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Kino-Besprechung - Triff die Elisabeths
Story:
Jean-Gabriel (Lucien Jean-Baptiste) ist ein Träumer, der seine Zeit mit verrückten Ideen und Pferdewetten verbringt. Als er seinen Kindern aus einer Laune heraus einen Ski-Urlaub verspricht, obwohl er gerade mal wieder all seine Ersparnisse verloren hat, platzt seiner Frau Suzy (Anne Consigny) der Kragen. Sie macht da nicht mit. Soll er doch sehen, wie er das organisiert. Jetzt muss Jean-Gabriel all seine Gewitztheit und die Hilfe seiner Mutter (Firmine Richard) aufbieten, um das Geld aufzutreiben.
Meinung zum Film:
„Triff die Elisabeths“ ist der erste Film, bei dem der Hauptdarsteller Lucien Jean-Baptiste auch Regie geführt hat. Während er in Deutschland fast völlig unbekannt ist, ist er in Frankreich einer der bekanntesten Filmkomiker. Dazu trägt vor allem auch seine Tätigkeit als Synchronsprecher bei, denn er ist u.a. die französische Stimme von Will Smith und Martin Lawrence. Neben Regie und Hauptrolle war Jean-Baptiste zudem noch für das Drehbuch zuständig, denn der Film beruht auf eigenen Erlebnissen aus seiner Kindheit.
Lucien Jean-Baptiste war selbst auf Martinique geboren worden, bevor seine Mutter mit den Kindern nach Paris zog. Als erste Familie aus ihrem Viertel waren sie damals tatsächlich auch in einen Skiurlaub gefahren. Das Auto war geliehen und die Ski mussten sie sich jeweils zu zweit teilen. Aber es war ein Skiurlaub! Und auch heute, knapp 30 Jahre später, haben sich die Verhältnisse nicht wesentlich geändert. Zu einem großen Teil lebt der Film daher von diesem Gegensatz. Die farbige Familie aus einem Pariser Vorort, die in den „weißen“, gutbürgerlichen Urlaubsort in den Alpen hineinplatzt. Dabei versucht der Film, hieraus seinen Humor zu ziehen, ohne die sozialen Hintergründe völlig zu ignorieren. Zum Schluss hin löst sich dann aber doch alles, Genre-typisch, in Wohlgefallen auf.
Neben Jean-Baptiste ist es vor allem Firmine Richard („8 Frauen“), die den Film trägt. Besonders fein sind die Szenen, die sie mit der Vermieterin Madame Morgeot (Bernadette Lafont, „Wenn wir zusammen sind“) hat, weil hier quasi zwei völlig verschiedene Welten aufeinander prallen. Das ist von beiden Darstellerinnen gut gespielt. Zum Gelingen des Films trägt auch die erfolgreiche Besetzung der Rollen der drei Kinder von Jean-Gabriel bei. Obwohl alle drei noch ohne wesentliche Schauspielerfahrung waren, schaffen sie es, klar erkennbare Persönlichkeiten darzustellen. Eine besondere Verbindung hatte Jean-Baptiste zu dem Darsteller des Monsieur Morgeot, Michel Jonasz („Der Tango der Rashevskis“). Bevor er sich ins Filmgeschäft gewagt hatte, besaß er ein kleines Werbeunternehmen, und damals war Jonasz einer seiner ersten Kunden.
Fazit:
„Triff die Elisabeths“ ist eine Komödie mit mehr Herz und leiseren Tönen, als man nach der Werbung erwarten würde. Wem dieser leise Humor liegt, der kann viel Freude an diesem Film finden. Wer allerdings einen Brüller nach dem anderen erwartet, der wird eher enttäuscht sein.
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Triff die Elisabeths
La Première Etoile
Humorvolles Familienchaos im Schnee
Autor der Besprechung:
Martin Asbach
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2008 Regie: Lucien Jean-Baptiste Drehbuch: Lucien Jean-Baptiste und Marie-Castille Mention-Schaar Darsteller: Anne Consigny, Lucien Jean-Baptiste, Firmine Richard, Jimmy Woha, Loreyna Colombo, Ludovic Francois, Bernadette Lafont, Michel Jonasz
Verleiher:
Kein Verleih bekannt Kinostart : 31.12.2009
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