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DVD-Besprechung - Sexykiller

Story:
Barbara (Macarena Gomez) studiert Medizin, trägt stylische Klamotten und ist eine Serienkillerin. Sie ist der Campuskiller, den die Polizei verzweifelt sucht, denn sie macht keine Unterschiede bei ihren Opfern. Wer ihr positiv oder negativ auffällt, ist dran. Eines Tages lernt sie Tomas (Javier Ambrossi) kennen und verliebt sich in ihn, da sie glaubt, er wäre ebenso veranlagt wie sie. Doch dieser hat ein Verfahren entwickelt, wie er den bestialischen Mörder überführen kann, nicht ahnend, dass seine schöne Barbara so ein unfeines Hobby hat.

Meinung zum Film:
Mit „Sexykiller“ kommt eine extrem schräge Horrorkomödie auf das Publikum zu. Fast jedes Klischee wird bedient und was anfänglich als schwarzhumoriger Slasher beginnt, endet als waschechter Zombiehorror mit diversen blutigen Einlagen. Es wird hemmungslos übertrieben und der Film nimmt sich alles andere als ernst. Killerin Barbara plauscht sogar direkt in die Kamera und erklärt, warum sie die vielen Menschen umbringt. Das Drehbuch hat sogar diesen Talk mit dem Publikum veräppelt, denn als ein Professor in der Vorlesung fragt, mit wem sie denn da reden würde, antwortet sie ganz trocken: „Mit der Kamera“. Diese quietschbunte Mixtur macht richtig Laune, denn immer wieder werden neue Elemente des Horrorfilms auf die Schippe genommen. Obwohl die spanische Produktion nicht an Peter Jacksons „Braindead“ heran kommt, die Richtung stimmt eindeutig.  

Der Film beginnt schon richtig kernig und trocken. Die Frage „Warum töten sie?“ wird von Barbara mit der Gegenfrage „Warum nicht?“ beantwortet. Sie ist kalt, sie ist zynisch und sie versteht es, sich optisch in Szene zu setzen. Sie macht bei ihren Opfern keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Der kleinste Anlass reicht aus, um sich ihren Zorn zuzuziehen und das endet in aller Regel mit dem sofortigen Ableben. Bei der Art der Tötung ist sie variabel. Einen Sexpartner, den sie zuvor noch beim Geschlechtsakt verhöhnte, zieht sie mal eben eine Plastiktüte über den Kopf und lässt ihn in Richtung offenes Fenster marschieren. Ein anderer Kommilitone verliert seinen Kopf, den Barbara dann erstmal mit nach Hause nimmt und im Kühlschrank aufbewahrt. Selbst auf der Toilette ist niemand vor ihr sicher und eine Frau, die ihr ein Kleid vor der Nase weggespannt hat, endet mit einem Wischmob im Schädel. Abwechslung gibt es genug.  

Aber bei allem Hass auf die Menschen hat die schlanke Mörderin auch eine weiche Seite. Durch ein Versehen glaubt sie, dass der etwas unbeholfene Tomas ebenfalls ein Serienmörder ist, doch in Wirklichkeit arbeitet er als Pathologe für die Polizei. Endlich glaubt sie einen Seelenverwandten gefunden zu haben und sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Tomas ist zwar in Sachen Frauen etwas unbedarft, aber als wissenschaftlicher Tüftler hat er ein Gerät erfunden, mit dem die letzten Minuten eines Gehirns abgerufen werden können. Er bietet der Polizei an, es bei einem möglichst frischen Opfer anzuwenden, um den Campuskiller zu identifizieren. Er ahnt ja nicht, dass es sich dabei um die Sexgranate in seinem Bett handelt. Und er hat so gar keine Ahnung, dass seine Erfindung eine unglaubliche Nebenwirkung hat. Und diese überrascht den Zuschauer genauso. Plötzlich verändert sich der komplette Film, ähnlich wie es der erfahrene Zuschauer aus „From Dusk Till Dawn“ kennt. Und das schöne daran ist, dass es der Unterhaltung keinen Abbruch tut.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist bei Innen- wie auch bei Außenaufnahmen in einer ordentlichen Qualität vorhanden. Die Farben sind stellenweise etwas zu kräftig, jedoch verstärkt sich dadurch der Eindruck des Übertriebenen, was mit dem Film selbst bestens korrespondiert. Ein Bildrauschen ist so gut wie nicht zu erkennen. Der Ton könnte etwas detailreicher sein, letztlich reicht es aber für einen akzeptablen Eindruck.

Das Making Of ist auf spanisch, doch es gibt deutsche Untertitel, so dass die Infos nicht vergebens auf die Disc gepackt wurden. Von Beginn an war den Filmemachern klar, dass sie keine Grenzen kennen wollten. Diese und weitere interessante Infos bietet das Making Of. Hinzu kommt noch der Originaltrailer.

Fazit:
„Sexykiller“ ist eine herrlich abgedrehte und bitterböse Horrorkomödie, die so gut wie keine Geschmacklosigkeit aus lässt. Wer Horrorkomödien mag wird hier prächtig unterhalten. Auch die technische Seite spielt gut mit in dieser schrillen Verfilmung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,35:1
2,35:1
85:38 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Spanisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Trailer
Sexykiller - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Sexykiller
Sexykiller, moiras por ella

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Barbara kommt, um Euch zu holen


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Spanien, 2008
Regie:
Migual Marti
Drehbuch:
Paco Cabezas
Darsteller:
Macarena Gomez, Javier Ambrossi, Carolina Bona, Cesar Camino, Alejo Sauras

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
04.12.2009