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DVD-Besprechung - Das Mädchen aus Monaco
Story:
Wegen eines Mordprozesses reist Maître Beauvois (Fabrice Luchini) nach Monaco. Kaum dort angekommen, verfolgt ihn ein Bodyguard auf Schritt und Tritt, den der Sohn seiner Mandantin engagiert hat. Beauvois freundet sich langsam mit dem Sicherheitsmann an, der sich als Christophe (Roschdy Zem) vorstellt. Während der Tage im Fürstentum gibt es für den Erfolgs-Anwalt nicht nur Arbeit – abseits vom Gerichtssaal lernt er sexy Audrey (Louise Bourgoin) kennen, die ihm rasch den Kopf verdreht. Bald ist Beauvois zwischen Job und Audrey hin und her gerissen und Christophe, der zwei Jahre zuvor eine Affäre mit der blonden Schönheit hatte, hat nun alle Hände voll zu tun, seinen Klienten nicht aus den Augen zu verlieren.
Meinung zum Film:
Der französische Sommerhit aus dem Jahr 2008 von Regisseurin Anne Fontaine ("Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft") ist Komödie, Krimi und Sommerfilm in einem. Die Presse spricht von einer leichten, unbekümmerten und sogar sexy Komödie, welche das mediterrane Flair Monacos einfängt. Und genau damit haben die Kritiker recht. Im Sommer des letzten Jahres konnte "Das Mädchen aus Monaco" an den Kinokassen unseres Nachbarlandes eine beachtliche Ticket-Anzahl verkaufen. Somit steht dem Erfolgsfilm auch der Weg in die Heimkinos unserer winterlichen Gefilde offen. Denn gerade in kalten und grauen Tagen kommt eine Sommerkomödie wie gerufen. "Das Mädchen aus Monaco" ist auf der ersten Ebene eine Komödie. Die sich mit der Zeit entwickelnde kumpelhafte Beziehung zwischen Beauvois (Fabrice Luchini, "Duell der Degen") und Leibwächter Christophe (Roschdy Zem, "Game of Four") bietet einige lustige Momente. Der Anwalt ist zunächst über die ständige Anwesenheit des an seine Seite gestellten Christophe irritiert, was zu einigen amüsanten Momenten führt. An diesen Stellen erinnert "Das Mädchen aus Monaco" durch sein ungleiches Männer-Duo an klassische Buddy-Movies. Der komödiantische Handlungsrahmen wird durchbrochen, als Audrey (Louise Bourgoin, "Sweet Valentine") ins Spiel kommt. Nun erweitert sich der Plot um das angesprochene Krimi-Element.
Die blonde Schönheit arbeitet beim lokalen Fernsehsender und wittert über den aus Paris angereisten Beauvois ihre Chance, möglicherweise den Schritt in die französische Hauptstadt-Metropole schaffen zu können. Audrey becirct den von ihrer Jugend faszinierten Anwalt mittleren Alters so sehr, dass dieser einwilligt, sie eine Doku über seine Person und die Arbeit eines Anwalts drehen zu lassen. Der zuerst von der jungen Frau faszinierte Mann begreift recht spät was geschieht und spinnt zusammen mit Christophe einen Plan, möglichst sauber aus der Sache herauszukommen. Nach der Einleitung rückt das Kennenlernen von Beauvois und Audrey in den Fokus. Vor der malerischer Kulisse Monacos zeigt Fontaine wie ihr Protagonist die Arbeit hinten anstellt und seine Aufmerksamkeit deutlich der blonden Verführerin zuwendet. Hier thematisiert der Film die Männerphantasie von der Konstellation aus älterem Mann und junger Frau.
Als Beauvois schließlich Audreys Absichten durchblickt, vollzieht die Regisseurin einen erneuten Schwung und konzentriert sich fortan für die Pläne, die mittlerweile aufdringliche gewordene Monegassin ruhig zu stellen. Generell ist anzumerken, dass der Film etwas zu viel Zeit benötigt, um "Fahrt aufzunehmen". Die Einführung der Charaktere und die anschließende Affäre nehmen zu viel Platz ein. Die Handlung plätschert so daher, bis der Krimi-Plot dem Film etwas mehr Substanz verleiht. Dennoch ist und bleibt "Das Mädchen aus Monaco" eine Komödie, die den Zuschauer gut unterhält, aber auf der Handlungsebene durchaus mehr Tiefe hätte vertragen können. So hat Regisseurin Anne Fontaine einen kurzweiligen Film geschaffen, der zwar einen unterhaltsamen Abend beschert, aber auch wieder schnell aus den Köpfen schwindet.
Digitale Aufarbeitung:
Die sommerliche Komödie lebt von den lichtdurchfluteten Bildern und den strahlenden Farben. Diese sind für die DVD-Umsetzung aus der Schweiz gut aufbereitet worden. Der satte Kontrast lässt die Farben wirken und das scharfe Bild lässt kaum Rauschen oder anderweitige Fehler entdecken. Neben der deutsche Synchronisation (Dolby Digital 5.1), liegt die französische Originaltonspur im Dolby Digital 2.0- Format wie auch als Surround-Variante in der 5.1-Version vor. Deutsche Untertitel können hinzu geschaltet werden.
Unter dem Menü-Punkt "Bonus" verbirgt sich leider nur der Trailer in der deutschen, wie auch der Originalversion. Ein knapp 20-minütiges Making of in französischer Sprache enttäuscht das nicht französisch sprechende Publikum durch das Fehlen von Untertiteln.
Fazit:
"Das Mädchen aus Monaco" eignet sich für Liebhaber des französischen Kinos und Freunden leichter Sommerkomödien. Der kurzweilige Film hätte durchaus mehr Tiefe auf der Inhaltsebene vertragen können und bleibt so etwas unter den Möglichkeiten. Die Extras sind mit zwei Trailern und einem Making of ohne Untertitel nur dürftig ausgefallen.
Technische Daten (Schweizer Version):
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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90:14 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Originaltrailer
- Deutscher Trailer
- Making of (französisch)
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Das Mädchen aus Monaco
La fille de Monaco
Sommerlich leichte Krimikomödie
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2008 Regie: Anne Fontaine Drehbuch: Anne Fontaine, Benoît Graffin Darsteller: Fabrice Luchini, Louise Bourgoin, Roschdy Zem, Stéphane Audran, Gilles Cohen
Label :
MFA+
Verkaufsstart : 19.11.2009
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