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Das TodesspielEine ganz heiße NummerDas Haus der Geheimnisse

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Blu-ray-Besprechung - Ein Engel im Winter

Story:
Nathan (Romain Duris) ist ein brillanter New Yorker Anwalt, dessen Karriere sich auf der Überholspur befindet. Doch sein Privatleben ist ein Wrack, nachdem er sich von Claire (Evangeline Lilly), der einzigen Frau, die er jemals liebte, scheiden ließ. Eines Tages spricht ihn der mysteriöse Doktor Kay (John Malkovich) an, der sich ihm als ein Bote vorstellt. Boten sind in der Lage, zu erkennen, wenn Menschen bald sterben. Ihre Aufgabe ist es, diesen Menschen zu helfen, ihr Leben zu ordnen, bevor der Tod sie ereilt. Natürlich will Nathan dem Doktor nicht glauben, doch dieser beweist ein ums andere Mal, dass er die Wahrheit sagt. Und nun ist er gekommen, um Nathan zu helfen.

Meinung zum Film:
Nathan (Romain Duris, "Arsène Lupin") ist ein aufstrebender junger Anwalt in New York, der eines Tages von dem merkwürdigen Dr. Kay (John Malkovich, "In the Line of Fire") aufgesucht wird. Kay scheint in Rätseln zu sprechen, seine unzusammenhängenden Sätze ergeben für Nathan keinen Sinn. Von sterbenden Schwänen spricht Kay, von Nathans sich eventuell nicht in bester Verfassung befindlichem Gesundheitszustand und Ähnlichem. Schnell ist Nathan genervt von dem komischen Kauz und darum umso froher, als dieser kurz darauf sein Büro verlässt. Abends auf dem Heimweg sucht ihn Kay allerdings erneut auf ... und als er den Tod eines Selbstmörders in der U-Bahn-Station vorhersagt, beginnt Nathan, sich für das Geheimnis dieses Mannes zu interessieren ...

So begibt sich Nathan auf den Weg in die Klinik, in der Dr. Kay arbeitet und stellt fest, dass dieser eine Station beaufsichtigt, in der ausschließlich unheilbar kranke Patienten liegen. Im folgenden Gespräch versucht Kay Nathan klarzumachen, dass er die Fähigkeit hat, den Tod von Menschen zu sehen (durch ein besonderes weißes Leuchten, das direkt aus ihnen zu kommen scheint ... der Zuschauer sieht dieses ebenfalls) und die Aufgabe, ihre restliche Zeit auf Erden angenehmer zu machen, in dem er sie beispielsweise mit lange vermissten Familienmitgliedern zusammenbringt und Ähnliches. Allerdings lässt sich laut seiner Aussage der Tod nicht beeinflussen, was auch Nathan merken muss, als Kay ihm erzählt, dass eine alte Freundin Nathans bald sterben wird, was dann auch tatsächlich eintritt. Schnell geht Nathan davon aus, dass ihn Kay aufgesucht hat, weil er selbst in Kürze das Zeitliche segnen wird und macht sich daran, die Beziehung zu seiner Ex-Frau und Tochter ins Reine zu bringen ...

Warum "Ein Engel im Winter" genau diesen Titel trägt, wird im Film nicht so wirklich schlüssig. Der Originaltitel "Afterwards" ist wesentlich treffender, aber um einen höheren Wiedererkennungswert zu erzielen, hat man den deutschen Titel der Romanvorlage von Guillaume Musso übernommen. Genauso kryptisch wie der deutsche Titel ist auch der Inhalt des Films. Erst langsam bekommt der Zuschauer eine Idee davon, was überhaupt passiert. Die Figuren sind relativ schwach gezeichnet. Gerade John Malkovich tut das, was er immer macht, legt eine typische Bösewicht-Performance ab und wirkt eher teuflisch als himmlisch. Romain Duris wirkt hingegen zwar sympathisch, dafür nimmt man ihm aber wiederum nicht den knallharten, ausschließlich auf seine Karriere bezogenen Anwalt ab. Dadurch kommt es auch dazu, dass man die Charakterwandlung, die im Laufe der Handlung stattfindet, als Zuschauer des Films nicht wirklich wahrnimmt. Es entsteht keine emotionale Bindung zwischen dem Zuschauer und den Figuren und die Geschichte plätschert vor sich hin, bis sie schließlich ihr antiklimaktisches Finale erreicht, das eigentlich der berührendste Teil der Story ist, beim Zuschauer aber ebenfalls keine besonderen Emotionen hervorruft. So ist "Ein Engel im Winter" zwar ein optisch ganz hübscher Film, der es aber leider nicht schafft, dem Zuschauer seine Message zu vermitteln.

Digitale Aufarbeitung:
Technisch bewegt sich "Ein Engel im Winter" auf mittelmäßigem Niveau. Der Full-HD-Transfer im MPEG2-Format zeigt kräftige Farben, die Detailzeichnung weiß aber nur in einigen Szenen zu überzeugen. Die meiste Zeit über ist die Schärfe gut, aber nicht im Referenzbereich. Kompressionsfehler und analoge Defekte oder Verschmutzungen fallen nicht auf. Der Transfer rauscht etwas, was manchmal mehr, manchmal weniger stark auffällt. Der Ton liegt auf Deutsch dts-HD Master Audio 7.1 sowie auf Englisch in 5.1 vor. Beide Versionen bieten klar verständliche Dialoge und verteilen die Musik angenehm im Raum. Etwas schade ist, dass man bei der deutschen Synchronfassung auf jegliche Akzente verzichtet hat, die in der Originalfassung die Herkunft der Figuren klarer werden lassen.

Das Bonusmaterial ist sehr mau ausgefallen. Neben dem Trailer zum Film gibt es eine sechsminütige Featurette, in der Cast und Crew kurz etwas zum Film erzählen, was allerdings nicht wirklich informativ ist.

Fazit:
"Ein Engel im Winter" ist ein optisch schöner Film, der es aber leider überhaupt nicht schafft, die Emotionen seiner Geschichte zu vermitteln und den Zuschauer zu berühren. Technisch bewegt sich die Blu-ray Disc von Sunfilm auf mittelmäßigem bis gutem Niveau, die Extras sind allerdings nicht der Rede wert.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,35:1
2,35:1
107:55 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD Master Audio 7.1
DTS-HD Master Audio 7.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Interview-Featurette
Ein Engel im Winter - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Ein Engel im Winter
Afterwards

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Langatmiges Drama ohne emotionale Tiefe


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / Frankreich / Kanada, 2008
Regie:
Gilles Bourdos
Drehbuch:
Michel Spinosa, Gilles Bourdos
Darsteller:
Romain Duris, John Malkovich, Evangeline Lilly, Pascale Bussières, Sara Waisglass

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
08.01.2010