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Das TodesspielEine ganz heiße NummerDas Haus der Geheimnisse

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Blu-ray-Besprechung - The Tournament

Story:
In Großbritannien wird alle 7 Jahre ein Wettkampf für Profikiller abgehalten, bei dem sich die härtesten der Harten solange bekämpfen, bis nur noch einer von Ihnen am Leben ist. Joshua Harlow (Ving Rhames) ist ein ehemaliger Champion im Ruhestand, der dieses mal noch einmal angetreten ist, weil er den Tod seiner Frau rächen will. Und er ist sich sicher, dass der Killer unter den Teilnehmern zu finden ist.

Meinung zum Film:
„Verehrte Damen und Herren. Willkommen zum Film. Bitte lehnen sie sich entspannt zurück und stellen Sie das Denken ein. Die rasante Mörderjagd wird gleich beginnen!“. So oder so ähnlich könnte die Begrüßung zu Beginn von „The Tournament“ klingen, der mit seiner Mischung aus „Battle Royal“ und „Running Man“ gar nicht erst groß versucht, eine logiksichere Geschichte zu erzählen. Mehr als kurze, mehr als fadenscheinige Erklärungen gibt es zum Ablauf nicht geliefert. Wie sollte es auch erklärt werden, dass eine Meute wildgewordener Killer durch eine britische Gemeinde hetzt und sich mit Panzerfäusten und Automatikgewehren bekämpft. Das Drehbuch erklärt es so, dass die Regierung das Ganze als terroristische Anschläge ansieht, aber dafür erst verdammt spät zu handeln beginnt. Auch der Grund, warum Joshua Harlow am Turnier teilnimmt, ist nicht unbedingt plausibel. Denn warum sollte er sich dem gefährlichen Spiel aussetzen und sich zur Zielscheibe machen, wenn er den Killer auch ohne seine Teilnahme eliminieren könnte. Mal ganz davon abgesehen, dass die Erkenntnis, wie er den Killer finden kann, schon mehr als fadenscheinig erscheint.  

Doch es gibt Filme, bei denen die Logik keine allzu große Bedeutung spielt und „The Tournament“ ist einer dieser Werke. Im Grunde geht es nur darum, dass sich die Profikiller durch die Gegend hetzen und möglichst actionreich nach dem „Last Man Standing“-Prinzip ihren Champion krönen. Natürlich sitzen in der geheimen Wettzentrale die Reichen der Reichen und wetten auf ihren Favoriten. Das Geschehen verfolgen sie über angezapfte Überwachungskameras, die offenbar einen nahezu lückenlosen Überblick bieten. Die Killer wissen auch immer genau, wenn ein Konkurrent in der Nähe ist, da alle Teilnehmer einen Sender eingepflanzt bekamen, mit dem sie sich auf dem mobilen Navigationssystem, das jeder Teilnehmer bekommen hat, zu sehen sind. Um die Dramatik des aktuellen Turniers ein wenig zu heben, wurde zudem die Spielzeit auf 24 Stunden beschränkt. Wenn nach diesem Zeitrahmen mehr als einer überlebt haben sollte, werden die Sender zu Bomben und töten alle noch Überlebenden. Doch einer der Favoriten umgeht das System, indem er seinen eingepflanzten Sender heraus schneidet und diesen in einen Kaffeebecher wirft, aus dem der Priester Joseph MacAvoy trinkt. Fortan wird der Pazifist ebenfalls gejagt und nur dank des großen Herzens der Profikillerin Lai Lai Zhen hat er eine Überlebenschance hat, da diese ihn beschützt.  

Die Action im Film ist eindeutig der zentrale Punkt der Handlung. Mal wird gezeigt, wie sich die anderen Killer als Punkte auf dem Navigationsgerät heranschleichen, mal werden aus scheinbar harmlosen Passanten tötungswillige Angreifer. Da die Polizei dabei weit und breit nicht zu sehen ist, ist der Mordgier der Turnierteilnehmer freier Lauf gelassen. Und dieser Spielraum wird dann auch sehr zur Freude des Zuschauers ausgenutzt. Coole Sprüche gibt es dabei auch hinreichend zu hören. Denn schon Damon Wayans („Last Boy Scout“) wusste in den 90er-Jahren, dass "du nicht einfach jemand ins Gesicht schlagen kannst. Du musst vorher noch was Cooles sagen, verstehst du?". Ein Wermutstropfen für deutsche Fans dürfte allerdings sein, dass die FSK-18-Fassung um einige Szenen erleichtert wurde. Dies geschah aber zumindest in einer Art und Weise, die keine harten Schnitte erkennen lässt und die Action intakt erscheinen lässt. Wenn man nicht genau weiß, dass Schnitte vorgenommen wurden, vermisst man diese auch nicht unbedingt. Unter der Regie von Neuling Scott Mann ist ein lockerer, unterhaltsamer Actionkracher entstanden, der sinnfreies Testosteronkino bietet. Mit Ving Rhames („Pulp Fiction“), Kelly Hu („X-Men 2“), Robert Carlyle („28 weeks later”), Ian Somerhalder („Lost”) und Liam Cunningham („Die Mumie - Das Grabmal des Drachenkaisers”) ist der Streifen auch recht gut besetzt.



Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wird dem Medium Blu-ray gerecht. Details sind gut zu erkennen, Konturen scharf gezeichnet und Störungen keine zu bemerken. Der deutsche Ton in DTS-HD Master Audio 5.1 ist ebenfalls wunderbar gelungen und bringt die Action raumfüllend ins Wohnzimmer.

Die Extras fallen recht enttäuschend aus. Hier gibt es lediglich vier relativ kurze Interviews und rund 9 Minuten unkommentierte Szenen vom Dreh, garniert mit dem Trailer zum Film.

Fazit:
„The Tournament“ ist ein temporeicher Actionfilm, der ohne großen Anspruch an die Story eine unterhaltsame Aneinanderreihung von Actionsequenzen bietet. Wer Actionfilme mag sollte hier auf jeden Fall zugreifen. Die dt. Fassung ist für die FSK-Freigabe zwar gekürzt worden, die Schnitte fallen allerdings kaum auf.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
92:21 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Interviews
  • Beim Dreh
  • Trailer
The Tournament - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Tournament
The Tournament

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Action bis der Abspann kommt


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 2009
Regie:
Scott Mann
Drehbuch:
Gary Young, Jonathan Frank, Nick Rowntree
Darsteller:
Ving Rhames, Robert Carlyle, Kelly Hu, Liam Cunningham, Ian Somerhalder, Craig Conway, Nick Rowntree, Andy Nyman, Scott Adkins, Sebastien Foucan, Bill Fellows

Label Deutschland :
Ascot Elite
Verkaufsstart Deutschland :
07.01.2009