Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Bloodbound
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
Das TodesspielEine ganz heiße NummerDas Haus der Geheimnisse

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.897 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Bloodbound

Story:
Victor (Ingo Wendland) und Stan (Torsten Knippertz) sind die Männer, die Gangsterbosse rufen, wenn etwas geregelt werden muss. Sie lassen sich über einen Agenten buchen und erledigen, was zu erledigen ist. Da wird auch schon mal bei einer Rückführung von Kokain ein halbes Dutzend Gangster niedergemacht. Eines Tages geraten die beiden Profis in eine Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Es gibt tatsächlich Dämonen unter der Führung von Oberdämon Angul (Andy Zingsem) und diesen stellt sich seit vielen Jahrzehnten der kämpferische Geheimbund der Seduiten entgegen. Als Stan ebenfalls zu einem Dämon wird, stellt sich Victor auf die Seite ihrer Gegner und es kommt zu einem entscheidenden Finale.

Meinung zum Film:
„Bloodbound“ ist der Beweis dafür, dass wenn bei internationalen Großproduktionen abgekupfert wird, nicht immer ein erstklassiges Ergebnis herum kommen muss. Zunächst muss man aber anerkennen, dass Regisseur Ully Fleischer in seinem Erstlingswerk zeigt, dass er sich im Filmmetier auskennt und auch Ahnung hat, wie wichtig abwechslungsreiche Einstellungen für einen Film sind. Er bietet verschiedenste Kamerafahrten und Perspektiven an und beweist ein Gespür für optisch gute Eindrücke. Handwerklich kann dieser Produktion nichts Schlechtes nachgewiesen werden. Die Spezialeffekte sind gut und stellenweise auch hart. Es gibt sogar CGI-Effekte, die gar nicht mal so schlecht aussehen und eine entsprechende Wirkung haben.  

Leider will der entscheidende Funke nicht überspringen und das hat diverse Gründe. Zum einen wurde zu deutlich bei Filmen wie „Blade“, „Underworld“ oder „Lifeforce“ geklaut, zum anderen wurden diese kopierten Elemente und Ideen zu schwach umgesetzt. Hinzu kommt dann noch die Anlehnung an die Nibelungen-Sage, was ein wenig grotesk wirkt. Kameraperspektiven hin, Spezialeffekte her, es will sich einfach keine Stimmung einstellen. Die Story ist rudimentär und so versucht man mit zahlreichen Actionsequenzen sprunghaft das Ende zu erreichen und gleichzeitig die Einfallslosigkeit zu kaschieren. Die Actionsequenzen in denen es zum Nahkampf kommt, wirken unausgegoren und so, als hätten die Akteure Angst sich tatsächlich zu verletzen. Dadurch wirken die Bewegungen teilweise gehemmt. Die Darstellung der Dämonen durch einfachst aufgemalte Tattoos im Stil von Darth Maul wirkt albern.

Bei den Schießereien ist das etwas völlig anderes, denn diese sind dynamisch und mit hübschen Treffereffekten versehen worden. Hinsichtlich der Akteure konnte Fleischer durchaus auf erfahrene Mimen zurückgreifen und so bekommt das Publikum wenigstens kein Laienschauspiel zu sehen. Ingo Wendland („Verbotene Liebe“) und Torsten Knippertz („Pollydays“) als zentrales Buddy-Duo sind zwar noch nicht ganz so sehr die darstellerischen Granaten, aber immerhin haben die beiden ausreichend Kameraerfahrung. Überraschen kann Peter Nottmeier, den viele Zuschauer aus der Comedy-Sendereihe „Switch“ und „Switch – Reloaded“ kennen. Als hinterhältiger Verräter macht er sich richtig gut und ist zunächst mit den langen schwarzen Haaren erst gar nicht zu erkennen. Auch Thomas M. Held hat es nicht in seiner Comedy-Serie „Sechserpack“ gehalten und so stürmt er ebenfalls mit gezückter Waffe über den Bildschirm.

Digitale Aufarbeitung:
Die Farben des Bildes sind ein wenig gedämpft und so wirkt die Optik ein bisschen eintönig und grau. Bäume und Blätter z.B. wirken überhaupt nicht richtig grün. In dunklen Szenen schleicht sich ein deutliches Bildrauschen ein. Ansonsten ist die Qualität für eine Low-Budget-Produktion sehr passabel. Der Ton hat vor allem beim Score seine Stärken, wobei auch die Dialoge sehr gut hörbar und ausgewogen wirken.

Die Extras starten mit einem Making Of von rund 15 Minuten, welches recht informativ ist und sehr locker eingefangen wurde. Dazu gibt es natürlich auch den Trailer und den rockigen Musicclip „Crawlers“. Im Bonuskapitel Fun Reel wurden knapp fünf Minuten mit Patzern verewigt und zum Schluss gibt es noch ein paar geschnittene Szenen. Der Film kann zusätzlich noch mit einem Audiokommentar von Regisseur Ully Fleischer und Kameramann Stefan Engelbertz gesehen werden.


Fazit:
„Bloodbound“ kopiert viel, doch das Ergebnis ist von Seiten der Story eher mau und wird lediglich eingefleischte Independent-Freunde erfreuen. Handwerklich ist Regisseur Ully Fleischer hingegen durchaus begabt und viele Szenen wurden schick mit der Kamera eingefangen. Die technische Umsetzung ist ordentlich und die Extras gehen in Ordnung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
102:04 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Englisch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar
  • Making Of
  • Trailer
  • Musik Clip "Crawlers"
  • Fun Reel
  • DVD Begrüßung
  • Deleted Scenes


Bloodbound - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Bloodbound
BloodBound

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Zäh kopierte Filmideen in einer passablen Optik


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2007
Regie:
Ully Fleischer
Drehbuch:
Ully Fleischer, Markus Metzler
Darsteller:
Götz Argus, Horst Baron, Dean Baykan, Imke Brügger, Andre Dietz

Label Deutschland :
Epix
Verkaufsstart Deutschland :
04.12.2009