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Blu-ray-Besprechung - Largo Winch - Tödliches Erbe
Story:
Der Medien-Tycoon und Milliardär Nerio Winch (Miki Manojlovic) kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben. Beim Gerangel um die Firmennachfolge taucht plötzlich sein bisher unbekannter Adoptivsohn Largo (Tomer Sisley) auf. Largo Winch soll den Chefposten übernehmen, worüber die Führungsetage wenig begeistert ist - zumal der umtriebige Weltenbummler nicht gerade ins Firmenprofil passt. Eine Verschwörung in den eigenen Reihen wird zu einem lebensgefährlichen Abenteuer und Largo gerät in ein mörderisches Geflecht aus Geld, Macht, Korruption und Gier.
Meinung zum Film:
Der Film "Largo Winch - Tödliches Erbe" basiert auf den ersten vier Alben der französischen Comicreihe gleichen Namens (auf Deutsch bei Schreiber & Leser erschienen), die wiederum auf einer Romanserie beruhen. Während die Figur in Deutschland nach wie vor ein Nischendasein führt und nur eingefleischten Comicfans bekannt sein dürfte, ist Largo in seinem Heimatland schon längst zur Kultfigur aufgestiegen. Nach den ursprünglichen Romanen und der Comicreihe folgten unter anderem eine TV-Serie und ein Computerspiel. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis man den smarten Draufgänger auch auf die große Kinoleinwand bringen würde.
Der junge Largo Winch (Tomer Sisley) ist Abenteurer und Lebemann, der sich gern an exotischen Orten herumtreibt. Doch das unbeschwerte Leben bekommt urplötzlich einen Dämpfer verpasst, als Largo erfährt, dass sein Adoptivvater Nerio Winch (Miki Manojlovic) gestorben ist und er nun - wie schon immer geplant war - das weltumspannende Unternehmen des Multimilliardärs übernehmen soll. Bald stellt sich jedoch heraus, dass Nerio keines natürlichen Todes gestorben ist und Largo beginnt seine eigenen Ermittlungen anzustellen. Gibt es einen Spitzel in den eigenen Reihen? Oder hat Winch-Konkurrent Korsky (Karel Roden), der es mit dubiosen Waffengeschäften zum reichen Geschäftsmann gebracht hat, seine schmierigen Griffel im Spiel? Schließlich will er mit einem Börsencoup die Macht bei der Winch-Gruppe an sich reißen.
Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Zwar kommt "Largo Winch" bei Weitem nicht an aktuelle Top-Thriller wie "Casino Royale" heran, doch war das für eine französische Produktion sehr großzügige Budget von rund 24 Millionen Euro sicher nicht verkehrt angelegt. Regisseur Jérôme Salle ("Anthony Zimmer") legt hier erst seinen dritten Film vor, leistet aber überzeugende Arbeit. Wie beim großen Vorbild James Bond führt uns auch "Largo Winch" an alle möglichen farbenprächtigen Schauplätze rund um den Globus. Zentrale Orte sind Hongkong, wo die Winch-Gruppe ihren Sitz hat, sowie das ehemalige Jugoslawien, wo der kleine Largo aufgewachsen ist. Die Inszenierung weist genug Spannung auf, um den Zuschauer ungelangweilt bei der Stange zu halten und auch die eine oder andere Actionszene sorgt für Unterhaltung. Allerdings merkt man dem Film deutlich an, dass man hier den ersten Teil einer potenziellen Reihe vor sich hat, denn es wird vergleichsweise sehr viel Zeit darauf verwendet, die Charaktere einzuführen und zu beleuchten. Das muss gar nichts Negatives sein, bremst den Film aber immer wieder in seiner ansonsten so rasanten Geschwindigkeit. Ein bisschen konfus ist außerdem die komplette Übernahmegeschichte. Wer jetzt gerade mit wem Geschäfte macht, um was genau zu erreichen, wird dem in Börsenangelegenheiten unbedarften Zuschauer nicht immer wirklich klar. Das bringt dem Genuss des Films jedoch keinen großen Abbruch.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität von "Largo Winch" fällt recht unterschiedlich aus. Es gibt einige hervorragend scharfe und detailreiche Szenen, die sehr klar und sauber wirken, dann aber auch immer wieder extrem verrauschte Aufnahmen, gerade wenn das Geschehen drinnen spielt. Die Farben wurden leicht gefiltert, um dem Film einen dezenten Comiclook zu verpassen, wirken jedoch nie übertrieben unnatürlich. Kompressionsprobleme treten nicht auf. Man fragt sich allerdings, warum der Film sämtliche Orts- und Zeitangaben noch mal per Untertitelspur auf Deutsch einblendet, wo doch ein deutsches Master verwendet wurde, das diese bereits fest auf Deutsch eingebrannt hat, so dass man diese nun immer doppelt sieht. Der Ton liegt auf Französisch und Deutsch in dts-HD Master Audio vor. Die Originalfassung kommt in 5.1 Kanälen daher, während man die deutsche Version auf 7.1 Kanälen präsentiert bekommt. In beiden Fassungen sind die Dialoge jederzeit klar verständlich. In einigen Szenen kommt zwar Surround-Gefühl auf, insgesamt bleibt der Mix allerdings recht frontlastig. Effekte treten vor allem in den Actionszenen auf.
Als Bonusmaterial gibt es lediglich den Trailer zum Film. Es wird allerdings auch noch eine Special Edition erscheinen, die die Bonus-DVD der Doppel-DVD enthält.
Fazit:
"Largo Winch" ist ein überzeugender Thriller, der durch eine gelungene Inszenierung und eine durchdachte Story zu gefallen weiß. Zwar kommt er lange nicht an sein großes Vorbild James Bond heran, doch tut das dem Unterhaltungsfaktor keinen Abbruch. Die Blu-ray bietet gute Bild- und Tonqualität. Bonusmaterial ist allerdings Mangelware.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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108:43 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 7.1 | Französisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Largo Winch - Tödliches Erbe
Largo Winch
Gefälliger Thriller aus Frankreich
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2008 Regie: Jérôme Salle Drehbuch: Julien Rappeneau Darsteller: Tomer Sisley, Kristin Scott Thomas, Miki Manojlovic, Mélanie Thierry, Gilbert Melki
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 20.11.2009
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