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DVD-Besprechung - Lolita Kill - Wilder Sand

Story:
Charlie Cox (Matt Frewer) ist mit seiner Tochter Joleen (Drew Barrymore), die demnächst 14 wird, mit dem Auto in Nevada unterwegs. Als ihnen das Benzin ausgeht, kommen sie in ein kleines Städtchen, in dem sie zunächst nicht besonders freundlich aufgenommen werden. Im örtlichen Supermarkt wurde darüber hinaus kurz zuvor jemand ermordet. Da es im ganzen Ort kein Benzin gibt, müssen Charlie und Joleen über Nacht bleiben.

Meinung zum Film:
Das Drehbuch von „Lolita Kill“ stammt unter anderem von Tommy Lee Wallace, der reichlich Erfahrung mit dem Grusel- und Thriller-Bereich hat. Sein Regiedebüt feierte er mit „Halloween 3“, wobei er auch dort gleich das Drehbuch beisteuerte. Darüber hinaus arbeitete er in einigen John-Carpenter-Filmen („The Fog“) in den verschiedensten Bereichen mit. Beste Voraussetzungen also für einen spannenden Thriller, leider kommt dieser Beitrag nicht über den Durchschnitt heraus, ist aber trotzdem alles andere als ein Rohrkrepierer.  

Regisseur Meiert Avis hat ganz wenig Spielfilm-Erfahrung, er ist eher auf Musikvideos spezialisiert und hat einige Beiträge für u.a. U2, Bruce Springsteen und Jennifer Lopez gedreht. Die Erfahrung, die er in diesem Bereich gesammelt hat, ließ er gelegentlich auch in diesem Film einfließen, der daher ab und zu die Optik eines 80er-Jahre-Rock-Videos hat. Beispielsweise wenn Hauptdarstellerin Drew Barrymore („E.T.“, „3 Engel für Charlie“) lasziv im Swimming-Pool schwimmt. Wer beim Filmtitel und der Tatsache, dass Barrymore mitspielt und Jennifer Tilly („Bound – Gefesselt“) eine Nebenrolle hat, in Erwartung entsprechend nackter Haut mit der Zunge schnalzt, wird aber zwangsläufig enttäuscht werden: Tilly bleibt bekleidet und Drew Barrymore spielt nicht nur eine 14-Jährige, sondern war zum Zeitpunkt des Filmdrehs auch tatsächlich erst so jung. Ansonsten dreht sich bei diesem Film alles um Charlies Suche nach Benzin und Joleens Entdeckung des anderen Geschlechts: gleich 2 Jungs buhlen in dem Nevada-Kaff um die Gunst des jungen Mädchens, wobei einer von ihnen nichts Gutes im Schilde führt. Und ganz nebenbei ist da noch ein unbekannter Killer, der in dem Ort sein Unwesen treibt. Alle 3 Themen werden zwar gekonnt miteinander verknüpft, dennoch kommt der Film nie so richtig in Fahrt und verharrt im Tal des Durchschnitts.  

Ein Problem des Films ist, dass er stets vorhersehbar ist. Nach ca. 60 Minuten wird der vermeintliche Mörder festgenommen, es ist aber jedem klar, dass auf den Zuschauer hinsichtlich der Identität des Killers noch eine „Überraschung“ wartet, die man sich beim Zusehen aber auch an 2 Fingern selbst abzählen kann. Alles in allem ist „Lolita Kill“ handwerklich gut und auch an der Handlung selbst kann man keine richtigen Mängel feststellen, jedoch dümpelt die Handlung vor sich hin und der Zuschauer weiß immer schon einige Minuten vor den Protagonisten, was als nächstes passieren wird. Immerhin ist der Film mit seinen knapp 90 Minuten Laufzeit nicht allzu lang geraten und bietet durchschnittliche Kost für zwischendurch, die aber keinesfalls nachhaltig im Gedächtnis haften bleiben wird.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild bewegt sich auf einem durchschnittlichen Niveau. Farben und Kontrast sind ok, lediglich die Schärfe ist nicht immer optimal. Für einen Film aus dem Jahr 1989 kann man mit dem Gebotenen aber auf alle Fälle zufrieden sein. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 zeigt keine Schwächen und verfügt über eine gute Dialogverständlichkeit.

Extras sucht man auf der DVD vergebens.

Fazit:
„Lolita Kill“ macht nichts wirklich falsch, kommt über den Durchschnitt dennoch nicht hinaus. Thrillerfreunde können diesen Beitrag jedoch als Zwischendurchkost genießen, einen bleibenden Eindruck wird der Film jedoch nicht hinterlassen. Die DVD-Qualität ist ok.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
85:29 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Lolita Kill - Wilder Sand - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Lolita Kill
Far from Home

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Kann man gucken - muss man aber nicht


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1989
Regie:
Meiert Avis
Drehbuch:
Tommy Lee Wallace
Darsteller:
Matt Frewer, Drew Barrymore, Richard Masur, Karen Austin, Susan Tyrrell, Jennifer Tilly

Label Deutschland :
Epix
Verkaufsstart Deutschland :
23.10.2009