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DVD-Besprechung - Ein Engel auf Erden - Staffel 3
Story:
Jonathan Smith (Michael Landon) der Engel auf Erden und sein Partner Mark Gordon (Victor French) sind noch immer auf der Erde unterwegs, um die Aufträge, die von Gott kommen zu erledigen. In der dritten Staffel haben sie es unter anderem mit Waisen zu tun, die ein neues Zuhause suchen und mit weiteren Problemen von Jugendlichen. So wird an einer privaten Schule ein Junge mit Drogen erwischt. Doch auch dessen Vater ist nicht clean. Mark hingegen gewinnt fünf Millionen Dollar und muss sich einer Betrügerin erwehren. Und an Weihnachten scheinen in New York noch Wunder zu geschehen...
Meinung zum Film:
Es wird oft gemunkelt, dass die Season, die in der Mitte einer Serie liegt, den Höhepunkt eben jener darstellt. Oft trifft dies auch zu und damit dürfte es kaum verwundern, dass die dritte Season von „Ein Engel auf Erden“ insgesamt so gut wie keine Schwächen zeigt. Man hat spätestens hier eine Mischung gefunden, die den richtigen Mittelweg zwischen Schrecken und Hoffnung beschreitet. Und man hat sich in dieser Staffel dazu entschlossen noch ein ganzes Stück politischer zu werden, als dies in den vorhergehenden Staffeln der Fall war. Vielleicht hatte man durch diese Vorgehensweise auch dazu beigetragen, dass im Laufe der fünften Staffel die Serie zeitweise abgesetzt und erst einige Monate später fortgeführt wurde. Denn die Sozialkritik rückt auch in Bereiche vor, die als die Stärke der amerikanischen Tugenden angesehen wird: Die Familie.
Wenn man sich insbesondere die Episode ansieht, in der der Vater eines jungen Mannes selbst drogenabhängig ist, dann reibt man sich verwundert die Augen. Die Geschichte ist im gutbürgerlichen Milieu angesiedelt und beinhaltet letztendlich die Botschaft, dass man auch dort nicht wegsehen darf, dass auch und gerade die gutsituierten Familien von dem Problem der Drogen betroffen sind. Das ist eine knallharte Aussage, wie man sie von einer familientauglichen Serie eigentlich nicht erwarten würde. Und es ist vor allen Dingen eine Aussage, die noch heute aktuell ist. Überhaupt hat man sich in der dritten Staffel einmal mehr auf die Fahne geschrieben, Tabus zu brechen und auch Vorurteilen zu begegnen. Natürlich enden die Episoden meist mit einem Happy End, natürlich wird man kritisieren können, dass dem Engel nicht auch einmal etwas misslingt. Das ist aber der einzige wahre Kritikpunkt, den man in dieser Serie anbringen kann.
Zwischen all der Sozialkritik sind aber auch immer wieder Folgen verborgen, die zeigen, wie sehr Michael Landon Kinder am Herzen lagen. Es gibt dabei mindestens eine Folge, die eher negativ ausschert aus der sonst guten Mischung. Und das ist „Der Vater aus der Fernsehserie“, in der zwei Kinder glauben, dass ein Fernsehvater auch in Wirklichkeit so ist, wie er sich im Fernsehen zeigt. Hier wurde Ned Beatty („Superman“) zwar ideal besetzt als griesgrämiger Star, aber er kann die Rolle nicht richtig ausleben und zurück bleibt eine zuckersüße Episode, die man besser gleich wieder vergisst. Aber das ist „Meckern auf hohem Niveau“. Denn insgesamt ist dritte Season in der Tat sehr sehenswert. Überhaupt ist es auch und vor allem mal wieder dem Ensemble aus zum Teil altgedienten Serienstars zu verdanken, dass die Season gut geworden ist. Natürlich sind da an erster Stelle Michael Landon und Victor French zu nennen, die – sicherlich auch durch ihre Zusammenarbeit bei „Unsere kleine Farm“ – perfekt harmonieren. Zwischen den Beiden stimmt einfach die Chemie. Besonders ins Auge sticht neben Ned Beatty sicher auch der Auftritt von Leslie Nielsen, der nur ein Jahr später als Frank Drebin in „Die Nackte Kanone“ im Kino für Furore sorgen sollte.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der dritten Staffel ist deutlich besser als das der zweiten Season. Aber auch hier nervt das Rauschen immer wieder und der Kontrast könnte besser sein. Das Ergebnis wirkt aber harmonischer als in der Vorgängerseason. Der Ton liegt für die damalige Zeit typisch in Dolby Digital 1.0 vor und ist soweit in Ordnung. Auffallend sind wechselnde Synchronstimmen bei den Hauptdarstellern.
Special Features sind keine enthalten.
Fazit:
„Ein Engel auf Erden“ ist noch immer eine innovative Serie. Die DVD-Umsetzung ist in Season 3 besser geworden. Aber es werden noch immer Special Features vermisst.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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24 Episoden à 45 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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Ein Engel auf Erden - Staffel 3
Highway To Heaven
Der Weg in den Himmel ist weit
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1987 Regie: Michael Landon, Dan Gordon Drehbuch: Anthony DiMarco, Michael Landon, Dan Gordon Darsteller: Victor French, Michael Landon, Ned Beatty, Leslie Nielsen
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 03.12.2009
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