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DVD-Besprechung - Dream a little Dream

Story:
Bobby Keller (Corey Feldman) ist ein Teenager, der unglücklich in ein bereits vergebenes Mädchen verliebt ist und dessen schulischen Leistungen ebenfalls zu wünschen übrig lassen. Durch einen Unfall wird sein Körper von dem Traumforscher Coleman Ettinger (Jason Robards) übernommen, der fortan versucht, das Leben von Bobby in die richtigen Bahnen zu lenken.

Meinung zum Film:
„Dream a little dream“ ist das Werk des eher wenig bekannten Regisseurs Marc Rocco. Ungleich prominenter ist dann schon die hochkarätige Besetzung des Films. Die Hauptrolle wird von Corey Feldman („Goonies“, „The birthday“) gespielt, den älteren Traumforscher Ettinger verkörpert Jason Robards („The day after“, „Spiel mir das Lied vom Tod“). In Nebenrollen sind unter anderem Harry Dean Stanton („Twin Peaks – Fire walk with me“) und Piper Laurie („Twin Peaks“, „Carrie“) zu sehen. Leider rettet das namhafte Ensemble diese 80er-Jahre-Body-Switch-Komödie nicht vor dem Scheitern.

Dass jung und alt den Körper tauschen, hat man schon gefühlte 1000 mal gesehen, „Dream“ kann sich aus diesem Überangebot leider nicht herausheben, obwohl der Film versucht, gegenseitiges Verständnis für die jeweils andere Generation aufzubringen. Es dauert schon mal eine knappe halbe Stunde, bis der Film Fahrt aufnimmt und es zu dem Unfall kommt, bei dem Coleman in den Körper von Bobby schlüpft. Davor werden die beiden Charaktere eingeführt, wobei es dabei wenig zu erfahren gibt: Bobby ist ein Loser und Coleman ist ein Spinner, das hätte man auch innerhalb von 5 Minuten klären können. Auflockerung gibt es nur durch die typische 80er-Jahre-Musik, die für entsprechende Fans sicherlich ein Leckerli ist. Leider reicht das nicht aus, um die 110 Minuten Spielzeit unterhaltsam über die Bühne zu bringen. Der einzige nennenswerte Drehbuch-Kniff ist die Tatsache, dass nur Coleman in Bobbys Körper schlüpft, während Colemans Körper verschwindet und Bobby mit Coleman in seinen Träumen sprechen kann. Colemans Frau Gena (Piper Laurie) ist übrigens auch verschwunden und so muss Coleman in Bobbys Körper nicht nur dessen Probleme lösen, sondern auch seine Frau finden.

Wer darüber hinaus auf gelegentliche 80er-Aerobic- und Tanzeinlagen steht, wird bei diesem Film vor Freude aufschreien, alle anderen jedoch peinlich berührt zur Seite schauen. Auch Colemans Fortschritte, Bobbys Leben auf die Reihe zu bekommen und die Dame seines Herzens „klarzumachen“ ist wenig interessant. Es gibt eigentlich nur 2 Arten von Szenen: solche, in denen viel gesprochen wird, die Handlung dabei aber keinen Millimeter vorankommt und solche, in denen gar nicht gesprochen wird und der Zuschauer mit Musik eingelullt wird. Schade, man hätte durchaus mehr aus dem Film machen können, zumal die Starbesetzung besseres erhoffen lässt. Nur diejenigen, die auf 80er-Flair und die entsprechende Musik stehen, dürften einigermaßen gut unterhalten werden.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist für einen 20 Jahre alten Film recht gut geworden. Die Schärfe ist nicht überragend, aber durchaus akzeptabel. Bildfehler oder -verschmutzungen sind keine zu entdecken. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 verfügt über eine gute Dialogverständlichkeit.  

Extras sucht man auf der Scheibe vergebens.

Fazit:
„Dream a little dream“ ist eine typischer 80er-Jahre-Komödie, die nicht zu unrecht keinen hohen Bekanntheitsgrad hat. Dass der Film über 20 Minuten braucht, bis er in Fahrt kommt, ist symptomatisch für dieses ansonsten gut besetzte Werk, das für entsprechende Fans darüber hinaus einen guten Soundtrack aufweist. Die DVD-Qualität ist gut, leider gibt es keine Extras.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
110:24 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Dream a little Dream - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Dream a little dream
Dream a little dream

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
80er-Jahre-Komödie, leider ein Schnarcher


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1989
Regie:
Marc Rocco
Drehbuch:
Daniel Jay Franklin, Marc Rocco, D.E. Eisenberg
Darsteller:
Corey Feldman, Corey Haim, Jason Robards, Piper Laurie, Harry Dean Stanton

Label Deutschland :
Epix
Verkaufsstart Deutschland :
23.10.2009