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DVD-Besprechung - Die Ludolfs - Staffel 5
Story:
Die Ludolfs, das sind die vier wohl einzigartigen Brüder Peter, Horst-Günter, Uwe und Manfred ("Manni"), die gemeinsam eine Autoverwertung in Dernbach, im Westerwald, betreiben. Die Zusammenarbeit der Brüder erfolgt dabei arbeitsteilig im Sinne ihrer besonderen Vorlieben und Stärken. Peter ist der Verwalter des gigantischen Ersatzteillagers mit einigen Millionen Teilen, das er mit Hilfe seines genialen "Haufenprinzips" organisiert. Horst-Günter leitet hingegen den telefonischen Kundendienst. Manfred und Uwe dagegen tragen die Verantwortung für die Abholung und Ausschlachtung der Schrottautos und befinden sich ständig im brüderlichen Wettstreit, der meist mit Hilfe motorisierter Untersätze ausgetragen wird.
Meinung zum Film:
Am 9. April 2009 gaben die Ludolfs mit "Die Ludolfs - Dankeschön für Italien!" ihr Kinodebüt. Der mit 68 Kopien gestartete Film konnte allerdings weder bei der Kritik, noch bei den Zuschauern landen und erreichte lediglich enttäuschende Besucherzahlen. Am Startwochenende verirrten sich gerademal 9000 Besucher in den Film. Die DVD-Auswertung der Kinopremiere erfolgte bereits am 25. September 2009. Dafür war "Die Ludolfs" in der Zwischenzeit auch für den "Adolf-Grimme-Preis 2009" in der Kategorie Unterhaltung/Spezial nominiert. Letztendlich mussten sie sich allerdings "Extra 3: Johannes Schlüter" und Peter Zwegat geschlagen geben. Mit dem Erscheinungstermin der vorliegenden 5. Staffel hat sich Polyband allerdings viel Zeit gelassen. Die DVD-Premiere der 4. Staffel, im April 2009, liegt bereits sechs Monate zurück. In der Zwischenzeit liefen auf D-Max bereits die komplette 5. und 6. Staffel, zudem wurden von der aktuellen 7. Staffel bereits acht Folgen ausgestrahlt. Somit bringt es die Serie aktuell schon auf 86 Folgen. Die 5. Staffel wird auf drei DVDs ausgeliefert und beinhaltet insgesamt nur neun Folgen, von denen die letzte außerdem lediglich eine "Best of"-Folge darstellt. Die DVDs befinden sich in einem Digipak, das in einem ansprechenden Schuber untergebracht ist, den jedoch leider auf der Vorderseite ein großes FSK-Logo "ziert".
Angesichts der Merchandising-Aktivitäten um die "Gebrüder Schrott", als Teil eines umfassenden, ausgeklügelten Marketing-Konzepts, muss bei einer solch langlebigen Doku-Soap mit äußerst überschaubarer Handlung in zuvor grob festgelegten Bahnen irgendwann der Moment kommen, wo die Ideenlosigkeit grassiert, bzw. sich die Faszination des behandelten Phänomens erschöpft. Bereits der gefloppte Kinofilm hat gezeigt, dass der Erfolg der Ludolfs nicht mehr beliebig potenzierbar ist, schon gar nicht ohne neue Ideen und als reine Cashcow. Gerade in den ersten drei Folgen der 5. Staffel zeigt sich eine erschreckende Ideenlosigkeit und selbst für Ludolf-Verhältnisse ausufernde Handlungsarmut. Zudem bekommt auch der oft bemühte "Authentizitätsfaktor" der Ludolfs größere Risse. Was die Gebrüder, allen voran Manni, in diesen Folgen an Sprachfehlern produzieren, hat offensichtlich mit der Realität nichts zu tun und lässt die Hauptprotagonisten wie Clowns erscheinen, was sicherlich auch nicht im Sinne der Fans sein dürfte. Auch mit Aktivitäten wie dem "Nachäffen" von Motorengeräuschen begibt man sich auf den schmalen Pfad des Klamauks, bzw. des Blödsinns.
Auch die vermeintlichen Schwerpunkte der einzelnen Episoden enttäuschen. Uwes angebliche Angst vor Pferden, die Manni therapieren will, lässt sich beispielsweise für den Zuschauer gar nicht erkennen. Andererseits wird zwanghaft versucht, die Spielzeit von rund 46 Minuten zu erreichen, somit darf man beispielsweise schonmal minutenlang Günther beim Sahneschlagen per Hand(!) zuschauen. Mit der vierten Folge strafft sich das Handlungsgefüge dann glücklicherweise wieder ein wenig und auch die automobilen Freuden rücken wieder stärker in den Vordergrund. Trotzdem gibt es nichts wirklich Neues zu sehen, Peter träumt vor sich hin und philosophiert in der Küche vor sich hin, Manni lässt mal wieder den Künstler raushängen und versucht zudem, seinen mittlerweile auch recht stattlichen Bauch wieder abzutrainieren, Günther verlässt kaum die eigenen vier Wände und Uwe zieht seinen Bruder Manni auf.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität der DVDs entspricht weitgehend den bisherigen Boxen. Für eine TV-Serie bieten die DVDs somit weiterhin gute Schärfewerte und kräftige, natürliche Farben. Der Kontrast ist aber nicht immer optimal, gerade bei Außenaufnahmen überstrahlt das Bild teilweise deutlich, einige Innenaufnahmen wirken hingegen relativ düster. Das leichte Hintergrundrauschen ist weiterhin vorhanden, macht sich aber nicht wirklich störend bemerkbar. Die deutsche Tonspur bietet zu jeder Zeit eine gute Verständlichkeit und ist ausgewogen abgemischt.
Es gibt keinerlei Bonusmaterial.
Fazit:
Mit gerademal acht neuen Folgen ist die vorliegende Staffel-Box der Ludolfs äußerst schmal ausgefallen, was noch durch das Fehlen von Bonusmaterial unterstrichen wird. Zudem stellt sich mittlerweile mehr denn je die Frage, ob die Faszination der Ludolfs auf Dauer erhalten werden kann. So sind wirklich durchgeplante Skripte einerseits kaum noch existent, andererseits wird aber versucht, an den Charakteren der Ludolfs selbst "herumzuschrauben", was natürlich gerade den authentischen, unbeschwerten Eindruck der Ludolfs als Gegenentwurf zum stressigen Alltag der Normalbevölkerung schmälert. Insgesamt ist die 5. Staffel wirklich nur noch eisenharten Fans der Serie, bzw. Charaktere, zu empfehlen und leidet unter fehlenden Highlights sowie Konzeptionslosigkeit bis zur Langeweile.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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9 Folgen à ca. 46 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Die Ludolfs - Staffel 5
Die Ludolfs - Staffel 5
Bei den Ludolfs ist in der 5. Staffel ziemlich die Luft raus, auch wenn die Bäuche immer dicker werden!
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2008 Darsteller: Die Ludolfs
Label :
Polyband
Verkaufsstart : 23.10.2009
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