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DVD-Besprechung - Santa Buddies - Auf der Suche nach Santa Pfote
Story:
Als Kleine Pfote, der lebhafte Sohn von Santa Pfote, das Hunde-Schnäuzchen vom Schuften am Nordpol voll hat, kommt er auf eine Stippvisite bei den Buddies vorbei - eine willkommene Abwechslung vom Weihnachtsstress. Doch dann ist plötzlich Weihnachten in Gefahr! Haben die Kinder und ihre Welpen etwa die wahre Bedeutung des Festes vergessen? "Das darf doch nicht wahr sein!", denken sich Kleine Pfote und seine neuen Freunde und brechen auf, das Weihnachtsfest zu retten. Dabei bekommen sie unerwartete Unterstützung von der kleinen Streuner-Dame Mini, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein neues Zuhause. Bald lernen die Freunde, dass Wunder geschehen können, wenn man nur fest daran glaubt.
Meinung zum Film:
Disneys neuer Chef John Lassetter hat sicherlich vieles richtig gemacht. Unter anderem führte er den Konzern zum klassischen handgezeichneten Trickfilm zurück und sorgte zudem dafür, dass die Produktion der unsäglichen Direct-to-DVD-Fortsetzungen der großen Disney-Klassiker endlich eingestellt wurde. Während man ein "Der König der Löwen 33 1/3" also erst einmal nicht befürchten muss, ist es allerdings umso unverständlicher, dass man ein DTV-Franchise wie die "Buddies", das von Film zu Film schlechter wird, nicht auch endlich eingestampft hat. Angefangen hat alles 1997 mit "Air Bud", der Geschichte eines sportverrückten Golden Retrievers. Es folgte eine Kino- sowie diverse Video-Fortsetzungen, bevor die Reihe schließlich die "Buddies" auftreten ließ, eine Gruppe abenteuerlustiger Welpen, die mittlerweile schon so ziemlich alles erlebt haben und sogar bereits ins All geflogen sind. Von Realismus ist also nicht viel zu merken ... muss es bei einem Weihnachtsfilm ja auch nicht unbedingt, wenn denn wenigstens die Story gut wäre, was allerdings leider ebenfalls nicht der Fall ist. Die Geschichte ist irrelevant und wird mit überzogen kitschigen Elementen zudem bis ins Unerträgliche gezerrt. Dass es ein unweigerliches Happyend gibt, kann man einem Familienfilm kaum vorwerfen, aber dass man nahezu jedes Weihnachtsklischee aufgreift, hätte nun wirklich nicht sein müssen. Dass einem dann auch noch ein kranker Junge vorgesetzt wird, dessen Vater natürlich davon überzeugt ist, dass dieser völlig genesen wird, wenn er ausgerechnet ein Hündchen bekommt, ist dann doch ein bisschen zu extrem viel des rosaroten Zuckergusses.
Große schauspielerische Leistungen darf man bei "Santa Buddies" ebenfalls nicht erwarten. Es sind zwar ein paar Erwachsene vorhanden, doch spielen die keinerlei Rolle. Selbst der fiese Hundefänger S. Cruge (ein tolles Wortspiel ...), der als potenzieller Oberbösewicht durchaus das eine oder andere hätte herausreißen können, bleibt farblos und tritt nur unbedeutend am Rand auf. Christopher Lloyd ("Zurück in die Zukunft") merkt man geradezu die traurige Pein an, mit der er diese Rolle übernehmen musste. Story schlecht, Schauspiel schlecht, aber wie sieht es mit den Hunden aus? Sind die denn wenigstens so putzig und knuddelig, dass sie den Film zumindest noch einigermaßen erträglich machen? Nein! Man muss sogar ganz klar sagen, dass es wohl selten so schlechte Filme mit sprechenden Tieren gibt wie "Santa Buddies". Nahezu sämtliche Hunde wirken leb- und teilnahmslos - und sogar geradezu gelangweilt. Im Vergleich dazu würde selbst Willy Wuff einen Oscar als bester Darsteller verdienen - und auch Kommissar Rex hat (ohne dass er dafür sprechen müsste) deutlich mehr Ausdruck als die Buddies.
Noch dazu sind die Animationen grauenhaft. Man stelle sich das Bild eines sehr lahm dreinschauenden ausgestopften Hundes vor, dessen Maul sich extrem unnatürlich und künstlich aussehend bewegt, während man dazu gesprochene Sätze vernimmt, und man bekommt in etwa einen Eindruck davon, was man in "Santa Buddies" ertragen muss. Dagegen ist selbst "Beverly Hills Chihuahua" noch eine echte Perle, wo die Hunde wenigstens Energie versprühten und man mitfiebern konnte. Doch nicht nur bei den Schnauzenbewegungen fallen die sehr schlechten Computeranimationen auf. Noch schlimmer wird es bei den Szenen, die nahezu komplett im Computer entstanden sind, und bei denen man dies auch in jeder Sekunde mit aller Deutlichkeit merkt. So hat "Santa Buddies" letztlich keinerlei Berechtigung, Kindern vorgesetzt zu werden, zumal es so viele Alternativen gibt, die sich auf einem spürbar höheren Niveau bewegen - und zwar in ausnahmslos allen Bereichen.
Digitale Aufarbeitung:
Während der Film leider einfach nur schlecht ist, kann zumindest die technische Qualität der DVD überzeugen. Das Bild ist klar und sauber. Die Farben zeigen sich kräftig und leuchtend, wie es sich für einen Weihnachtsfilm gehört. Auch die Schärfe ist über weite Strecken sehr gut, was die peinlichen CGI-Animationen in ihrer Unschärfe noch deutlicher hervorstechen lässt. Der Ton liegt auf Deutsch, Englisch, Italienisch und Türkisch in Dolby Digital 5.1 vor und leistet ebenfalls sehr gute Arbeit. Zwar ist die Hintergrundmusik des Films wenig gelungen, doch verteilt sich diese zumindest gut abgemischt im Raum. Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich.
Das Bonusmaterial ist - wie leider bei nahezu allen neuen Disney-Filmen - nicht der Rede wert. Es gibt ein Musikvideo sowie drei Lieder zum Mitsingen. Außerdem bekommt man einen Clip vorgesetzt, in dem die Sprouds-Brüder Werbung für das Blu-ray-Format machen ... was eigentlich schon an eine Frechheit grenzt, wenn man das Ganze im Bonus-Bereich als Pseudo-Extra präsentiert bekommt.
Fazit:
"Santa Buddies" ist so ziemlich der schlechteste Direct-to-DVD-Weihnachtsfilm mit sprechenden Hunden, den man sich vorstellen kann. Die Handlung ist belanglos, schauspielerische Leistungen sind nicht vorhanden und die furchtbar schlechte Qualität der Computeranimationen will einen nur noch laut aufschreien lassen. Noch dazu wirken die Hunde gelangweilt und uninteressant. Kindern sollte man in Anbetracht der tollen Alternativen dieses Genres wirklich etwas qualitativ Höherwertiges vorsetzen. Die technische Qualität der DVD kann hingegen nicht beklagt werden, die Extras sind allerdings ein Witz.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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85:00 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Italienisch Dolby Digital 5.1 |
Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Lieder zum Mitsingen
- Musik-Video
- Dylan & Cole Sprouds: Blu-ray ist cool!
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Santa Buddies - Auf der Suche nach Santa Pfote
Santa Buddies: The Legend of Santa Paws
Der schlechteste Weihnachtsfilm aller Zeiten?!
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Kanada, 2009 Regie: Robert Vince
Drehbuch: Robert Vince
Darsteller: Christopher Lloyd, Craig Anton, Andrew Astor, Charisse Baker, Nico Ghisi
Label :
Disney DVD
Verkaufsstart : 03.12.2009
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