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DVD-Besprechung - Weekend of Blood
Story:
Fünf junge Leute haben sich auf dem Land ein Haus gemietet und wollen ein bisschen Party machen. Zu ihrer Verwunderung scheint das Haus aber bereits bewohnt zu sein, denn der Kühlschrank ist gefüllt und auch für Getränke scheint gesorgt zu sein. Eigentlich egal, denkt sich die Gruppe, denn sie haben ja immerhin einen Mietvertrag. Also beziehen sie die Zimmer, obwohl es besser gewesen wäre das Haus wieder zu verlassen, denn der Bewohner ist ein kompromissloser Gestörter, der sich einen nach dem anderen vornimmt.
Meinung zum Film:
„Weekend Of Blood“ versucht mit einem Plottwist den Zuschauer auf seine Seite zu bringen, doch zuvor bietet er Slasher-Kost der einfachsten und billigsten Sorte. Zunächst erklärt ein Sprecher aus dem Publikum, dass es eine Gruppe junger Leute gab die gerne und vorsätzlich Regeln gebrochen haben. Irgendwann landeten sie in einem abgelegenen Haus, welches sie nicht wieder lebend verließen. Punkt. Aus. Ende der Info. Als nächste kommt der nächste Klassiker: eine Gruppe von jungen Leuten in einem Auto, die offensichtlich cool, hip und ein wenig verwegen sind. Sie haben ein Haus angemietet und wollen eine klasse Zeit miteinander haben. Klassischer kann ein Slasher oder Horrorfilm nicht eröffnet werden.
Was dann folgt ist biederste Low-Budget-Qualität mit ernsthaften Schwierigkeiten bei der Unterhaltung der Zuschauer. Es wird gemeuchelt, aufgeschlitzt, ausgeweidet und schon nach kürzester Zeit sind bis auf ein Mädel alle tot. Die Art der Darstellung ist erschreckend einfallslos und das einsetzende Katz-und-Maus-Spiel ist ebenso harmlos wie spannungsarm. Bei einer recht kurzen Laufzeit von knapp über siebzig Minuten werden satte 50 Minuten der Langweile geopfert. Dann erfolgt die Wendung und der etwas korpulente Schlitzer mit den wenigen Haaren auf dem Kopf bricht sein Schweigen. Die gesamte Zeit vorher schweigt er nämlich und gibt nicht einen kleinen Hinweis für seine blutige Form des menschlichen Gegeneinanders.
Was er zu sagen hat, wird an dieser Stelle nicht verraten. Es wird Genre-Zuschauer geben, die diese Wendung gut finden werden und andere, denen wird die Story zu konstruiert sein. Beide Meinungen sind durchaus vertretbar. Fakt ist aber, dass über zwei Drittel des Films ein simpelstes Schlitzerkonstrukt anbietet, was die Produktion nicht als Empfehlung durchgehen lässt. Die blutigen Effekte sind relativ einfach, aber deutlich besser als bei so manch anderer Low-Budget-Produktion. Vom kleinen Akkuschrauben bis zum handelsüblichen Haushaltsmesser wird alles für die Dezimierung der Gruppe verwendet. Hinzu kommt noch eine wenig nackte Haut, getreu der Ansicht „Sex Sells“. In diesem Falle sicherlich nicht, zumal die verschiedenen Darsteller noch nicht mal so etwas wie eine Leistung abliefern können.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bildmaterial macht einen eher durchschnittlichen Eindruck, was bei einer Produktion ohne großes Budget typisch ist. Es wirkt stellenweise ein wenig zu hell, wodurch die Farben nicht voll zur Geltung kommen. Zudem ist phasenweise ein Bildrauschen zu erkennen. Der Ton hat nicht viel zu bieten, allerdings kommen die wenigen Dialoge gut herüber und in den etwas actionlastigen Szenen hat auch die sonstige Geräuschkulisse ein wenig mehr zu bieten.
Die Extras gibt es nur in englischer Sprache und ohne jegliche deutsche Untertitel zum Abruf. Mit rund 17 Minuten beginnt das Making Of, welches relativ typisch verläuft und gegenseitige Bauchpinseleien beinhaltet. Über knapp neun Minuten zieht sich der Kommentar von Regisseur Drew Barnhard und stellenweise klingen seine Anmerkungen zum Plot fast schon wie eine Entschuldigung. Die nächsten drei Extras befassen sich mit der Entwicklung des Killers, der Filmmusik und des Filmtitels. Den Abschluss bildet der Originaltrailer.
Fazit:
„Weekend Of Blood“ ist eine Produktion, die den Vielsehern dieses Genres empfohlen sei. Mainstreamzuschauer sind hier nicht gut aufgehoben, denn sie werden weder mit den genretypischen Anspielungen zurecht kommen, noch werden sie einen Gefallen an 50 Minuten der Einfallslosigkeit finden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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71:38 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Kommentar des Regisseurs
- Die Geburt eines Killers
- Making The Music
- Special zum Filmtitel
- Originaltrailer
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Weekend Of Blood
Murder Loves Killers Too
Slasher mit Unterhaltungsproblemen
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Drew Barnhardt Drehbuch: Drew Barnhardt Darsteller: Allen Andrews, Scott Christian, Kelly Devoto, Ryan Franks, Christine Haebermann
Label :
Epix
Verkaufsstart : 27.11.2009
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