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Kino-Besprechung - New in Town
Story:
Die erfolgreiche Managerin Lucy Hill (Renée Zellweger) wird von ihrer Firma von Miami nach Minnesota geschickt, um ein örtliches Tochterunternehmen auf Vordermann zu bringen. Kräftige Einsparungen und Jobkürzungen natürlich inklusive. Die Fahrt vom sonnigen Florida in das winterliche und fernab jeder Großstadt gelegene New Ulm wird zu einem Kulturschock für Lucy. Und ihre Aufgabe wird noch schwerer, als sie gleich zum Start durch ein Missverständnis den Gewerkschaftsvertreter Ted Mitchell (Harry Connick, Jr.) gegen sich aufbringt. Aber um so länger sie in dem urigen Ort bleibt, um so mehr gewöhnt sie sich an die Schrulligkeit, aber auch Herzlichkeit der Einheimischen. Und für Ted empfindet sie bald sogar mehr als nur Sympathie.
Meinung zum Film:
„New in Town“ ist eine romantische Komödie mit Renée Zellweger („Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“) in der Hauptrolle. Damit kehrt sie in das Genre zurück, welches sie ursprünglich zum Weltstar machte. An das Niveau der Bridget-Jones-Reihe kommt dieser Film jedoch nicht heran. Was aber nicht an fehlendem Einsatz der Hauptdarstellerin liegt. Der war besonders beim Drehen der Szenen gefragt, als Lucy gerade im verschneiten New Ulm ankommt und noch die leichte Bekleidung aus Florida trägt. Sämtliche Außenszenen zu New Ulm wurden nämlich in Winnipeg gedreht, wo es zu diesem Zeitpunkt bis zu –47° Kälte hatte. Das war natürlich für das ganze Team sehr hart, aber alle anderen konnten sich wenigstens passend kleiden.
Die männliche Hauptrolle übernimmt Harry Connick, Jr. („P.S. Ich liebe dich“), der vor allem in den humorvollen Szenen als hinterwäldlerischer Kleinstädter zu überzeugen weiß. Connick ist nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Musiker und Komponist ein Begriff. Seinen Durchbruch im Filmgeschäft hatte er mit „Harry und Sally“, für den er die Musik schrieb. Er später kam auch die Schauspielerei hinzu. Auch das Ensemble liebenswürdig-schrulliger Charaktere rund um dieses Paar ist gut besetzt. Hier wäre besonders J.K. Simmons („Spiderman“) zu erwähnen, der den Vorarbeiter Stu Kopenhafer spielt. Extra für diese Rolle legte er knapp 15 kg an Gewicht zu, was für eine Nebenrolle sicher eher die Ausnahme ist. Die Regie führte mit Jonas Elmer („Monas Welt“) ein Däne, der hier ein ordentliches, aber nicht überragendes US-Debüt ablieferte.
Insgesamt hat der Film einige schöne und auch humorvolle Momente, aber es fehlt ihm doch an der Leichtigkeit, die die ganz großen Beispiele dieses Genres auszeichnet. Das eine romantische Komödie einem bewährten Schema folgt, ist ja okay. Aber hier werden die Vorzüge des christlich-konservativen Kleinstadtlebens denn doch etwas zu plakativ vorgeführt. Dass das Leben in einer ruhigen Stadt wie New Ulm, das als die deutscheste Stadt der USA bezeichnet wird, schön sein kann, glaubt man doch auch, ohne derart penetrant darauf hingewiesen zu werden. Zudem wird die Stimmung manchmal etwas durch das gar zu aufdringliche Product Placement gestört. Wenn die Kamera zum Beispiel in einer endlos scheinenden Szene dem Wagen eines bekannten Paketdienstes folgt, wartet man darauf, dass die Geschichte endlich weiter geht. Vor allem, da die direkt folgende Einstellung, in der der Paketbote sein Logo passend für die Kamera hält, fast noch länger zu sein scheint.
Fazit:
„New in Town“ ist eine romantische Komödie nach Schema F. Sie hat zwar einige humorvolle Momente, aber der Funke will nicht immer überspringen. Was unter anderem auch daran liegt, dass die Vorzüge des Kleinstadtlebens gar zu oberlehrerhaft präsentiert werden. Etwas ärgerlich ist auch das teilweise sehr aufdringliche Product Placement.
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New in Town
New in Town
Romantische Komödie nach Standardschema
Autor der Besprechung:
Martin Asbach
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Kanada, 2009 Regie: Jonas Elmer Drehbuch: Kenneth Rance und C. Jay Cox Darsteller: Renée Zellweger, Harry Connick, Jr., J.K. Simmons, Siobhan Fallon Hogan, Frances Conroy, Mike O’Brien, Ferron Guerreiro
Verleiher:
Senator
Kinostart : 26.11.2009
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