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Blu-ray-Besprechung - Expedition Alaska
Story:
Diese zweiteilige Discovery-Channel-Dokumentation zeigt gemeinsam mit Wissenschaftlern, Forschern und Tierfilmern den Einfluss des Klimawandels auf Amerikas letzte Wildnis. Die Auswirkungen der Erderwärmung zu belegen ist ihre Mission. Ihre Berichte über den möglichen Zusammenbruch der Ökosysteme könnten ganze Arten und Lebensräume retten. Aber zuerst müssen die Forscher diese waghalsige Expedition überleben.
Meinung zum Film:
"Expedition Alaska" begleitet ein Team von sechs Wissenschaftlern auf einer vierwöchigen
Expedition durch bestimmte Gebiete Alaskas. Ziel der Gruppe ist es, die Auswirkungen des
Klimawandels zu erforschen, da diese in den eisigen Gebieten des amerikanischen
Bundesstaats so direkt sichtbar werden, wie sonst nirgendwo auf der Welt. Mit dabei sind
Ökologen, Biologen und Kameraleute, die unter anderem schon an so bekannten Produktionen
wie "Planet Erde" mitgewirkt haben.
Jeweils zwei Wochen lang teilen sich die Forscher in drei unterschiedlich große Teams auf
und ergründen unabhängig voneinander bestimmte Regionen. So begibt sich beispielsweise
eines der Teams in die weitläufigste Gletscherregion der Welt, um dort zu überprüfen, ob
das Eis noch genauso dick ist wie bei früheren Messungen. Dabei wird festgestellt, dass die
Dicke der Eisschicht zwar noch in Ordnung ist, es aber dennoch ein sehr großes Problem
gibt: Schmelzwasser fließt im Eis und trägt nach und nach immer größere Teile der Gletscher
ab. Genauso erschreckend sind die Erkenntnisse, die das Team macht, das die Nadelholzwälder
im größten Nationalpark Amerikas begutachtet. Diese Wälder verbrauchen doppelt so viel
Kohlenstoffdioxid wie die tropischen Regenwälder und gehören damit zu den wichtigsten
Einrichtungen der Erde gegen den Treibhauseffekt. Doch die Nadelbäume sterben mehr und mehr ab, da der Fichtenborkenkäfer dort sein Unwesen treibt. Früher hat der
Winter die Insektenpopulation eingegrenzt, doch in jüngerer Zeit gab es einen
Temperaturanstieg um ganze zehn Grad, wodurch dem Holzfresser nun niemand mehr Einhalt
gebietet.
Prinzipiell ist "Expedition Erde" durchaus gut gemacht und bietet eineinhalb Stunden
interessante und spannende Unterhaltung. Es wird auch spürbar, dass die Folgen des
Klimawandels tatsächlich sehr weitreichend sind. Wirklich tiefgründige wissenschaftliche
Erkenntnisse darf man jedoch nicht erwarten. Dafür ist die Produktion einfach zu sehr auf
Action und Drama ausgelegt. Mehrere Male kommen die Forscher nur knapp mit dem Leben davon,
weil sie sich freiwillig und ohne größeren Nutzen in Situationen begeben, wo man sich als
Zuschauer zum Teil nur noch fragt: "Wie blöd kann man denn sein?" Dass man aus einem See
abgefangenes Gas in große Plastiksäcke füllt, die man kurz darauf in einer Stichflamme
aufgehen lässt, dürfte auch eher dem Schauwert dienen als dem tatsächlichen
wissenschaftlichen Beweis, dass es sich um Methan gehandelt hat. Andererseits dürfte diese
actionlastige Inszenierung zumindest dafür sorgen, dass man auch Zuschauer erreicht, die
sich normalerweise eher weniger für das Thema Klimawandel interessieren, von daher lässt
sich hier im Sinne von "der Zweck heiligt die Mittel" noch mal ein Auge zudrücken.
Digitale Aufarbeitung:
Technisch gibt es an "Expedition Erde" kaum etwas auszusetzen. Die Bildqualität erreicht
zwar nicht Referenzniveau, der Full-HD-Transfer leistet aber die meiste Zeit über sehr gute
Arbeit. Manche Einstellungen wirken etwas zu weichgezeichnet, an anderen Stellen sind
hingegen erfreulich viele Details zu erkennen, insbesondere bei den Luftaufnahmen oder auch
bei den Gesichtern der Forscher. Hin und wieder ist dezentes Rauschen auszumachen, das aber
nicht zu stark ins Gewicht fällt. Die Farben sind kräftig und natürlich. Der Ton liegt in
dts HD 5.1 ausschließlich auf Deutsch vor. Die Sprecher sind jederzeit klar verständlich
und die Musik verteilt sich angenehm im Raum. Insgesamt bleibt der Ton allerdings
genrebedingt recht frontlastig.
Als Bonusmaterial gibt es die 47-minütige Featurette "Alaska - Anleitung zum Überleben".
Diese hat noch weniger Wissenschaftsgehalt als "Expedition Alaska" und begleitet
Überlebenskünstler Les Stroud dabei, wie er sich in der Wildnis Alaskas in die
gefährlichsten Situationen begibt. Eine entsprechende Texttafel zu Beginn weist den
Zuschauer dann auch entsprechend darauf hin, dies bitte nicht nachzumachen (sofern man denn
irgendwann mal nach Alaska käme ...). Die Blu-ray Disc verfügt übrigens - das ist neu für Polyband - über ein Wendecover ohne FSK-Logo.
Fazit:
"Expedition Alaska" ist eine interessante Dokumentation, die dem Zuschauer die Auswirkungen
des Klimawandels am Beispiel Alaskas direkt vor Augen führt. Ein bisschen zwiespältig darf
man der sehr action- und abenteuerlastigen Inszenierung gegenüberstehen, doch da die
grundlegende Message durchaus vermittelt werden kann, lässt sich über den nicht immer
extrem hohen wissenschaftlichen Gehalt der Sendung hinwegsehen. Technisch bietet die Blu-ray von Polyband gutes bis sehr gutes Niveau.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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2 Folgen à ca. 45 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Alaska - Anleitung zum Überleben
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Expedition Alaska
Expedition Alaska
Eine actionlastige, aber interessante Dokumentation
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Großbritannien / USA, 2008 Regie: Gemma Atwal, Michael Brown, Nicolas Brown Darsteller: Roman Dial, Sanjayan Muttulingam, Justine Evans, Katey Walter, Gordon Buchanan, Gordon Buchanan
Label :
Discovery Channel
Verkaufsstart : 27.11.2009
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