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Das TodesspielEine ganz heiße NummerDas Haus der Geheimnisse

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Blu-ray-Besprechung - Wake of Death

Story:
Ben Archer (Jean Claude van Damme) zieht sich aus der Clubszene zurück, um sich seiner Frau Cynthia (Lisa King) und seinem Sohn zu widmen. Cynthia arbeitet bei der Ausländerbehörde und kümmert sich vor allem um chinesische Flüchtlinge, als sie eines Tages die kleine Kim (Valerie Tian) auf einem Flüchtlingsboot entdeckt. Sie nimmt das Mädchen zu sich nach Hause, nicht ahnend, dass sie die Tochter des Gangsterbosses Sun Quan (Simon Yam) und vor ihrem Vater weggelaufen ist. Als Quan erfährt, wo die Kleine sich aufhält, schickt er ein Killerkommando los. Als Ben Archer nach Hause kommt, bietet sich ihm ein Bild des Grauens. Er kontaktiert seine alten Geschäftspartner und beginnt einen Rachefeldzug.

Meinung zum Film:
Jean Claude van Damme ("Bloodsport", "Universal Soldier") leidet an demselben Symptom wie sein Actionkollege Dolph Lundgren und steckt, wie er, in einer Schublade fest. Die Kampfsportikone der 80er Jahre kommt nicht aus der festgelegten Rolle heraus und bekommt immer wieder sehr ähnliche Drehbücher angeboten. Dummerweise nimmt auch er sich derer an und ruiniert seinen Ruf endgültig. "Wake Of Death" ist nun zwar nicht ganz so übel geworden und bietet durch Regisseur Philippe Martinez eine durchaus solide Inszenierung, allerdings kann die flotte Regiearbeit nicht über das schwache Drehbuch von Mick Davis und Laurent Fellous hinwegtäuschen. Zu offensichtlich orientiert sich das Skript an zahllosen Rächerstreifen und bietet eine vorhersehbare Handlung, die sehr hausbacken wirkt. Die Familie eines geläuterten Haudrauf wird getötet oder entführt und der eigentlich friedlich gewordenen Handkantenklopper beginnt einen munteren Amoklauf.

Der in die Jahre gekommene belgische Mime Jean Claude van Damme kann, mal abgesehen vom mageren Plot, erfreulich gut aufspielen und seine Nachdenklichkeit zu Beginn, seine Trauer in der Mitte und seine Härte gegen Ende wirkt überzeugend und man kann ihm eine ordentliche schauspielerische Leistung attestieren. Sein bitterböser Gegenspieler Sun Quan wird von Simon Yam ("Lara Croft Tomb Raider - Die Wiege des Lebens", "Bullet in the Head") gespielt und der erfahrene Asiate kann ebenfalls ein Fleißkärtchen in dieser Produktion nachweisen. Die junge Valerie Tian ("Santa Clause 2 - Eine noch schönere Bescherung") verkörpert Kim, die Tochter des Bösewichts und man wird von der talentierten Nachwuchsschauspielerin in 3-4 Jahren vielleicht noch mehr sehen und hören, denn sie bringt neben Talent auch noch eine nette Optik mit, wenn die Pubertät ihr nicht einen Strich durch die Rechnung macht.

Wie oben bereits erwähnt ist der Film nicht ganz schlecht, aber einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen auf jeden Fall die auffälligen Schnitte, die man trotz fehlender Jugendfreigabe noch getätigt hat bzw. durchführen musste. Was die FSK sich in letzter Zeit so an Freigaben leistet ist, gelinde gesagt, ein echter Witz. Während bei den ersten drei Harry-Potter-Streifen schon die ganz kleinen Filmfans mit sehr gruseligen Szenen konfrontiert werden, so werden erwachsene Filmfreunde gegängelt und vor blutigen Szenen "geschützt". Wenn man die Schnitte wenigstens etwas unauffälliger gestaltet hätte, dann ginge es ja noch so eben, aber so wird dem Film die Würze genommen. Zwar bleiben noch einige Szenen übrig, aber schal schmeckt der Schierlingsbecher doch noch. Die Actionszenen sind gut choreografiert und haben es vor allem zum Schluss in sich und der Bodycount erhöht sich angemessen.

Digitale Aufarbeitung:
Die Farben des Bildes wirken natürlich und das Bild wirkt überwiegend bei Nahaufnahmen gut, ohne allerdings brillant zu sein. Bei großen farbigen Flächen und bei dunklen Szenen wirkt die Optik schmutzig und eicht grieselig. Die Tiefenschärfe ist nicht so gelungen, was bei Aufnahmen mit viel Hintergrund deutlich erkennbar ist. Der Ton ist sehr frontlastig und bietet nicht die Bandbreite, die möglich gewesen wäre.  

Die Extras beginnen mit einem Making Of das mit deutschen Untertiteln versehen wurde. Es dauert knapp über zehn Minuten und handelt vorwiegend um die Entwicklung und Besetzung des Charakters des Ben durch Jean-Claude van Damme. Danach folgt der Originaltrailer und eine Bildergalerie. Den Abschluss bilden Bio- und Filmografien.

Fazit:
"Wake Of Death" ist ein typischer Rächerfilm, der zwar gut inszeniert wurde, aber eigentlich nur dem bekannten Plot ein anderes Gewand verleiht. Technisch ist die Blu-Ray-Disc im Bild nicht ganz optimal, aber im Vergleich zur DVD doch merklich besser. Die Extras sind nicht besonders, aber immerhin gibt es Bonusmaterial.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
86:33 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Originaltrailer
  • Bildergalerie
  • Filmo-/ Biografien
Wake of Death - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Wake Of Death - Rache ist alles was ihm blieb
Wake Of Death

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Van Damme auf Rachekurs


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004
Regie:
Philippe Martinez
Drehbuch:
Philippe Martinez, Mick Davis, Laurent Fellous
Darsteller:
Jean-Claude van Damme, Pierre Marais, Danny Keogh, Lisa King, Simon Yam

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
15.01.2010