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DVD-Besprechung - Schneewittchen und die sieben Zwerge

Story:
Prinzessin Schneewittchen hat keinen leichten Stand bei ihrer Stiefmutter, der bösen Königin. Die eitle Monarchin schaut immer wieder gerne in einen Zauberspiegel und lässt sich sagen, wie schön sie doch sei. Doch Kinder werden älter und eines Tages ist Schneewittchen eine schöne Frau und das sagt der Spiegel dann auch prompt einer sofort beleidigten Königin. Diese beschließt, das junge Mädchen töten zu lassen, doch der beauftragte Jäger kann die Tat nicht vollziehen. Er lässt sie laufen und sie findet Unterschlupf bei sieben fleißigen Zwergen. Alles scheint gut, doch dann schaut die böse Stiefmutter wieder in den Spiegel und erfährt, dass Schneewittchen doch noch lebt.

Meinung zum Film:
„Schneewittchen und die sieben Zwerge“ ist einer der Klassiker der Märchenwelt und wurde schon etliche Male verfilmt, so u.a. auch 1937 vom Konzern eines gewissen Herrn Disney. Herausgekommen ist ein echtes Schmankerl, das auch heute noch immer neue Freunde für sich gewinnen kann. Es war der erste abendfüllende Film und somit auch ein gewisses Risiko für Walt Disney. Er selbst hatte für sein Haus eine Hypothek aufgenommen und lief zu den Banken, um sie von dem Filmprojekt zu überzeugen. Wäre der Film ein Flop geworden, so wäre Walt Disney ruiniert gewesen, aber er wollte seine Vision unbedingt und gegen alle Unkenrufe realisieren. Bis zu 750 Zeichner waren im Einsatz, um den Film zu zeichnen und zu kolorieren und die Produktionszeit uferte von 18 Monaten auf satte drei Jahre aus. 1,5 Millionen Dollar kostete der Film seinerzeit, was damals eine enorme Summe war. Im Gegenzug spielte er satte acht Millionen Dollar ein und rechtfertigte das finanzielle Risiko und den Arbeitsaufwand.  

Nach einer DVD-Auswertung aus dem Jahre 2001 kommt nun ein weiter überarbeiteter Film auf den Markt und lebt damit die Marktpolitik des Konzerns weiter aus. Der Disneykonzern bietet Filme an und wenn diese ausverkauft sind, wird nicht nachproduziert. Erst nach Jahren folgen Neuauflagen und in dieser Zeit werden die Filme zu begehrten Sammlerobjekten. Schneewittchen wird es nicht anders ergehen, zumal die Schöpfer der einzelnen Figuren echte Identifikationsfiguren geschaffen haben. Dies ist ein Grundpfeiler für den Erfolg von vielen Disney-Produktionen, denn je sympathischer die Charaktere sind, umso schneller schließt das Publikum sie ins Herz. Gleichzeitig wird auch ein Schwerpunkt auf die Musik gelegt, denn die eingängigen Lieder gehen nicht mehr aus dem Kopf. 25 Lieder wurden für den Film geschrieben, aber insgesamt nur acht wurden von Walt Disney in den Film übernommen. Heiho.  

Da im Prinzip jedes Kind die Geschichte kennt, war natürlich klar, dass mehr in den Film eingebaut werden muss als die reine Story. Und so sind dann die Zwerge die heimlichen Stars des Films, während Schneewittchen die Rahmenhandlung bestreitet. Der Film hat alles, was das Herz begehrt und ist zudem etwas für jede Altersgruppe. Trotz der schauerlichen Bemühungen der bösen Königin, Schneewittchen zu töten, steht doch der Spaß im Vordergrund dieses Märchenklassikers der Gebrüder Grimm. Und natürlich sorgen die Zwerge für gute Laune, wenn sie ihr bekanntes Lied „Heiho“ trällern, welches sich seit über 70 Jahren in das Gedächtnis der Zuschauer gebrannt hat.

Digitale Aufarbeitung:
Wer das Bild sieht, mag es kaum glauben, dass dies ein Bild mit dem Ursprungsjahr 1937 ist. Farben und Konturen sind sauber herausgearbeitet und die Optik sieht aus wie aus dem Ei gepellt. Selbst in den kritischeren Randbereichen bleibt es scharf, und Körnung oder Artefakte sucht der kritische Blick vergeblich. Der Ton ist etwas anders gelagert. Sprache und Musik wurden voneinander getrennt entwickelt und bei der Musik klingt das Ergebnis besser als bei den Dialogen. Dennoch, für dieses Alter kann sich der Sound hören lassen.  

Auf der Spielfilm-Disc befinden sich als Extras ein mit deutschen Untertiteln versehener Audiokommentar von Walt Disney und ein Lied von Ex-No-Angel Lucy Diakowska. Die zweite DVD beginnt mit einer Vorschau auf den kommenden Film „Küss den Frosch“. Dann geht es aber direkt mit Schneewittchen weiter und es gibt zwei entfallene Szenen zu entdecken. Es folgt eine Nachbetrachtung (ca. 16 Minuten) zum Film und was er bewirkt und anschließend möglich gemacht hat: ein Imperium. Danach darf Tiffany Thornton ein Lied trällern und es folgt Werbung für das Medium der Blu-ray-Disc. Ein Spielchen erwartet den Zuschauer bei „Auf wilder Fahrt mit Seppl“ und ein Treffen mit den Originalstimmen aus dem Film. Ein Rückblick auf die Filmgeschichte rundet die Extras dann ebenso ab wie eine Runde Karaoke mit dem Zwergensong „Heiho“.

Fazit:
„Schneewittchen und sieben Zwerge“ sind in dem weiter verbesserten Gewand natürlich nicht nur einen Hingucker wert und wer den Film noch nicht in seiner Sammlung hat, der hat nun die Gelegenheit, diese adäquat zu erweitern. Extras und Technik sind auf einem sehr guten Niveau.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
1,33:1
1,33:1
79:51 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Arabisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Türkisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Arabisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Türkisch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar von Walt Disney
  • Musikvideo "Ich wart auf Dich mein Prinz"
  • Vorschau "Küss den Frosch"
  • Der Film mit dem alles begann
  • Die Stimmen der Figuren
  • Mit Disney durch die Jahrzehnte
  • Heiho - Karaoke
Schneewittchen und die sieben Zwerge - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Schneewittchen und die sieben Zwerge
Snow White and the seven Dwarfs

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Disneys erstes abendfüllendes Meisterwerk


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1937
Regie:
David Hand
Drehbuch:
Ted Sears, Richard Creedon
Darsteller:
-

Label Deutschland :
Disney DVD
Verkaufsstart Deutschland :
09.10.2009