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DVD-Besprechung - X-Men - Staffel 4.1
Story:
Wolverine, Cyclops, Jean Grey, Beast, Storm, Rogue, Jubilee und Gambit sind Mutanten, die unter der Leitung von Professor X die Menschheit vor Angriffen bösartiger Mutanten beschützen. Bekannt sind sie unter dem Team-Namen X-Men, doch die Öffentlichkeit nimmt sie keinesfalls als große Helden wahr, sondern fürchtet sie auf Grund ihrer Mutantenkräfte. Dies hält die X-Men aber nicht davon ab, weiterhin für ihre gerechte Sache zu kämpfen und an den Frieden zwischen Menschen und Mutanten zu glauben.
Meinung zum Film:
Mit „X-Men – Staffel 4.1“ geht die vierte Staffel der beliebten Heldengruppe, nach Rechnung der deutschen TV-Austrahlung nun auch im Heimkino ins Rennen. Gleich zu Beginn in „Nightcrawler“ hat ein ständiges Mitglied der Comic-X-Men seinen Einstand in der Serie. Als Wolverine, Gambit und Rogue sich zur Erholung in den Schweizer Alpen aufhalten, hören sie immer wieder von einem furchterregenden Dämonen, der von vereinzelten Dorfbewohnern gesehen wurde. Nach einem Unfall auf der Schneepiste rettet das Trio sich in ein nahe gelegenes Kloster, wo sie dem leibhaftigen Dämonen begegnen, hinter dem sich natürlich Nightcrawler verbirgt. Neben dem Erzählen eines ersten Teils seiner Geschichte, zählen in dieser Episode vor allem die Gespräche zwischen dem als Dämon verschrienen Mutanten und Wolverine zu den Glanzpunkten. Wie auch in den Comics sind sich beide von ihrer Grundhaltung her ziemlich ähnlich, wurden durch den Umgang ihrer Umwelt mit ihnen zu Eigenbrötlern, die nicht sonderlich gut zu sprechen sind auf die Welt im allgemeinen und auch mit sich selbst hart ins Gericht gehen. Doch während Wolverine seine Gefühle in Form seines Zynismus und seiner rauen Art auslebt, lässt Nightcrawler seine Energie in seine Späße und seinem Glauben fließen.
In der letzten Folge der DVD, „Blutlinien“ gibt es dann gleich ein Wiedersehen mit Nightcrawler, der sich in der Animationsserie nicht den X-Men angeschlossen hat. In dieser Episode wird vor allem seine Hintergrundgeschichte noch weiter beleuchtet. Er bittet die X-Men um Hilfe für seine leibliche Mutter, die in einem anonymen Schreiben an ihn bedroht wird. Seine leibliche Mutter hat er zwar nie gesehen, er hat noch nicht einmal eine Ahnung davon, wer sie überhaupt ist, aber als gottgläubiger, verzeihender Mensch stellt dies für ihn keinen Grund zum Zorn oder Frust dar. Für ihn ist es keine Frage, dass er ihr zur Seite stehen muss, wenn sie seine Hilfe braucht. Wer die Identität von Nightcrawlers Mutter kennt, weiß höchstwahrscheinlich auch, in welcher Verbindung diese zu einem weiteren Mitglied der X-Men steht. Und da dieser Teil der Hintergrundgeschichte auch in dieser Episode eine Bedeutung hat, dürfen die beiden Nightcrawler-Folgen sicherlich zu den besseren und bedeutenderen der X-Men-TV-Serie gezählt werden.
Im 2-Teiler „Reise in die Vergangenheit“ wird das ganze Zeitreisechaos offenbar, das die Comicuniversen schon seit Jahrzehnten vor Probleme stellt. Diese entstehen dadurch, dass immer wieder Eingriffe aus parallelen Zeitlinien in das momentan gezeigte Hier und Jetzt passieren, wodurch zahllose Paradoxen entstehen. In diesem Fall handelt es sich um alternative Versionen von Wolverine und Storm, die in einer Welt des ständigen Krieges zwischen Mutanten und Menschen leben, da Xavier in diesem Universum starb, bevor er die X-Men gründen konnten. Bishop und Shard kommen nun aus einer Zukunft in diese Zeit, um das Leben des Professors zu retten. Das ganze Durcheinander und die gesamte Unlogik der kompletten Zeitreisethematik wird in diesem Zweiteiler sehr offensichtlich und es wäre verschwendete Zeit, sich mit der Thematik an sich auch nur minimal tiefgehend zu beschäftigen. Aber immerhin stimmt die Action, weswegen die Folge durchaus gut zu unterhalten versteht. Des Weiteren erwarten den Mutanten-Fan auf der DVD noch eine eher schwache Doppelfolge namens „Proteus“, in dem der mächtige Mutant Proteus auf der Suche nach seinen Eltern für reichlich Schutt und Asche sorgt. Ebenfalls von Familienproblemen handelt die Episode „Familienbande“, in der Scarlet Witch und Quicksilver ebenfalls erfahren müssen, dass ihr leiblicher Vater ein anderer ist, als der, den sie über die Jahre immer dafür hielten. Wer die Comics kennt, weiß bereits, welcher ominöse Mutant sich dahinter verbirgt. Aber selbst mit Überraschungseffekt wegen des Erzeugers kommt diese Episode etwas mau und im Seifenoper-Format daher.
Digitale Aufarbeitung:
Bei Bild und Ton werden weiterhin gute Durchschnittswerte erreicht. Den kräftigen Farben stehen lediglich stellenweise Treppcheneffekte gegenüber. Der deutsche Stereo-Ton ist durchgehend gut verständlich.
Als Extra gibt es erneut lediglich ein Faltblatt mit einem kurzen Episodenführer.
Fazit:
„X-Men – Staffel 4.1“ bietet neben zwei äußerst gelungenen Nightcrawler-Episoden und einem guten, wenn auch inhaltlich leicht verworrenen Zeitreise-Zweiteiler noch 3 Episoden, die sich in erster Linie mit verworrenen Familienbanden beschäftigen. Dabei geraten die Action und der eigentliche X-Men-Soap-Faktor ein wenig in den Hintergrund, worunter auch der Unterhaltungswert ein klein wenig leidet. X-Men-Anhänger können dies aber sicherlich verkraften und erfreuen sich an den gelungenen Abenteuern ihrer Helden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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7 Episoden à ca. 22 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch |
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Bonusmaterial:
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- Faltblatt mit Episodenführer
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X-Men - Staffel 4
X-Men - Season 3 / Season 4
Ein gelungener Nightcrawler-Einstand und einiges an familiärem Durcheinander
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1995 / 1996 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: -
Label :
ClearVision
Verkaufsstart : 16.10.2009
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