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DVD-Besprechung - Amazing Stories - Vol. V
Story:
"Amazing Stories Vol. V" zeigt weitere vier Folgen aus der ersten Staffel dieser TV-Serie aus den 80er Jahren. Ein Ehepaar verbringt die letzte Nacht in ihrem alten Haus, bevor der große Umzug ansteht. Plötzlich dringt Musik vom Dachboden und Barbara (Andrea Marcovicci) ist sich sicher: Es spukt. Diese Erfahrung muss auch das Nachmieter-Paar machen. In einem Krankenhaus liegt Ben Dumfy (Joe Seneca) seit 40 Jahrem im Koma. Doch von jetzt auf gleich springt er aus dem Bett, als sei nichts gewesen. Nicht nur Ben ist überrascht, dass er über die Gabe verfügt, mit Koma-Patienten sprechen zu können. Ein Buchautor sieht sich einem Phantom gegenüber, welches allerdings nur in spiegelnden Oberflächen sichtbar ist. Dumm nur, dass kein anderer das nach seinem Leben trachtende Ungetüm sehen kann. Jane (Penny Peyser) wird ungewollt zur Hauptfigur eines Films, der unwissentlich um sie herum gedreht wird.
Meinung zum Film:
"Amazing Stories Vol. 5" enthält vier Folgen der ersten Staffel, welche zwischen Februar und April 1986 über die amerikanischen Fernsehschirme flackerten. Die von Steven Spielberg, Joshua Brand und John Falsey kreierte Serie brachte insgesamt 45 Episoden zustande, welche - auf zwei Staffeln aufgeteilt - zwischen September 1985 und April 1987 im US-Fernsehen ausgestrahlt wurden. Die hier vorliegenden Folgen sind die Nummern 17 bis 20 der ersten Staffel. Episode "Geistreich" erzählt von einem Haus, welches neben den eigentlichen Mietern noch ein Geister-Ehepaar als Untermieter hat. Die zwei sind mit den neuen Hausbewohnern nicht einverstanden und wollen sie vertreiben. Diese Folge von Regisseur Joe Dante ("Looney Tunes: Back in Action") zeigt das, wofür die Serie steht: Seichte TV-Unterhaltung mit leicht übersinnlichem Plot. "Geistreich" ist unterhaltsam anzusehen und bietet kurzweiligen Spaß, ist aber kaum gruselig. Die Rolle des von den Geistern nicht gemochten neuen Hausbesitzers Tony Sepulveda spielt Robert Picardo, der Holodoc aus "Star Trek Voyager".
"Koma" zeigt dem Zuschauer die Geschichte von Ben Dumfy (Joe Seneca, "Die Jury"). Der Mann lag 40 Jahre im Koma, bevor er plötzlich wach wird und vollkommen perplex feststellen muss, dass er über die lange Zeit grau geworden ist. Bei einem Spaziergang durchs Krankenhaus bemerkt Ben, dass er mit dem im Koma liegenden Mädchen Dorothy (Natalie Gregory, "Oliver und Co.") kommunizieren kann und hilft der Kleinen. Diese Folge lebt von Joe Senecas tollem Schauspiel. Der 1996 verstorbene Darsteller spielt seine Figur warmherzig und einfühlsam. Der Zuschauer baut schnell eine Verbindung zu ihm auf und so wird diese Episode der Amazing Stories zu einer der gefühlsmäßig eindrucksvollsten. Vor allem das letzte Drittel wird spannend, da Regisseur Thomas Carter ("Metro") packend inszeniert wie Ben die Kleine Dorothy davon überzeugen will, zurück ins Leben zu kommen. Einen solchen kinoähnlichen Grad an Spannung können nicht viele der Serienepisoden aufbauen und das Ende ist sowohl erfreulich als auch bitter traurig. Bei "Koma" kann man von einer in vielen Belangen gelungenen Episode der Amazing Stories sprechen.
Leider folgt mit den weiteren beiden Episoden eher durchschnittlich interessante TV-Massenware. Selbst ein Meisterregisseur wie Martin Scorsese ("Departed") kann dies nicht verhindern. Der Oscarpreisträger lenkte die Fäden für die Folge "Das Phantom im Spiegel", bei der sich Horrorautor Jordan Manmouth (Sam Waterston, "September") einer latenten Gefahr gegenübersieht: Bei jedem Blick in den Spiegel sieht er ein Phantom auf ihn zukommen. Mit einem Würgedraht in den Händen trachtet es nach seinem Leben. Da nur Jordan das von Tim Robbins ("Das geheime Leben der Worte") gespielte Phantom sehen kann, wird es schwer für ihn, bei anderen Menschen auf Verständnis zu stoßen. Diese Folge kann kaum Spannung oder Grusel aufbauen, da der Plot zu wenig in die Tiefe geht. Jordan beginnt, alle spiegelnden Flächen zu meiden, doch mehr als ein Spießroutenlauf kommt dabei nicht heraus. Die letzte Episode auf dieser Disc trägt den Titel "Versteckte Kamera" und zeigt eine Frau, die unwissentlich im Mittelpunkt eines Films steht, welcher um sie herum gedreht wird. Alle Personen außer Jane (Penny Peyser, "Knight Rider") sind involviert und diese ist sehr erstaunt, nachdem ihr klar wird, was passiert. Auch hier ist der Episoden-Inhalt doch eher mau und die Auflösung recht simpel. Wie die Folge zuvor, eignet sich "Versteckte Kamera" zum nebenbei-ansehen, kann aber bei Weitem nicht die Qualität von "Geistreich" oder "Koma" erreichen, die durch einfallsreichere Geschichten gefallen.
Digitale Aufarbeitung:
Der Serie merkt man ihr Alter in Punkt Bildqualität an. Zu starke Kontraste und etwas Bildrauschen ist zu bemängeln. Auch die Farben wirken stellenweise sehr matt. Der deutsche Ton liegt auf einer Dolby-Digital-2.0-Spur vor, wobei das englische Original im Dolby-Format 5.1 enthalten ist. Untertitel gibt es allerdings nicht.
Als Extras enthält die DVD Deleted Scenes aus den Folgen "Geistreich" und "Koma", die jedoch von recht kurzer Dauer sind.
Fazit:
"Amazing Stories Vol. V" ist eine ordentliche DVD dieser Reihe. Der Zuschauer kann zwei sehr gelungene Folgen, aber auch zwei zu triviale Geschichten erleben. Absolutes Highlight ist die Episode "Koma", welche zu den besten der ersten Staffel gehört.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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4 Folgen à ca. 24 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Deleted Scenes "Geistreich"
- Deleted Scenes "Koma"
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Amazing Stories Vol. V
Amazing Stories Vol. V
TV-Unterhaltung mit schwankender Qualität
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1985 Regie: Joe Dante, Thomas Carter, Martin Scorsese, Paul Bartel Drehbuch: diverse Darsteller: Eddie Bracken, Evelyn Keyes, Bruce Davison, Andrea Marcovicci, Robert Picardo, Joe Seneca, Natalie Gregory, Sam Waterston, Helen Shaver, Tim Robbins, Penny Peyser
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 23.10.2009
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