlebt

Story:
Es wird wärmer auf der Erde. Das Eis der Arktis taut und gibt lang verschlossene Geheimnisse frei. Leben aus einer uralten Zeit regt sich wieder und trifft auf menschliche Wirtstiere, deren Körper darauf nicht eingestellt sind. Ein furchtbarer Tod geht um in der arktischen Forschungsstation. Mit letzter Kraft kann Forschungsleiter Dr. Kruipen (Val Kilmer) das Eintreffen von Studenten gerade noch abblasen. Doch die vier - darunter seine Tochter Evelyn - ignorieren das Verbot. Und schon bald sehen sich die öko-bewegten Jungakademiker einer alptraumhaften Situation ausgesetzt, die ihnen auch die Frage aufzwingt: Wie viele Menschenleben kann und muss man opfern, um die ganze Menschheit vor einem furchtbaren Schicksal zu bewahren?

Meinung zum Film:
Dr. David Kruipen (Val Kilmer) und sein Team arbeiten in einer Forschungsstation in der Arktis. Als sie einen Eisbären betäuben (vermutlich, um ihn mit einem Peilsender zu versehen) machen sie eine bemerkenswerte Entdeckung: Dort, wo der Bär gerade noch gefressen hat, befindet sich im Eis ein gigantisches, nahezu perfekt erhaltenes Mammut. Kurzerhand ruft Kruipen seine Tochter Evelyn (Martha MacIsaac) zu sich (mit der er seit dem Tod ihrer Mutter zerstritten ist), um ihr den Fund zu präsentieren. Doch die Sache verläuft anders als erwartet ... kurz darauf stirbt nämlich der gefangene Eisbär und auch die Mitglieder des Teams werden von einer mysteriösen Krankheit befallen. Kruipen versucht daraufhin, seine Tochter davon abzuhalten, zu ihm an den Polarkreis zu kommen, doch ist sie bereits unterwegs ... zusammen mit drei Studierenden, die die Ehre haben, den berühmten Forscher persönlich kennen zu lernen.

Als die Jugendlichen und ihr Führer, der Hubschrauberpilot Bart (Viv Leacock), die Basisstation erreichen, ist diese verlassen. Sie können zwar Kruipen und seine Assistentin Jane (Anne Marie DeLuise) per Funk kontaktieren, doch erfahren sie von ihnen lediglich, dass sie unbedingt in der Station bleiben sollen. Als allerdings kurz darauf Jane, dem Tode nah, bei ihnen ankommt, wird den Besuchern die Sache zunehmend suspekt ... zumal die Wissenschaftlerin, aus welchen Gründen auch immer, den Hubschrauber der Gruppe sabotiert hat, bevor sie in ihm bewusstlos wurde. Evelyn macht sich zusammen mit Student Atom (Aaron Ashmore, "Smallville") auf die Suche nach ihrem Vater, doch als sie schließlich bei der Außenstation ankommen, finden sie nur den erschossenen Kollegen Kruipens sowie eine offensichtlich frisch begrabene Leiche. Als die beiden in dem dort ebenfalls nach wie vor liegenden Mammut Insekteneier entdecken sowie frisch geschlüpfte Larven, wird nach und nach klar, dass sie es mit einem viel gefährlicheren Gegner zu tun haben, als sie gedacht hätten.

Val Kilmer prangt zwar als Zugpferd auf dem deutschen DVD-Cover, doch wer ihn als mutigen "Leader of the Gang" erwartet, der die Jugendlichen sicheren Schrittes anführt (so eigentlich die unmissverständliche Geste auf dem Foto des Covermotivs), wird enttäuscht sein. Seine Figur ist zwar für die Handlung durchaus wichtig, doch hat Kilmer selbst insgesamt nur sehr wenige Minuten On-Screen-Zeit, ähnlich wie beispielsweise vor einigen Jahren beim Thriller "Mindhunters". Dennoch bekommt der Zuschauer hier einen zumindest anfangs ganz soliden Öko-Horrorfilm geboten, der die Auswirkungen des Klimawandels nicht als Wetterkatastrophe im Stil von "The Day After Tomorrow" zeigt, sondern auf etwas subtilere Weise. Denn im nicht mehr ganz so "ewigen" Eis befinden sich sicherlich Organismen, von denen die Menschheit nicht mal ahnen würde. Und ja, vielleicht ist es sogar möglich, dass sich der eine oder andere von ihnen selbst über zigtausend Jahre erhalten hat. Allerdings kommt der moralische Hintergrund bei "Frozen" deutlich kürzer als beispielsweise bei Emmerichs Action-Spektakel. Auch für die Charakterisierung der Figuren wird keine Zeit verschwendet. Die Probleme zwischen Kruipen und seiner Tochter werden lediglich angerissen und sind für die Handlung kaum relevant. Die Beziehungen unter den Jugendlichen selbst bleiben ebenfalls oberflächlich. Trotzdem wird die Spannung zunächst erhalten, fällt allerdings deutlich ab, als die Gefahr bekannt ist und die netten Krabbelviecher tatsächlich zu sehen sind. Hier hätte nettes Effektkino sicherlich noch einiges herausreißen können, doch Wirklich gruselig, erschreckend oder in irgendeiner Weise spektakulär wirken die Käferchen nicht gerade. Und auch wenn noch die eine oder andere Szene zu sehen ist, die im wahrsten Sinne des Wortes ekligerweise "unter die Haut geht", liefert "Frozen" nichts, was einem lange im Gedächtnis bleiben würde. So werden bei dem Streifen wohl in erster Linie Fans von Val Kilmer zugreifen und nach dem Anschauen enttäuscht sein, dass dieser eigentlich kaum zu sehen ist.

Digitale Aufarbeitung:
Die Blu-ray zeigt den Film als Full-HD-Transfer mit 1080p und einem Bildformat von 2,35:1. Die Qualität lässt aber - genau wie die des Films selbst - im Verlauf der Zeit deutlich nach. Wo der Zuschauer zunächst noch ein sehr scharfes Bild präsentiert bekommt, bei dem selbst einzelne Poren in Gesichtern zu erkennen sind, wird der Transfer um einiges schwächer, als die Handlung zunehmend in der Forschungsstation spielt. Das sehr starke Bildrauschen fällt dabei extrem störend auf und führt dazu, dass viele Details verloren gehen. Auch die Gesichter wirken ab diesem Zeitpunkt deutlich weniger beeindruckend. Insgesamt bietet "Frozen" zwar eine befriedigende Bildqualität mit natürlichen Farben und einem ausgewogenen Kontrast, doch ist es schade, dass der anfangs erreichte sehr hohe Level nicht gehalten werden kann. Der Ton, der auf Deutsch und Englisch in dts-HD Master Audio 5.1 vorliegt, bleibt ebenfalls relativ unspektakulär. Das Geschehen bleibt relativ frontlastig, die Surroundkanäle kommen nur gelegentlich mal zum Einsatz. Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich, hören sich in der englischen Originalfassung allerdings natürlicher an als in der deutschen Synchronisation. Letztere lässt die Stimmen etwas zu stark nach Studioaufnahmen klingen.

Als Bonusmaterial gibt es lediglich den Trailer zum Film sowie eine 13-minütige "Behind the Scenes"-Featurette, die allerdings nicht wirklich tiefgründig ist und hauptsächlich Kommentare der Darsteller zu ihren Rollen umfasst.

Fazit:
"Frozen" beginnt als ganz solider Öko-Horrorfilm, doch lässt die Spannung im Laufe der Zeit deutlich ab und wird gänzlich unspektakulär, als die Gefahr letztlich bekannt wird. Val Kilmer taucht nur in ein paar Szenen auf, weshalb Zuschauer, die den Film in erster Linie gekauft haben, weil er auf dem Cover riesig als Hauptdarsteller gefeatured wird, doch etwas enttäuscht sein dürften. Die Blu-ray zeigt den Film in technisch befriedigender Qualität, das Bonusmaterial ist nicht wirklich der Rede wert.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
93:59 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Beim Dreh
Frozen - Etwas hat überlebt - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Frozen - Etwas hat überlebt
The Thaw

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Zunächst ganz spannender Horrorfilm, der aber später stark nachlässt


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Kanada, 2009
Regie:
Mark A. Lewis
Drehbuch:
Mark A. Lewis
Darsteller:
Martha MacIsaac, Aaron Ashmore, Kyle Schmid, Steph Song, Val Kilmer

Label Deutschland :
Ascot Elite
Verkaufsstart Deutschland :
22.10.2009