 |
DVD-Besprechung - The Call 3 - Final
Story:
Emily Kusama (Meisa Kuroki) und ihre Clique sitzen in der Kabine eines Kreuzfahrtschiffes zusammen und erzählen sich Gruselgeschichten. Die japanische Schulklasse befindet sich auf einer Klassenfahrt nach Südkorea. Als plötzlich ein Handy klingelt und eine mysteriöse Botschaft verkündet, denken sich die Kids zuerst nichts dabei, bis die Empfängerin des Anrufes am nächsten Tag tot aufgefunden wird. Asuka Matsuda (Maki Horikita) ist ebenfalls Teil dieser Schulklasse, wird aber ständig gemobbt und gehänselt. Deswegen ist sie zu Hause geblieben leidet unter psychischen Wahnvorstellungen. Schmiedet Asuka etwa finstere Rachepläne gegenüber den fiesen Mitschülern? Ist sie es, die die todbringenden Anrufe an die Schüler schickt? Emily will dem auf den Grund gehen, muss dazu aber ihre und Asukas verdrängte gemeinsame Vergangenheit aufarbeiten. Derweil passieren auf geheimnisvolle Art und Weise immer mehr Morde an den Schülern...
Meinung zum Film:
Mit "The Call 3 - Final" liegt der nunmehr dritte Teil der japanischen "One Missed Call"-Saga vor, die Kultregisseur Takashi Miike ("Audition")im Jahr 2003 mit dem ersten Film ins Leben rief. Es folgten zwei weitere Teile, 2005 die Fortsetzung des Originals, diesmal mit Renpei Tsukamoto ("700 Days of Battle: Us vs. the Police") auf dem Regiestuhl und der hier vorliegende dritte Teil mit dem Titel-Zusatz "Final", der von Regisseur Manabu Asou ("Seven's Face") inszeniert wurde. Wie so oft bei asiatischen Geisterfilmen hat Hollywood seine Hand nach dem gruseligen Stoff ausgestreckt und 2008 als "One Missed Call" ein US-Remake herausgebracht. Bei der amerikanisch-japanisch-deutschen Co-Produktion führte Eric Valette ("Hybrid") Regie und beschäftigte das Schauspieler-Ensemble um Shannyn Sossamon ("Kiss Kiss Bang Bang"), Edward Burns ("She's the One"), Azura Skye ("20 Years After") und Jason Beghe ("Everwood").
Auch im dritten und laut Titel dem letzten Film der Reihe haben es die Protagonisten noch immer nicht gelernt, mit den unheilvollen Nachrichten umzugehen, welches die Opfer via Mobiltelefon zugestellt bekommen. So bleibt bei "The Call 3 - Final" der Ausgangspunkt des Ganzen beim im ersten Teil eingeführten Schema: Das Opfer bekommt eine Nachricht auf's Handy und muss daraufhin sterben. Leider ist den Verantwortlichen keine innovative Variation oder Weiterentwicklung dieses Plots eingefallen, weshalb der nunmehr dritte Teil leider etwas vorhersehbar ist und kaum Abwechslung zu den Vorgängern bietet. Einzige marginale Veränderung ist die Tatsache, dass den Opfern die Weiterleitung der Todes-Nachricht an andere erlaubt ist, weshalb die Schüler sich gegenseitig manipulieren, um nicht als Empfänger ausgewählt zu werden. Der Plan, somit einen Blick auf das Reaktionsspektrum der Protagonisten zu werfen und anhand dessen eine neue Ebene in das Story-Konstrukt einzubauen, funktioniert nicht gut. Die Schüler prügeln sich ein wenig, wer denn nun die Nachricht bekommen soll, aber mehr bringt dieses Handlungsgefüge nicht.
Letztendlich bleibt festzuhalten, dass die Formel, welche in den ersten beiden Teilen noch funktioniert haben mag, hier langsam aber sicher ausgereizt ist. Der Zuschauer weiß um die Dinge, die passieren werden, sobald bei einer Figur das Mobiltelefon ertönt und da kann auch die halbherzige Variation der Weiterleitung an ein anderes Opfer nicht den erhofften neuen Schwung bringen. Nachdem der Film über den größten Teil das altbekannte Schema abspult, wird er zum Ende hin zusätzlich verwirrend und kurios. Das Ende, mit dem der Film entlässt, wirft mehr Fragen auf als es löst und ist daher arg unbefriedigend. Den Abschluss einer solchen Trilogie hätte man deutlich interessanter ausrichten können und mit einem brachialen Ende den Schlussstrich ziehen können – eine Chance, die verpasst wurde und einen kaum zufrieden gestellten Zuschauer aus dem Film entlässt. Positiv anzumerken ist an dieser Stelle der Sound: Die akustische Ebene wirkt in "The Call 3 - Final" stark handlungsunterstützend und erzeugt an einigen Stellen kurze, aber deftige Schreckmomente. Gerade die Surround-Effekte lassen den Zuschauer das ein oder andere Mal erschrocken hochschnellen. Der Ton schafft damit den Aufbau desjenigen Thrills, den der Plot nicht aufbauen kann. Dennoch wertet dies den mittelmäßigen Gesamteindruck nicht auf und schafft nur kurze Unterhaltungsmomente.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild des auf dieser DVD enthaltenen Films ist stark in den Farben und beim Kontrast. Allerdings sind an einigen Stellen deutliche Unklarheiten zu erkennen, die den Gesamteindruck in puncto Schärfe etwas mindern. Der Ton liegt im japanischen Original sowie als deutsche Synchro im Dolby-Digital-5.1-Format vor und schafft es durch erschreckende Surround-Effekte, wahre Horrorfilmstimmung entstehen zu lassen. Zudem gibt es deutsche Untertitel, die optional einblendbar sind.
Bei den Extras sieht es deutlich schlechter aus: Außer dem Originaltrailer und dessen deutscher Version wurde nur eine Bildergalerie beigefügt.
Fazit:
"The Call 3 - Final" ist als dritter Teil der "One Missed Call"-Reihe mittlerweile zu vorhersehbar, da an der bekannten Formel keine grundlegenden Veränderungen durchgeführt wurden und so sich kaum noch Spannung einstellt. Diverse Soundeffekte sorgen für die wenigen Momente voller Nervenkitzel, während dies die Story nicht vermag und kaum überzeugt.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,85:1
|
99:46 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 5.1 | Japanisch Dolby Digital 5.1 |
|
Untertitel:
|
|
Deutsch |
|
Bonusmaterial:
|
- Originaltrailer
- Deutscher Trailer
- Bildergalerie
|
|  |
The Call 3 - Final
Chakushin ari final
Dritter Teil der Asia-Horrorreihe um todbringende Mobilfunk-Nachrichten
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 2006 Regie: Manabu Asou Drehbuch: - Darsteller: Maki Horikita, Meisa Kuroki,
Label :
3L
Verkaufsstart : 22.10.2009
|