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Blu-ray-Besprechung - Streets of Blood
Story:
Sommer 2005: Der Hurricane Katrina wütet im Südosten der USA und hinterlässt eine Schneise des Todes und der Zerstörung. Bei den Aufräumarbeiten wird unter den zahlreichen Opfern ein Polizist entdeckt. Schon bald stellt sich heraus, dass er nicht Katrina zum Opfer fiel, sondern ermordet wurde. Die Ermittlungen führen seinen ehemaligen Partner Andy Devereaux (Val Kilmer) in die düsteren Abgründe der Unterwelt von New Orleans.
Meinung zum Film:
Wir befinden uns im New Orleans des Jahres 2005: Die Nachwirkungen von Hurrikan Katrina sind allgegenwärtig. Ganze Landstriche wurden überflutet, Häuser zerstört, Menschenleben ausgelöscht. Bei den Bergungs- und Aufräumarbeiten wird in einer der Ruinen die Leiche eines Polizisten gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um den früheren Partner von Detective Andy Devereaux (Val Kilmer, "The Saint") handelt. Devereaux lernt vor Ort zufällig Stan Johnson (Curtis "50 Cent" Jackson) kennen, einen Kollegen, der kurz darauf sein neuer Partner wird. Die beiden sollen für Ruhe und Ordnung auf den verwüsteten Straßen sorgen. Doch schon bald wird ihnen klar, dass bei der örtlichen Polizei nicht alles im Reinen ist ... zumal sich auch noch zeigt, dass Devereaux' ehemaliger Partner gar nicht einer Naturkatastrophe, sondern vielmehr Menschenhand zum Opfer fiel ...
"Juchhu!", freut sich der geneigte Val-Kilmer-Fan, wenn er sieht, dass mit "Streets of Blood" mal wieder ein Film veröffentlicht wird, in dem der Amerikaner eine größere Hauptrolle spielt. Doch schon bald wird er wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, denn auch diesmal handelt es sich leider wieder nur um eine mehr oder weniger überzeugende Direct-to-Video-Veröffentlichung, die bei Weitem nicht an die früheren Erfolge des einstigen A-List-Darstellers anknüpfen kann. Dabei hilft es auch nicht wirklich, dass man ihm für diese Produktion Curtis "Fuffzich Cent" Jackson zur Seite gestellt hat, denn wo dieser normalerweise in diversen Nebenrollen als Kleinganove nicht allzu übertrieben negativ auffällt, merkt man ihm doch deutlich an, dass er als Polizist und vor allem als besorgter Familienvater schnell an die Grenzen seines schauspielerischen Leistungsvermögens stößt. Sharon Stone ("Basic Instinct") kann als Polizeipsychologin, die mit Devereaux und Johnson die Ermittlungen im Gespräch aufarbeitet und über die seelische Verfassung der Polizisten urteilen soll, ebenfalls kaum überzeugen.
Problematisch ist zudem das gruselig schlechte Drehbuch. Der Hurrikan dient lediglich als geschmackloser Aufhänger für die grobe Rahmenhandlung, hat aber mit dem eigentlichen Verlauf der Story nichts mehr zu tun. Bereits nach wenigen Szenen sind die Folgen der Naturkatastrophe aus der Welt geschafft und die Stadt strahlt wieder mehr oder weniger sauber. Wozu hat man also dieses Setting gebraucht? Devereaux' Partner hätte genauso gut irgendwo anders ermordet werden und die Tat als Unfall kaschiert werden können. Platte Dialoge und wahllose Schießereien ohne erkennbaren Zusammenhang machen die ganze Sache auch nicht besser. Kein Wunder also, dass selbst Val Kilmers Leistung - die immerhin noch die beste des Films ist - mehr als lustlos wirkt. Sein Mitwirken an "Streets of Blood" kann man sich wohl ausschließlich durch die Devise "Er war alt und brauchte das Geld" erklären.
Digitale Aufarbeitung:
Kinowelt präsentiert "Streets of Blood" auf Blu-ray als VC-1-Transfer in voller HD-Auflösung mit 1080p. Die Bildqualität ist leider äußerst durchwachsen. In einigen Szenen wirkt sie ganz hervorragend, beispielsweise im Polizeirevier, wo sich selbst einzelne Haare Val Kilmers voneinander abgrenzen und die groben Poren im Gesicht des Polizeichefs zu erkennen sind. Leider haben die Szenen im Revier aber auch immer wieder mit Aliasing zu kämpfen, gerade im Büro der Psychologin. Die vielen Nachtsequenzen sind extrem verrauscht und verschlucken nahezu jegliche Detailzeichnung, Wiesen im nächtlichen Park erscheinen nur noch als grün-braune Matschmasse. Ironischerweise haben die Archivaufnahmen des von Katrina verwüsteten New Orleans eine bessere Bildqualität als der größte Teil des restlichen Films. Der Ton liegt sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Die Dialoge sind klar verständlich, auch die Räumlichkeit des Tons weiß zu gefallen. Hin und wieder gibt es sogar ein paar direktionale Effekte. Punkten kann jedoch vor allem die Bassspur, die es in den diversen Schießereien ordentlich krachen lässt.
Als Bonusmaterial enthält die BD den Trailer zum Film, ein fünfeinhalbminütiges B-Roll sowie sehr kurze Interviews mit den Darstellern und dem Regisseur. Ein fünfminütiges Making Of ist ebenfalls vorhanden, enthält aber extrem viele Filmausschnitte und bleibt daher wenig informativ.
Fazit:
"Streets of Blood" präsentiert sich leider als extrem schlechter Direct-to-Video-Film, der weder durch eine überzeugende Story punkten kann noch sehenswerte darstellerische Leistungen zu bieten hat. Selbst Val Kilmer spielt seine Rolle sichtlich lustlos. Die Blu-ray bietet soliden Ton, bleibt in Sachen Bildqualität aber weit hinter dem Machbaren zurück. Das Bonusmaterial ist genauso uninteressant wie der Film selbst ausgefallen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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94:55 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Making Of
- Interviews
- B-Roll
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Streets of Blood
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Schwach, schwächer, Streets of Blood ...
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Charles Winkler
Drehbuch: Eugene Hess Darsteller: Val Kilmer, 50 Cent, Sharon Stone, Michael Biehn, Jose Pablo Cantillo
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 22.11.2009
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