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DVD-Besprechung - The Stepfather

Story:
Jerry Blake (Terry O'Quinn) ist ein Psychopath, der seine komplette Familie auslöscht. Ein Jahr später hat er erneut geheiratet. Die Ehe mit Susan (Shelley Hack) verläuft zunächst sehr gut, auch leichte Probleme mit Stieftochter Stephanie (Jill Schoelen) können das Familienglück nur ein wenig trüben. Als Stephanie ihren Stiefvater jedoch eines Tages im Keller bei einem Wutausbruch überrascht, merkt sie, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Als sie ihren eigenen Psychiater auf Jerry ansetzt und über seine Vergangenheit recherchiert, eskaliert die Situation.

Meinung zum Film:
„The Stepfather“ wurde 1987 von Joseph Ruben inszeniert. Zu dessen bekanntesten Werken dürften, außer diesem, „Money Train“ mit Wesley Snipes und „Dreamscape“ mit Dennis Quaid zählen. Für das Drehbuch zeichnet sich Donald E. Westlake verantwortlich, der zeitlebens mehr als 50 Romane schrieb, die oftmals auch verfilmt wurden („Point Black“). „The Stepfather“ war unter anderem für den „Edgar Allan Poe Award“ für den besten Film nominiert. Zu recht, denn der Psychothriller mit dem aus „Millennium“ und „Lost“ bekannten, hier noch jungen Terry O’Quinn in der Titelrolle kann von der ersten bis zur letzten Sekunde überzeugen und sorgt für 90 Minuten spannende Unterhaltung mit nur leichten, vernachlässigbaren Schwächen.  

Unmittelbar nach dem Vorspann wird klar, was mit Blake los ist: er steht blutverschmiert vor dem Badezimmerspiegel und macht sich seelenruhig sauber. Als er vergnügt das Haus verlässt, wird der Zuschauer noch kurz Zeuge dessen, was er angerichtet hat: er hat seine Frau und seine Kinder brutal ermordet. 1 Jahr später ist Blake mit Susan glücklich verheiratet. Allein die jugendliche Tochter Stephanie stört das Familienglück, denn sie mag Jerry überhaupt nicht. Dieser gibt sich jedoch alle Mühe, seiner Stieftochter zu gefallen, so versucht er es z.B. mit einem kleinen Hund, den er ihr schenkt, Stephanie bleibt jedoch misstrauisch. Dummerweise hat sie den Tod ihres leiblichen Vaters noch nicht verkraftet, fällt in der Schule unangenehm auf und ist auch in psychiatrischer Behandlung. All das sorgt dafür, dass man ihr in ihrem Umkreis bezüglich ihrer Abneigung und ihren Verdächtigungen nur wenig Glauben schenkt. Die Lage eskaliert, als Stephanie ihren Stiefvater im Keller bei einem Wutausbruch überrascht. Als dann noch die Zeitung einen Artikel über den Mord vor einem Jahr bringt und Stephanie bei der Zeitung ein Foto des Mörders anfordert, das Blake jedoch abfangen kann, eskaliert die Situation wie zu erwarten.

„The Stepfather“ ist durchaus unterhaltsam, über gewisse Drehbuchschwächen muss man dabei einfach hinwegsehen. Beispielsweise ist es von Stephanie gelinde gesagt dämlich, ein Foto des Mörders anzufordern, anstatt selbst zur Zeitung zu fahren. Aber das sind eben die Gesetzmäßigkeiten in diesem Genre. Trotz aller Vorhersehbarkeiten ist der „Stepfather“ aber ein Psychoschocker, der nicht zu unrecht viele Fans hat. Besonders weiß hier Terry O’Quinn, (überwiegend) mit vollem Haupthaar, zu überzeugen und spielt seine Rolle ebenso glaubhaft wie diabolisch. Bei der relativ kurzen Laufzeit von gerade mal 85 Minuten bleibt zum Glück auch keine Zeit für uninteressante Nebenplots und so konzentriert sich die Handlung auf das Wesentliche – wer den Film noch nicht kennt und auf Psycho-Horror steht, kann ruhig blind zugreifen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist recht ordentlich auf DVD gebannt worden. Die Farben sind gut und kräftig, die Schärfe sitzt zwar nicht immer, bewegt sich aber noch in einem annehmbaren Rahmen. Des Weiteren fällt gelegentliches Bildrauschen auf, was aber nicht weiter störend ins Gewicht fällt. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist gut verständlich und klingt recht dynamisch.

An Extras gibt es lediglich den deutschen und den Original-Trailer.

Fazit:
„The Stepfather“ weiß trotz kleinerer, aber verzeihbaren Handlungsschwächen bestens zu unterhalten, so dass Psychothriller-Freunde voll auf ihre Kosten kommen. Titel-„Held“ Terry O’Quinn kann in seiner Rolle überzeugen und ist mit sichtlich viel Spielfreude bei der Sache. Die DVD verfügt über eine gute Qualität.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
85:16 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • deutscher Trailer
  • Originaltrailer
The Stepfather - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Stepfather
The Stepfather

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Terry O'Quinn als diabolischer Stiefvater


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1987
Regie:
Joseph Ruben
Drehbuch:
Donald E. Westlake
Darsteller:
Terry O'Quinn, Jill Schoelen, Shelley Hack, Charles Lanyer, Stephen Shellen

Label Deutschland :
Epix
Verkaufsstart Deutschland :
08.01.2010