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DVD-Besprechung - Beyond Remedy
Story:
Eine Gruppe von sechs Medizinstudenten reist in ein ehemaliges Krankenhaus, um dort selbst therapiert zu werden. Sie alle leiden unter diversen existentiellen Ängsten und die sollen ein für alle mal weg. Die Therapietechnik steht ganz im Zeichen der Konfrontation. Nicht kleine Schritte sollen zum angstfreien Leben führen, sondern der Schlag mit der groben Kelle. Plötzlich verschwindet eine Teilnehmerin, die glaubt, dass in der Klinik ein Spuk getöteter Patienten umgeht. Doch es ist kein Spuk der sein Unwesen treibt, sondern ein geisteskranker Killer und der will seine ganz eigenen Ziele durchsetzen.
Meinung zum Film:
„Beyond Remedy“ ist ein Slasher, der mit psychologischen Effekten arbeitet und darüber versucht, Spannung zu erzeugen. Der Erfolg ist allerdings magerer Durchschnitt und ein klassischer Aufguss bereits bekannter Slasherszenarien. Die Handlung ist vorhersehbar und da nützt es auch nichts, wenn die Protagonistin meint Geister zu sehen. Zum einen wird schnell deutlich, dass es sich um die Folgen eines traumatischen Ereignisses handelt und somit verpufft die zunächst mystisch anmutende Stimmung. Die ersten fünf Filmminuten hat der Zuschauer so ein wenig das Gefühl, eine Szene von „Rosemaries Baby“ neu zu sehen. Doch dieser Film geht in eine ganz andere, allerdings auch bekannte Richtung.
So langsam muss man sich als Zuschauer fragen, wann die Drehbuchautoren und Regisseure sich mal bemühen, innovativ tätig zu werden. Endlich mal keine aufgewärmten Versatzstücke, die aus etlichen Filmen kopiert und variiert werden. Selbst wenn Akteure auf die Story angesetzt werden die richtig gut agieren, so kommt nicht wirklich etwas Neues für das Publikum. „Beyond Remedy“ schafft es sogar, das Motiv und den Täter vorzeitig zu entlarven. Zwei Dinge können aber in dieser Produktion als positiv betrachtet werden. In der Handlung geht es um die Therapie von Ängsten und da hier jeder der sechs angehenden Ärzte eine eigene ganz besondere Angst hat, wird die jeweilige Therapie dann auch recht abwechslungsreich. Der zweite Aspekt sind die recht drastischen Spezialeffekte, die vor allem gegen Ende aufdrehen.
Das reicht aber nicht aus, um die Psychoarie richtig gut zu finden. Sicherlich, es gibt dann auch noch die hektischen Hetzereien, um dem Killer zu entkommen, der bei der Arbeit ein eher maues Outfit trägt. Ein grüner OP-Anzug mit einer Art von Kettenhemdapplikation ist kein kultverdächtiger Reißer, allerdings wird auch nicht die sonst so gern strapazierte weiße Maske verwendet. Da der Film, trotz vorhandener deutscher Schauspieler, in englisch gedreht wurde, kommt natürlich eine deutsche Synchro zum Einsatz. Diese wirkt stellenweise nicht sattelsicher und die Texte fließen nicht so sauber wie im englischen, wirken etwas gekünstelt.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität überzeugt durch ein scharfes Bild mit einem guten Kontrast. Die Farben sind kräftig und ausgewogen. Der Ton geht in Ordnung, wobei bei der deutschen Tonspur den Dialogen ihre Synchronisation anzumerken ist.
Das Making Of wurde, wie die übrigen Extras, mit deutschen Untertiteln versehen. Es ist recht informativ und es wird erklärt, warum dieser Drehohrt gewählt wurde. Auch die Produktionsumstände werden erläutert und auch die Ansprüche an den Film selbst. Interessanterweise werden genau diese nicht erfüllt. Danach gibt es ein Rockvideo ebenso zu sehen wie knapp fünf Minuten mit geschnittenen Szenen. Diese sind allerdings nicht sonderlich aufregend und somit zu recht aus dem Film verbannt worden. Hinzu kommt noch ein alternatives Ende und Texttafeln zu den Schauspielern.
Fazit:
„Beyond Remedy“ sollte sich derjenige Zuschauer ansehen, der wirklich jeden Slasher mit nimmt. Filmfreunde, die des ewig Aufgewärmten überdrüssig sind, die werden hier nicht die ersehnte Innovation geliefert bekommen. Bild und Ton sind gut und die Extras haben ebenfalls einiges zu bieten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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91:25 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Musikvideo - Sin Logca "Zwilling"
- Deleted Scenes
- Alteratives Ende
- Darstellerinfos
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Beyond Remedy
Beyond Remedy
Mörderische Therapie
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2009 Regie: Gerhard Hroß Drehbuch: Sören Hoffmann, Jörge F. Peterson Darsteller: Marie Zielcke, Daniel Krauss, David Gant, Rick Yune, Annalena Duken
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 14.01.2010
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