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DVD-Besprechung - Connected
Story:
Bob (Louis Koo) ist Geldeintreiber und auf dem Weg zum Flughafen, um seinen kleinen Sohn zu verabschieden. Dieser soll für eine längere Zeit ins Ausland zu Bobs Schwester fliegen. Festen Willens, dieses Mal nicht schon wieder einen Termin zu verpassen, schwingt er sich ins Auto, um zum Flughafen zu fahren. Plötzlich klingelt seine Handy und eine verzweifelte Frau fleht ihn an, nicht aufzulegen. Sie heiße Grace (Barbie Hsu) und sei entführt worden. Bob entschließt sich Grace zu helfen, doch sie haben es mit einem Gegner zu tun, der immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
Meinung zum Film:
„Connected“ ist ein Beispiel dafür, dass auch der asiatische Filmmarkt mal ein Hollywood-Projekt als Remake an den Zuschauer bringen kann. Der Film basiert auf „Final Call“ mit Kim Basinger und Chris Evans aus dem Jahr 2004. Der grundlegende Unterschied zwischen den beiden Verfilmungen ist der hohe Action-Anteil bei „Connected“. Quer durch Hongkong treibt Regisseur Benny Chan („Rob-B-Hood“) seine Akteure und das sogar sehr unterhaltsam. Zunächst wird die Spannung über das Dauertelefonat zwischen der entführten Grace und Bob aufrecht gehalten. Da dies über die Länge eines Spielfilms dann doch zu wenig wäre, wird an dem Spannungsregler dadurch gedreht, indem der Telefonkontakt abzubrechen droht. Dies wird mit vielen Ideen inszeniert.
Der Film bietet zwar keine sensationelle Geschichte, doch die flotte Erzählgeschwindigkeit und die vielen Action-Passagen sorgen für gute Unterhaltung. Die Figuren selbst bleiben weitgehend eindimensional und lediglich Bob, gespielt von Louis Koo („Rob-B-Hood“) bekommt ein wenig mehr Tiefe über die Beziehung zu seinem kleinen Sohn. Diesen hat er oft mit nicht eingehaltenen Versprechungen enttäuscht. Das bringt Bob zunächst in einen echten Gewissenskonflikt, doch als klar ist, dass Grace tatsächlich Hilfe benötigt, setzt er ihre Interessen über die seines Sohnes. Die Figur der Grace, dargestellt von Barbie Hsu („Silk“) erhält nur wenig Hintergrund und im Sinne der Dramaturgie wird ihr jüngerer Bruder und ihre kleine Tochter eingebaut. Um diese beiden darf sie dann auch bangen und kämpfen, doch echte Tiefe bekommt der Charakter nicht.
Mehr Transparenz hätte auch den Bösewichten gut getan. Erst zum Finale wird das kriminelle und mörderische Handeln von Fok, der von Ye Liu („Der Fluch der goldenen Blume“) gespielt wird, deutlich. So bleiben die Killer zunächst eine anonyme Gruppe, die auf der Suche nach einer Videoaufnahme ist. Der im Film zusätzlich vorhandene Humor ist eine prima Auflockerung und trägt durchaus mit zum guten Gesamteindruck bei. Die gewählten Drehorte sind abwechslungsreich und sie reichen von Straßenschluchten über nette Wohnbezirke bis hin zu netten Aufnahmen im bergigen, grünen Umland. Der Moloch Hongkong wird auf die Weise in allen seinen Facetten dargestellt.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist sehr gut. Die Optik ist scharf und die Farben vermitteln einen realistischen Eindruck. Einzig einige Außenszenen weisen stärkere Überblendungen auf die Details verwischen. Ansonsten ist das Bild hervorragend. Der dts-Sound ist gut, aber nicht so detailreich, wie man es sich wünschen könnte. Dafür hat der Ton eine schöne Dynamik und einen sehr kräftigen, nicht überzogenen Bass.
Alle Extras der Bonus-DVD wurden mit deutschen Untertiteln versehen, so auch das Making Of (15:20 Minuten). Hier gibt es Fakten zum Handyaufkommen in Hongkong (1,2 Mobiltelefone pro Einwohner), Infos zum Film und die Erläuterung, welche Schwerpunkte für den Film ausgearbeitet wurden. Es folgen eine Bildergalerie vom Storyboard (1:30 Minuten) und geschnittene Szenen, die allein 34:34 Minuten laufen. Sie aus dem Film zu nehmen war richtig, denn überwiegend brächten sie die flotte Handlung deutlich zum Straucheln. Weiterhin gibt es noch alternative Szenen (8:45 Minuten) sowie einen extrem kurzen Blick hinter die Kulissen (0:40 Minuten) in denen Ye Liu erklärt, dass er unter Höhenangst leidet. Aber auch Werbemaßnahmen finden in den Extras ihre Berücksichtigung. Filmclips, Teaser, Trailer und ein alternativer Teaser gehören zu dieser Kategorie. Den Abschluss hier bildet ein nettes und lockeres Interview mit Nick Cheung. Die DVD mit dem Hauptfilm verfügt noch über einen Audiokommentar von Regisseur Benny Chan, welches ebenfalls mit deutschen Untertiteln versehen wurde.
Fazit:
„Connected“ ist ein gutes Remake, das beweist, dass auch in Asien Filmkonzepte gut adaptiert werden können. In dieser Variante ist allerdings der Schwerpunkt auf eine actionreiche Handlung gelegt worden. Technisch hat die DVD einiges zu bieten und präsentiert auch mit dem Bonusmaterial auf einem hohen Niveau.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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106:08 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Kantonesisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Storyboard
- Geschnittene Szenen
- Alternative Szenen
- Blick hinter die Kulissen
- Filmclips
- Teaser
- Trailer
- Alternativer Teaser
- Interview mit Nick Cheung
- Audiokommentar von Regisseur Benny Chang
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Connected
Bo chi tung wah
Schnelle, spannende Hongkong-Action
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Hongkong, 2008 Regie: Benny Chan Drehbuch: Alan Yuen, Benny Chan Darsteller: Louis Koo, Barbie Hsu, Nick Cheung, Ye Liu, Beibi Gong
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 15.01.2010
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