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Blu-ray-Besprechung - Monster und Aliens
Story:
Eigentlich sollte es der schönste Tag im Leben von Susan Murphy werden. Doch dann wurde sie vor der Kirche, in der die Hochzeitsgäste bereits versammelt waren, von einem Meteoriten getroffen. Dies bedeutete zwar nicht das Ende ihres Lebens, doch fortan muss sie als 15m-Frau durch die Weltgeschichte marschieren. General W.R. Monger lässt die junge Frau gleich von seinen Männern gefangen nehmen und zusammen mit Missing Link, B.O.B., Dr, Kakerlake und Insektosaurus für den Ernstfall in einer geheimen Militärbasis inhaftieren. Und dieser Ernstfall lässt nicht lange auf sich warten, denn der Außerirdische Gallaxhar will die Erde unterjochen.
Meinung zum Film:
Im Kino lief „Monster und Aliens“ noch unter dem Titel „Monsters vs. Aliens“ und war dort einer der ganz großen Wegbereiter für die 3D-Kinotechnologie in Deutschland. Die Blu-ray-Disc und DVD werden nun zwar auch mit 3D-Brillen ausgeliefert, wer aber zum Filmstart mit den anaglyphen Plastikfolien vor den Augen vor dem Bildschirm sitzt, wird sehr bald eine große Ernüchterung erleben. Denn wie angekündigt erscheint der Film für die Heimkinos nur in der 2D-Variante, da DreamWorks von der Qualität der anyglyphen, auf Farbfilterung basierenden Technik nicht überzeugt ist. Und bevor man ein Produkt auf den Markt bringt, das nicht den hohen Qualitätsansprüchen genügt, wartet man laut eigener Aussage lieber ab, bis eine angemessene Technologie auch auf dem Heimkinosektor verfügbar ist. Somit geht DreamWorks den gleichen Weg wie Disney bei „Bolt“ und belässt das 3D-Abenteuer in den Lichtspielhäusern. Im Gegensatz zu Warner („Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“) oder Kinowelt („My bloody Valentine 3D“), die den Käufern sowohl 2D- als auch 3D-Version in die Box legten und dem Endkunden somit die Wahl ließen, welche Version er bevorzugt und ob man bereit ist für den räumlichen Effekt Einbußen bei der Bildqualität hinzunehmen.
Doch auch in der 2D-Variante macht der Film um die Monsterhelden-Truppe richtig Spaß. Angesiedelt ist er in einer Atmosphäre, die an die frühen Monsterfilme erinnert und er bietet eine meist gelungene Mischung aus Action, Witz und Klamauk. Wenn die Monsterhelden zum ersten Mal in San Francisco zum Einsatz kommen ist Nonstop-Action bis der Arzt kommt zu erleben. Was die Drehbuchautoren hier an Ideen eingebracht haben, ist erstklassig. Ein Prädikat, das sich auch die Animatoren ohne Übertreibung ans Reverse heften dürfen. Denn optisch macht „Monster und Aliens“ einiges her. Immer wieder wird man sich als Zuschauer dabei erwischen, wie man verträumt die farbenfrohen Bilder genießt und immer wieder neue Randdetails in ihnen erkennt. Teilweise nehmen die Albernheiten aber doch ein wenig Überhand, zum Beispiel wenn der Präsident der Vereinigten Staaten die Aliens mit „Axel F“ begrüßt. Und auch die Action kann im Finale, das auf einem riesigen Raumschiff spielt, nicht mehr ganz an die Rasantheit des Angriffs auf San Francisco anknüpfen. Generell bewegen sich aber sowohl Witz als auch Action aber auf einem hohen Niveau. Lediglich die Story selbst kann kaum größeren Weihen gerecht werden. Denn wie das Szenario richtet sich auch diese an frühe Monster-B-Filme und kommt dementsprechend flach und beliebig austauschbar daher.
Dass die flache Geschichte aber nicht weiter zum Tragen kommt und den Filmspaß nicht trüben kann, liegt nicht zuletzt an den höchst sympathischen Charakteren. Riesenfrau Susan ist das typische „Everybody’s Darling“, das mit ihrer warmherzigen Art die Herzen der Zuschauer im Sturm gewinnt. Der Missing Link ist der große Sprücheklopfer im Team, der sich am liebsten verdrückt, wenn es ernst wird, nur um hinterher von seinen Heldentaten zu berichten. Dr. Kakerlake ist der aberwitzige verrückte Professor, der Susan nicht nur mit seiner dämonischen Lache einschüchtern kann, sondern darüber hinaus selbst MacGyver wie eine Bastellehrling dastehen lässt. Insektosaurus ist eine riesige Larve, die vor allem durch ihr markerschütterndes Brüllen auffällt, ansonsten aber nicht mehr als ein übergroßes Knuddelwesen darstellt. Last but not least gehört noch B.O.B. zu den Monsterhelden und mit seiner herrlich naiv-trotteligen Art ist er sicherlich der auffälligste und den Charakteren.. Wenn er etwas sagt, ist dies in der Regel immer von großem Unterhaltungswert. Auch General W.R. Monger trägt seinen Teil zum vergnüglichen Ton des Filmes bei. Als überzogen dargestellter harter Hund, der in einem Umfeld der maximalen Geheimhaltung operieren muss, hat auch er einige gute Oneliner zu bieten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist atemberaubend gut auf die Blu-ray-Disc gebannt worden. Ohne jeglichen Ansatz zur Kritik präsentiert es sich plastisch, detailliert, scharf gezeichnet und farbenfroh auf dem Bildschirm und besitzt ohne Zweifel Referenzcharakter. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut gelungen, allerdings fehlt es ihm in einigen Momenten, wie z.B. beim Einsturz der Golden Gate Bridge oder der Explosion des großen Raumschiffes an Kraft.
Als erstes Extra gibt es Audiokommentar mit den Regisseuren Rob Lettermann und Conrad Vernon sowie Produzentin Lisa Stewart, bei dem neben Lobhudeleien auch einige Hintergrundinformationen geboten werden. Vertieft werden diese Infos durch die Features „Modernes Monster Movie Making“ und „Die Technik von Monsters vs. Aliens“. Im Bonusbereich folgen noch drei nicht verwendete Szenen, die allerdings in zwei Fällen bereits in einem sehr frühen Stadium rausgenommen wurden und von daher nur als vertonte Sketch-Zeichnungen vorliegen. Lediglich die letzte Sequenz liegt als fortgeschrittene Animationssequenz vor. Das interessantes Extra dürfte der Kurzfilm „B.O.B.S. bombastischer Durchbruch“ sein, der wahlweise in 2D oder - endlich auch - in 3D angesehen werden kann. Gerade in 3D wird hier einiges geboten und die eigens für das Heimkino produzierten Episode bietet beste Unterhaltung. Ein weiteres 3D-Feature ist ein „Paddle-Ball“ genanntes Spielchen, bei dem auf sechs Bildern das richtige Monster unter Zeitdruck identifiziert werden muss. Freude kann das allerdings nur bedingt hervorrufen. Recht witzig ist dann aber wieder die Karaoke-Party der Monster, in der vier Monster in drei Darbietungen ihre Lieblingssongs präsentieren. Während des Films bietet die „Animatoren-Ecke“ die Einblendung von Sketches und „Making Of“-Schnipsel zu der gerade laufenden Szene. Alternativ kann man sich auch einige Fakten zum Film an dieser Stelle anzeigen lassen. Gemein bei den Extras ist, dass diese sich oftmals darüber auslassen, wie faszinierend die 3D-Technologie des Films ist, während man diese dem Heimkino-Zuschauer vorenthält.
Fazit:
„Monster und Aliens“ ist ein höchst unterhaltsamer Familienspaß, der sich nicht nur sein Szenario und seine Helden in den alten Monsterfilmen ausleiht, sondern auch seine B-Movie-Geschichte. Das sollte aber niemanden davon abhalten, sich dieses wunderbar liebevoll animierte Action-Komödien-Spektakel anzusehen. Nur auf die 3D-Variante muss im Heimkino (vorerst) leider verzichtet werden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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94:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby True HD 5.1 | Italienisch Dolby Digital 5.1 |
Portugiesisch Dolby Digital 5.1 | Spanisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit den Regisseuren Rob Lettermann und Conrad Vernon sowie Produzentin Lisa Stewart
- B.O.B.S. bombastischer Durchbruch in 2D und 3D
- Paddle-Ball in 3D
- Karaoke-Musikparty mit den Monstern
- Entfernte Szenen
- Modernes Monster Movie Making
- Die Technik von Monsters vs. Aliens
- Die Animatoren-Ecke
- Fakten zum Film
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Monster und Aliens
Monsters vs. Aliens
Animierte Monsterhelden sorgen für großes Familienvergnügen - allerdings nur in 2D
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Rob Letterman, Conrad Vernon Drehbuch: Maya Forbes, Wallace Wolodarsky, Rob Letterman, Jonathan Aibel, Glenn Berger, Conrad Vernon Darsteller: (Sprecher) Diana Amft, Sebastian Höffner, Oliver Kalkofe, Ralf Möller
Label :
Dreamworks Home Entertainment
Verleihstart : 23.10.2009 Verkaufsstart : 23.10.2009
Vertrieb :
Paramount Home Entertainment
Verleihstart : 23.10.2009 Verkaufsstart : 23.10.2009
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