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Blu-ray-Besprechung - The Children
Story:
Weihnachtszeit, Familienzeit. Die Schwestern Chloe (Rachel Shelley) und Elaine (Eva Birthistle) treffen sich mit ihren Familien auf dem Land, um das Weihnachtsfest gemeinsam zu feiern. Natürlich sind auch die Kinder der Schwestern dabei, um im Schnee eine schöne Zeit zu haben. Alle Voraussetzungen stimmen, denn das Wetter ist schön kalt und es liegt auch Schnee, doch da befällt die Kinder eine mysteriöse Krankheit und sie werden zu mordenden Bestien.
Meinung zum Film:
„The Children“ ist ein Mystery-Film der harten Sorte. Der Film beginnt eigentlich ganz idyllisch und zwei verwandte Familien treffen sich in einem Haus auf dem Lande, weitab von der Stadt. Eine fast schon typische Ausgangslage für ein eskalierendes Szenario und das kommt. Fast eine halbe Stunde lang bekommt der Zuschauer Harmonie pur und einen fast schon intimen Eindruck von den internen Beziehungen. Einzig, dass eines der Kinder offenbar eine Art Magen-Darm-Virus hat und sich übergeben muss, stört ein wenig das Idyll. Nach ca. 30 Minuten beginnt dann die Eskalation mit einem schrecklichen Schlittenunfall, der in Wirklichkeit keiner war. Nach und nach fallen auch die anderen Kinder dem unbekannten Virus zum Opfer und die Kinder werden zu einer tödlichen Gefahr.
Ab hier wird mit moralischen Grundsätzen gespielt und es stellt sich die grausige Frage, ob man sich gegen die mordenden Kids wehren soll und wie. Das Tempo der Handlung und die stetige Steigerung der Spannung nehmen den Protagonisten diese Frage ab. Entweder man ist für den Nachwuchs und stirbt, oder er wird bekämpft und das Überleben scheint gesichert. Der Film ist kein lauter Kracher, aber einer, der die Handlung ernst nimmt und mit gut agierenden Schauspielern aufwarten kann. Selbst die Kinderdarsteller sind erstklassig und sie verbreiten gesunden Horror. Was das für eine Art von Virus ist, bleibt vollkommen offen und vielleicht ist das auch gut so. Anstatt irgendeine Erklärung an den Haaren herbei zu ziehen, wird die Situation unerklärt gelassen. Bei „Kinder des Zorns“ gab es immerhin auch keine echte Erklärung.
Das verstärkt den ethischen Druck. Unwillkürlich stellt sich der Zuschauer die Frage, ob die Kinder nicht geheilt werden können. Abseits der Handlung fallen immer wieder sehr gute Szenenübergänge und tolle Bildsequenzen auf. Stilistischer wurde Blut nur selten vergossen und mit der Kamera eingefangen. Die einzelnen Szenen, in denen die Erwachsenen umkommen, sind schon sehr hart und unerbittlich. Die Spezialffekte sind sehr gut, werden aber nicht zu übertrieben oder gar zu lange eingesetzt. Insgesamt strahlt die Produktion eine sehr gute Professionalität aus, denn alles wirkt stimmig. Um keine Längen aufkommen zu lassen, wurde auch die Laufzeit nicht künstlich gedehnt.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität der Blu-Ray-Disc ist erstlassig, wie auch schon die DVD ein Hingucker war. Die Farben wirken frisch und die Optik wirkt so klar, als stünde man direkt neben dem Geschehen und nicht vor einem Bildschirm. Der Kontrast ist sehr gut und auch die Bildschärfe ist jederzeit eine Augenweide. Ob Nahaufnahmen oder Tiefenschärfe, hier werden alle Wünsche erfüllt. Der Ton ist gut und differenziert, wenn er auch nicht so sehr die Rears mit einbezieht.
Die Extras sind sehr üppig ausgefallen und liegen komplett mit deutschen Untertiteln vor. Den Anfang macht das Making Of (20 Minuten), welches aber eher den Charakter eines Behind the scenes hat. Weiter geht es mit der Auswahl der Drehortes in Ostanglien und der Beantwortung der Frage, warum es ausgerechnet dort sein sollte (4 Minuten). Der Effektmann Paul Hyett darf dann auch noch zeigen, was in ihm steckt und er erläutert einige Spezialeffekte (5 Minuten). Interessant ist das Kapitel, wie der Schnee von den Spezialisten von "Snow Business" gemacht wurde und mit welchen Mitteln sie echten Schnee herzauberten (7 Minuten). Die nächsten rund 9 Minuten führt Tom Shankland durch seine Kreativzentrum und wie der Film entstanden ist. Natürlich darf auch eine Nahbetrachtung der Arbeit mit den Kids nicht fehlen (5 Minuten) und geschnittene Szenen werden auch angeboten. (6 Minuten). Den Abschluss bilden der deutsche Tailer und insgesamt sieben Interviews mit Cast & Crew.
Fazit:
„The Children“ ist ein guter Film, der zunächst behutsam beginnt und sich dann in einen Survivalstreifen wandelt. Freunde des Genres werden sich sicherlich sehr gut unterhalten fühlen. Die Technik gibt auch keinen Grund zur Kritik.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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84:12 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS 5.1 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Der Drehort
- Körperteile mit Paul Hyett
- Schneedesign
- Tom Shanklands Höhle
- Working with children
- Deleted Scenes
- Trailer deutsch
- Interviews
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The Children
The Children
Es gibt sie doch, die kleinen Monster
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 2008 Regie: Tom Shankland Drehbuch: Tom Shankland, Paul Andrew Williams Darsteller: Eva Birthistle, Stephen Campbell Moore, Jeremy Sheffield, Rachel Shelley, Hannah Tointon
Label :
pandastorm pictures
Verkaufsstart : 12.03.2010
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