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DVD-Besprechung - Die Jagd zum magischen Berg
Story:
Jack Bruno (Dwayne Johnson) ist Taxifahrer in Las Vegas. Als eines Tages Sara (AnnaSophia Robb) und Seth (Alexander Ludwig), zwei Teenager zu ihm in den Wagen steigen und ihn bitten, sie zu einem Platz weit außerhalb der Stadt zu fahren, findet er es lediglich merkwürdig, dass sie alleine so eine Fahrt antreten. Als sie unterwegs von Männern in schwarzen Vans attackiert werden, denkt Bruno noch, dass dieser Angriff ihm gegolten hat. Als er in einem verlassenen Haus in der Wüste dann aber gegen einen Außerirdischen kämpfen muss, wird ihm klar, dass seine jugendlichen Fahrgästen keine irdischen Teenager sind, sondern Außerirdische, die zurück zu ihrem Planeten wollen. Doch der skrupellose Henry Burke (Ciaran Hinds) und ein Syphon, ein außerirdischer Jäger versuchen alles, um dies zu verhindern.
Meinung zum Film:
„Die Jagd zum magischen Berg“ ist das Remake eines Disney-Familienfilms aus dem Jahre 1975 und basiert auf einem Roman von Alexander Key. Regisseur Andy Fickman („She's the Man - Voll mein Typ”) verließ sich bei der Wahl der erwachsenen Hauptrolle erneut auf Dwayne Johnson (“Welcome to the Jungle”), mit dem er bereits erfolgreich bei der Disney-Komödie “Daddy ohne Plan” zusammen gearbeitet hatte. Dort hatte der ehemalige WWE-Wrestler bereits bewiesen, dass er wunderbar mit jungen Darstellern harmoniert. Die Rollen der beiden Außerirdischen wurde mit AnnaSophia Robb („Charlie und die Schokoladenfabrik“) und Alexander Ludwig („Wintersonnenwende“) besetzt. Im Film wirken beide etwas steif und gezwungen emotionslos, was sicherlich bewusst so inszeniert wurde, was der Atmosphäre des Films aber nicht sonderlich zu Gute kommt. Im letzten Drittel des Films stößt dann auch noch Carla Gugino („Watchmen“) in Gestalt einer UFO-Wissenschaftlerin auf den Plan und macht das Heldenquartett damit komplett. Ihre Rolle ist ein wenig zwiespältig geraten. Während sie auf der einen Seite einige gute Momente hat, wirkt sie oftmals aber auch ein wenig fehlplaziert.
Die Geschichte des Films ist kaum der Rede wert. Die drei, später vier Helden des Films sind auf der ständigen Flucht vor ihren irdischen Jägern und ihrem außerirdischen Aggressor und versuchen eine Möglichkeit zu finden, wie Sara und Seth möglichst schnell ihre Heimreise antreten können. Denn wie sich herausstellt, haben sie wissenschaftliche Daten gesammelt, die eine Invasion der Erde durch ihre Rasse verhindern soll. Dies ist allerdings nicht bei jedem ihrer Gattung gern gesehen, weswegen der Syphon, der Alien-Jäger unterwegs ist, um sie zu eliminieren. Eine zusätzliche Gefahr ist Henry Burke (Ciaran Hinds / „Rom“), der mit einer Privatarmee versucht, die Aliens in seine Hände zu bekommen. Für einen Familienfilm ist der Plot sicherlich ausreichend, um für einen unterhaltsamen Nachmittag zu sorgen, allerdings haben es die Drehbuchautoren Matt Lopez („Bedtime Stories“) und Mark Bomback („Die Hard 4.0“) nicht geschafft, den Grundplot mit Leben zu füllen. Das gesamte Szenario bleibt schablonenhaft, die beiden Teenager erscheinen austauschbar und die Geschichte bietet zwischen den Actionszenen meist nur langatmige Szenen, die nur selten durch kleinere Witze aufgelockert werden.
Dabei beginnt alles sehr viel versprechend. Durch eine UFO Convention in Las Vegas bekommt es der alles andere als UFO-Gläubige Jack Bruno mit einigen skurrilen Gestalten zu tun und hat einige Momente, in denen er seinen spitzbübischen Charme spielen lassen kann. Doch spätestens ab dem Moment, wo das Trio in dem verlassenen Haus vor den Toren Las Vegas eintrifft, nimmt die Unterhaltungsqualität des Films rapide ab. Vor über 30 Jahren, also zu der Zeit, in welcher das Original entstanden ist, hätte die Formel für einen Familienfilm sicherlich noch funktioniert. Doch die Zeiten haben sich geändert und die Sehgewohnheiten mit ihnen. Einer zeitlosen Geschichte kann dies sicherlich nichts anhaben, doch zu diesen zählt „Die Jagd zum magischen Berg“ ganz sicher nicht. Jüngere Zuschauer werden wahrscheinlich noch Gefallen an dem Film finden. Doch umso weiter man sich vom frühen Teenager-Alter entfernt hat, umso mehr wird sich das Gefühl von Langeweile mit fortdauernder Spielzeit breit machen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck. Die Schärfe und der Detailgrad sind überdurchschnittlich ausgefallen, lediglich Kontrast und Helligkeit verschlucken in dunkleren Szenen mehr als üblich vom Bild. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist verständlich und raumfüllend ausgefallen und sorgt immer wieder für Leben im Raum.
Das Bonusmaterial der DVD ist sehr mager ausgefallen. Außer neun nicht verwendeter, jeweils mit einem Vorwort des Regisseurs versehener Szenen und knapp 3,5 Minuten Pannen vom Dreh gibt es keinerlei Extras geboten.
Fazit:
„Die Jagd zum magischen Berg“ baut nach einem guten Beginn immer weiter ab und wird bald nur noch zu einem zähen Warten auf das Ende. Die Charaktere werden sehr schwach präsentiert und wirken blass, die Story ist lückenhaft und langatmig. Lediglich jüngere Teenager könnten ein wenig Gefallen am Film finden, ein reiferes Publikum dürfte kaum die gesamte Spielzeit ohne Griff zur Vorspultaste schaffen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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94:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Italienisch Dolby Digital 5.1 |
Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Arabisch, Deutsch, Englisch, Italienisch, Serbokratisch, Slowenisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Zusätzliche Szenen
- Pannen vom Dreh
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Die Jagd zum magischen Berg
Race to Witch Mountain
Ein ganz flacher Alien-Abenteuer-Film, den selbst Dwayne Johnson nicht mehr retten kann
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Andy Fickman Drehbuch: Matt Lopez, Mark Bomback (basierend auf dem Roman von Alexander Key) Darsteller: Dwayne Johnson, AnnaSophia Robb, Alexander Ludwig, Carla Gugino, Ciaran Hinds, Garry Marshall, Ciarán Hinds, Tom Everett Scott, Chris Marquette, Billy Brown
Label :
Disney DVD
Verkaufsstart : 13.08.2009
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