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DVD-Besprechung - Masada
Story:
Masada ist ein Felsplateau in der Wüste Israels, ein strategisch wichtiger Ort, auf dem sich einige hundert Juden, die gegen die Besatzung Roms aufbegehren, verschanzt haben. Flavius Silva (Peter O‘ Toole) wollte eigentlich seinen Lebensabend in Rom verbringen, aber der Aufstand zwingt ihn dazu wieder nach Israel zu reisen. Er lässt die Festung belagern, gleichzeitig aber auch eine Rampe bauen, auf der die Kriegsgeräte direkt an die Mauer der Festung gefahren werden können. Doch was wird er auf Masada vorfinden?
Meinung zum Film:
Über Monate hinweg belagerten die Römer einst Masada. Einige Quellen sprechen von Jahren, aber das entspricht nicht dem neuesten Stand der Forschung, denn man hätte wohl eine jahrelange Belagerung gar nicht erst durchführen können, da sie ein gewaltiges logistisches Problem hervor gerufen hätte. Umso erstaunlicher ist die schiere archetektonische Leistung, die die Römer vollbrachten, als sie Rampe hoch zur Festung erschufen, die auch heute noch zu sehen ist. Der Kampf um Masada war letztendlich nur die abschließende Episode in einem Aufstand der Jugen gegen die Römer, wenn auch mit einem Ausgang, der diesen Kampf zum Symbol für den jüdischen Freiheitswillen. Denn die eingeschlossenen Männer, Frauen und Kinder töteten sich selbst, um nicht den Römern in die Hände zu fallen.
Die ganze Geschichte rund um Masada konnte eigentlich nur in einer Fernsehserie verarbeitet werden. Zu viele Stationen mussten eingeführt und erzählt werden, zu viele Charaktere galt es einzubinden. Allen voran natürlich Flavius Silva und Eleasar ben Ja'ir (Peter Strauss). Alles in Allem gelang es ein Epos zu drehen, das erst in der jüngeren Vergangenheit durch die Serie „Rom“ wieder annähernd erreicht werden sollte. Und das gilt in vielerlei Hinsicht. Filmisch ist diese Miniserie ein großes Vorbild, insbesondere für die Achtziger Jahre. Man hatte sich viel Mühe gegeben ein Kinoniveau zu erreichen. Das galt freilich auch für die Ausstattung, die Kostüme, die Anzahl der Statisten und der Darsteller und letztendlich auch für die Special Effects, die zwar spärlich, aber sehr sinnvoll zum Einsatz kamen. Und ganz zum Schluss setzte man auch in der Wahl der Location Massstäbe, denn man drehte an Originalschauplätzen und nicht etwa im Studio. Alles in allem hat es dazu beigetragen, dass die Fernsehserie auch heute noch brillieren kann.
Wo viel Licht ist, ist durchaus aber auch Schatten zu suchen. Peter O‘ Toole („Lawrence von Arabien“) und Peter Strauss („The Last Tycoon“) beherrschen die Fernsehserie mit ihrer Präsenz und ihrem ganzen Habitus. Die beiden Gegner sind natürlich auch die Hauptcharaktere dieser Serie, basiert sie doch auf dem Roman „Die Gegner“ von Ernest K. Gann. Aber sie überstrahlen etwas zu sehr den Rest des Casts, der durchaus einige weitere bekannte Namen aufweist, allen voran Barbara Carrera („Dallas“), die die Geliebte von Flavius Silva spielt. Diese Konzentration auf zwei Charaktere ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits kann man charismatische Szenen schreiben, in der dann auch die Darsteller wirklich brillieren. Andererseits fällt dabei der Rest des Plots etwas neben dran ab. Aber man muss hier auch sehen, dass dies Meckern auf hohem Niveau ist.
Digitale Aufarbeitung:
Es ist etwas schade, dass das Material gerade bei den Nachtszenen ein deutlich zu sehendes Rauschen aufweist. Das mag am inzwischen durchaus nicht mehr jungen Material liegen und vielleicht hätte man durch einige Restaurierungsmaßnahmen etwas mehr herausholen können. Alles in Allem ist das Bild aber in einem noch recht guten Zustand. Der Ton liegt leider nur in Dolby Digital 1.0 vor und lässt insgesamt fast jegliche Dynamik vermissen. Damals hat man keinen anderen Ton produziert, schade ist es aber allemal. Die englischen Tonspur klingt weniger voluminös, als die Deutsche, es sind aber mehr Hintergrundgeräusche zu hören.
Es gibt keine Special-Features, außer einem umfangreichen Booklet. Ein großer Teil des Textes im Booklet wurde 1:1 aus der deutschen Wikipedia übernommen, ohne einen Verweis auf die Quelle zu setzen. Auch eines der Bilder aus dem Booklet stammt von Wikipedia. Insgesamt leider eine müde Angelegenheit. Da wäre mehr machbar gewesen.
Fazit:
„Masada“ ist eine hervorragend gefilmte und inszenierte Fernsehserie. Die Konzentration auf die Hauptantagonisten stört etwas. Die Tatsache, dass keine Special Features beigelegt sind, trübt den Gesamteindruck dieser Edition.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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8 Folgen à ca. 45 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Masada
Masada
Der jüdische Freiheitswille wird hier geboren
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1981 Regie: Boris Sagal Drehbuch: Joel Oliansky, Ernest K. Gann Darsteller: Peter O'Toole, Peter Strauss, Barbara Carrera, Anthony Quayle, David Warner, Giulia Pagano, Patrick Gorman, Anthony Valentine, Kevin McNally, Joe Sagal
Label :
Polyband
Verkaufsstart : 27.11.2009
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